Das schönste nordfriesische Wort des Jahres ist: ?trinambai?

BREDSTEDT (NfI). ?Trinambai? ist das schönste nordfriesische Wort 2009, darauf konnte sich die Arbeitsgemeinschaft Sprache und Literatur des Nordfriisk Instituut auf ihrem jüngsten Treffen recht schnell einigen. Das lag jedoch nicht an mangelnder Konkurrenz, denn die 48 Teilnehmer des Wettbewerbs hatten über 100 Vorschläge eingesandt. Der Begriff ?trinambai bedeutet neben ?rundherum? auch ?Umgebung? und alles, was damit zusammenhängt, wie z. B. die Menschen, die Tiere und die Häuser. Somit hat ?trinambai? eine sehr umfassende Bedeutung, die nichts und niemanden ausschließt. Im Anschluss an die Wahl wurden unter allen Teilnehmern neun Preisträger ausgelost, die sich in näherer Zukunft über eine schöne Nachricht freuen können.
Neben der Wahl stand an diesem Nachmittag ein Vortrag des Institutslektors Ingo Laabs über den nordfriesischen Schriftsteller Nis Albrecht Johannsen d. Ä. (1855-1935) auf dem Programm. Johannsen hatte in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts u. a. ein Reihe von Fortsetzungsromanen auf Mooringer Frasch in der ?Nordfriesischen Rundschau? veröffentlicht und nahm dadurch eine wichtige Rolle für die friesische Sprachpflege ein. Laabs berichtete, dass in Johannsens Geschichten von Beginn an klar zwischen Gut und Böse unterschieden wird, wobei das Gute stets gewinnt. Auch wenn diese Texte aus heutiger Sicht etwas zu stereotypisch wirken, haben sie in der damaligen Zeit großen Anklang gefunden. Einen Schatz birgt das Werk Nis Albrecht Johannsens aber auch noch heute in sich, da der Autor sich in seinen Schriften sehr darum bemüht hatte, altes friesisches Wortgut zu bewahren.

Lasmoot wårde

Wård lastmoot önj e Friisk Foriining

Nais foon diling

E radiosiinjing "Nais foon diling" brängt arken däi foon moundi bit fraidi aktuäle tisinge üt Nordfraschlönj än trinambai.