Neue Bewerbungsrunde für sprachenfreundliche Gemeinden, Betriebe und Vereine

Mit friisk (Friesisch), Plattdüütsch (Plattdeutsch), sønderjysk (Süderjütisch), dansk (Dänisch) und Hochdeutsch sind fünf Sprachen im „Sprachenland Nordfriesland“ beheimatet. Diese europaweit einzigartige Sprachenvielfalt spiegelt die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat Nordfriesland wieder: ein kultureller Schatz der Region, ein Alleinstellungsmerkmal und wohltuender Gegenpol zur gesichtslosen Globalisierung unserer Zeit.

Um die Identität der Region zu bewahren, fördert die Aktion „Sprachenland Nordfriesland“ seit 1998 die sprachliche Vielfalt. Mit dem Prädikat „Sprachenfreundlich“ werden 2012 wieder Vereine, Bertriebe und Institutionen ausgezeichnet, die sich aktiv für die Sprachenvielfalt und Regionalkultur einsetzen.

Sind öffentliche Gebäude in einer Gemeinde mehrsprachig beschildert? Wird bei öffentlichen Veranstaltungen die regionale Sprachenvielfalt regelmäßig deutlich? Legt ein Betrieb beispielsweise Wert auf die Kenntnis der regionalen Sprachen Nordfrieslands? Werden in einem Verein die regionalen Sprachen gesprochen und aktiv gefördert?

Dann ist eine Bewerbung  möglich und sinnvoll. In einem Faltblatt finden sich die benötigten Unterlagen und zugleich Anregungen zur Förderung der Sprachenvielfalt. Auch eine Bewerbung über Internet www.nordfriiskinstituut.de ist möglich.

Im Jahr 2012 besteht auch für bereits Ausgezeichnete die Möglichkeit, sich erneut zu bewerben, wenn eine „sprachenfreundliche Weiterentwicklung“ erkennbar ist.

An dieser Aktion beteiligen sich die im Kreis Nordfriesland vertretenen Sprachgruppen Friesisch, Plattdeutsch, Süderjütisch und Dänisch. Unterstützend wirken u.a. der Kreisverband Nordfriesland des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages und der Windpark Reußenköge.

Am 7. Dezember 2012 werden die von einer Jury ausgewählten sprachenfreundlichen Gemeinden, Vereinigungen und Betriebe öffentlich vorgestellt.

 

Foto v. links: Heinrich Schultz, Manfred C. Nissen, Prof. Dr. Thomas Steensen, Heinrich Bahnsen, Ingwer Oldsen

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