Frisia Historica auf den Spuren der friesischen Urväter

Am Pfingstwochenende 2009 wurde das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Friesen, genauer gesagt ein Außenbezirk der Stadt Aurich, vorübergehende Lagerstatt für einige Mitglieder des rührigen, im Hunnebüller Koog in Stedesand beheimateten nordfriesisch/historischen Vereins Frisia Historica.
Die nordfriesischen, stets um tiefere Einblicke in die friesische Geschichte bemühten Mittelalterlichen begannen schon vor über einem Jahr, erste Kontakte in Richtung Ostfriesland zu knüpfen.
Mit tatkräftiger Unterstützung durch die Friisk Foriining, dem der Verein angehört, kamen weitere Begegnungen zustande, z.B. zum Friesischen Forum.
Beim diesjährigen Biikebrennen in Risum-Lindholm lernte man dessen Vorsitzenden Arno Ullrich auch persönlich kennen und erfuhr von den Plänen, in Zusammenarbeit mit einer mittelalterlichen Gruppe aus Aurich zu Pfingsten mittelalterliche Feierlichkeiten zu veranstalten.
Im 13. Jahrhundert kamen die Friesen des ursprünglichen Siedlungsgebietes, der friesischen Seelande, alljährlich zusammen, um überregionales Recht zu sprechen, Dinge zu regeln, die alle Friesen angingen oder auch um über außenpolitische Angelegenheiten zu entscheiden. Dies geschah am Dienstag nach Pfingsten, damals einer der wichtigsten Feiertage im friesischen Kalender.
Ort dieser Zusammenkunft war der ?Upstalsboom?, eine uralte friesische Thingstätte, ganz in der Nähe von Aurich gelegen.
Zum Gedenken an diese bedeutende historische Begebenheit sollte nun das erste Mal eine größere mittelalterliche Veranstaltung durchgeführt werden.
So machten sich am Freitag vor Pfingsten 13 Geschichtsbesessene auf in die Lande ihrer friesischen Urväter, um beim diesjährigen Treffen der Friesen auch die Farben Nordfrieslands zu vertreten.
Am Freitag traf man sich im Laufe des Tages an der Schleuse ?Kukelorum? des Jade-Ems-Kanals in Rahe/Aurich in unmittelbarer Nähe des Upstalsbooms, dem Standort des festen Lagers.
Am Sonnabendvormittag eröffnete ein historischer Gottesdienst in der Kirche zu Bagband das Festwochenende. Von hier starteten dann die Teilnehmer des zweitägigen, ca. 25 km langen Marsches. Am Sonntag gegen Mittag hatten die Marschierenden, die erst im vergangenen Jahr fertig gestellte Museumsanlage des ehemaligen mittelalterlichen Zisterzienserklosters im Ihlower Forst erreicht. Hier stand auch ein Übertragungswagen des NDR 1, von dem aus mehrfach live zugeschaltet wurde.
Am Nachmittag hatten die Marschierenden dann das feste Lager erreicht und wurden unter großem Beifall und dem regen Interesse von einigen Medienvertretern begrüßt. Am ehemaligen örtlichen Schleusenhaus, welches inzwischen zu einem Ausflugslokal umfunktioniert wurde, hatten die Veranstalter ein ?Tavernenspektakel? mit entsprechender Livemusik von den Gruppen ?Dornenauge? und ?Oilensanc?, organisiert.
Der Pfingstmontag stand dann ganz im Zeichen des Marktes und der Lager, die sich dem interessierten Publikum präsentierten. Für die Nordfriesen ging ein interessantes Wochenende zu Ende mit vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen.

www.frisiahistorica.de

Lasmoot wårde

Wård lastmoot önj e Friisk Foriining

Nais foon diling

E radiosiinjing "Nais foon diling" brängt arken däi foon moundi bit fraidi aktuäle tisinge üt Nordfraschlönj än trinambai.