Friesen geschlossen gegen die Kürzungen vom Land

Offener Brief an die schleswig-holsteinische Landesregierung

Die friesischen Vereine einschließlich des Nordfriisk Instituut bekommen vom Land Schleswig-Holstein eine finanzielle Förderung für die Umsetzung ihrer sprachlich-kulturellen Aufgaben. Diese werden zwar überwiegend ehrenamtlich ausgeführt, sie sind aber auf eine hauptamtliche Unterstützung angewiesen.

Die geplanten Kürzungen dieser Mittel vom Land Schleswig-Holstein werden einschneidende Wirkung auf die Arbeit dieser Vereine und des Nordfriisk Instituut haben. Insbesondere das Nordfriisk Instituut ist durch die angedrohten Kürzungen in seiner Funktionsfähigkeit gefährdet.

Durch die drohenden Kürzungen bei den Zuschüssen für die friesische Volksgruppe werden über Jahrzehnte aufgebaute Arbeitsfelder im Bereich der friesischen Sprach- und Kulturarbeit nachhaltig gefährdet oder sogar unwiederbringlich zerstört.

Sicher ist auch, dass das Nordfriisk Instituut nicht mehr in der Lage wäre, das Land bei der Umsetzung verbindlicher internationaler Verpflichtungen zu unterstützen, wie sie die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen oder das Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten verlangen.

Ganz abgesehen davon, dass die geplanten Kürzungen im großen Zusammenhang eher marginal sind und ein langfristiger Einspareffekt kaum zu erkennen ist, wäre hingegen der kulturpolitische Schaden unermesslich.

Deshalb fordern sämtliche friesischen Vereine die Rücknahme der angedrohten Kürzungen.

Thede Boysen, Verein Nordfriesisches Institut
Erk Hassold, Friesenrat
Heinrich Bahnsen, Nordfriesischer Verein
Jörgen Jensen Hahn, Friisk Foriining
Marie Hahn, Rökefloose
Jens Quedens, Öömrang Ferian

Lasmoot wårde

Wård lastmoot önj e Friisk Foriining

Nais foon diling

E radiosiinjing "Nais foon diling" brängt arken däi foon moundi bit fraidi aktuäle tisinge üt Nordfraschlönj än trinambai.