Vertreter des sorbischen Volkes verlassen Stiftungsrat

In der heutigen Sitzung des Stiftungsrates der Stiftung für das sorbische Volk in Cottbus erklärten die Vertreter des sorbischen Volkes im Stiftungsrat die Aussetzung ihrer weiteren Mitwirkung bis zum Zeitpunkt des Vorliegens eines Finanzierungsabkommens zwischen Bund und Ländern. Mit Bezug auf den Beschluss des Bundesvorstandes der Domowina vom 12. März wird den Forderungen im Zusammenhang mit dem ?Memorandum zur weiteren Existenz des sorbischen Volkes in der Bundesrepublik Deutschland? unmissverständlich Nachdruck verliehen.

Seitens der Bundesvertreter wurde heute bekannt gegeben, dass der Zuschuss des Bundes in den nächsten fünf Jahren von 7,6 Mill. EUR um jährlich 100.000 EUR gesenkt werden soll. Damit entsteht der Stiftung bei einem Bedarf von 16,4 Mill. EUR bereits in diesem Jahr ein Defizit von 800.000 EUR, im nächsten Jahr 1,5 Mill. EUR usw. Das bedeutet keine Sicherung, sondern Abwicklung sorbischer Sprache und Kultur. Eine Begründung für die jährliche Degression wurde nicht gegeben. Es gibt zurzeit weder eine klare Antwort auf die vom Bundesrechnungshof aufgeworfene Kritik der Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern, noch eine Anpassung an die Kostenentwicklung in den Folgejahren. Die drastische Unterfinanzierung der Stiftung hat zur Folge, dass unverzichtbare Einrichtungen der Sorben geschlossen werden müssen. Entscheidungen dieser Art können von den Sorben nicht mitgetragen werden.

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