?Es ist nie zu spät? Einsprachigkeit ist heilbar?

?Es ist nie zu spät? Einsprachigkeit ist heilbar? – unter diesem Motto macht sich vom 17. Juli bis zum 3. August eine Gruppe junger Menschen auf den Weg, um Europa zu bereisen. Doch nicht Urlaub ist angesagt – die Teilnehmer ? alle Angehörige der europäischen Minderheiten – wollen auf ihrer Reise vor allem darauf aufmerksam machen, wie mehrsprachig Europa ist.

?Europa ist vielschichtig; es gibt eine enorme sprachliche und kulturelle Vielfalt, auch geprägt durch die kleinen und kleinsten Sprachen in Europa. Davon wissen aber die wenigsten Europäer. Mit unserem Netzwerk RML2future sind wir angetreten, durch öffentlichkeitswirksame Aktionen, diesen Missstand zu beheben und zugleich auf den Wert der Mehrsprachigkeit zu verweisen. Daher macht sich unser junges Team an mehrsprachlichen Minderheitenvertretern auf den Weg und wird aufzeigen, dass es mehr gibt, als ?nur? die großen Staatssprachen in Europa?, erklärt die Projektverantwortliche der FUEV (Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen), Judith Walde.

Die Tour – die von dem Projektpartner JEV (Jugend Europäischer Volksgruppen) organisiert wird – beginnt am Sonnabend, den 17. Juli in Ljouwert/Leeuwarden, Niederlande. Der erste Halt wird in Pécs / Fünfkirchen, Ungarn, gemacht, wo die Teilnehmer am Chorprojekt der JEV – dem Voices of Europe teilnehmen. Pécs selbst ist eine multikulturelle Stadt und in diesem Jahr die Europäische Kulturhauptstadt.

Danach geht die Reise weiter nach Trieste/Trst in Italien, um dort vor allem der slowenischen Minderheit einen Besuch abzustatten, bevor dann nach Südtirol, Bolzano/Bozen, aufgebrochen wird.Hier werden sich die Tour-Teilnehmer auf dem Marktplatz in das Gespräch mit den Bürgern wagen, um ihre Meinung zur Bedeutung der Mehrsprachigkeit in Europa zu erfahren. An den Bergen entlang, geht es dann in die Schweiz nach Graubünden zu den Rätoromanen und anschließend weiter in die Hauptstadt des Europarates, nach Straßburg. Abschließend wird dann bei der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien halt gemacht, um danach wieder am Ausgangspunkt in Friesland anzukommen.

?Die Fahrt wird sicher nicht so anstrengend, wie die Tour de France – aber die Teilnehmer werden in 17 Tagen ca. 4000 Kilometer zurücklegen und unermüdlich über die positive Bedeutung eines mehrsprachigen Europas berichten. Wir hoffen dadurch unseren Teil dazu beizutragen, für ein sprachen-freundliches und vielfältiges Europa zu werben?, so Hester Knol (Westfriesin aus den Niederlanden).

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