Friesisch-Studierende aus Flensburg zu Besuch in Risum-Lindholm

Kleine Sprachen ? große Möglichkeiten

RISUM-LINDHOLM. Kleine Sprachen bieten große Möglichkeiten. Diesen Eindruck gewannen Friesisch-Studierende der Universität Flensburg bei einem Besuch in der Gemeinde Risum-Lindholm, einer „Hochburg“ der friesischen Sprache. Die von Professor Dr. Thomas Steensen (Nordfriisk Instituut) begleitete Gruppe erhielt insbesondere Einblick in den Alltag der friesisch-dänischen Schule in Risum und der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm.

In Risum stellte Schulleiter Jörgen Jensen Hahn seinen Gästen das Konzept eines mehrsprachigen Unterrichts vor. Friesisch ist hier nicht isoliertes Unterrichtsfach, sondern steht gleichberechtigt neben Dänisch und Deutsch, was die Schule einzigartig macht. Die Sprache fließt fächerübergeifend in das gesamte Schulleben ein. Beeindruckt zeigten sich die Studierenden auch vom jahrgangsübergreifenden Unterricht. Sie lobten das Engagement des Dänischen Schulvereins, der diese kleine Schule im Interesse des Friesischen erhält und fördert.

An der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm ist Friesisch fest im Schulprogramm verankert, hob Schulleiter Gerd Vahder hervor. In einer Unterrichtsstunde zeigte die Friesischlehrerin Inga Scharfschwerdt dies in der Praxis. Friesisch wird durchgängig von der ersten bis zur neunten Klasse angeboten, was der Lindholmer Schule eine Sonderstellung im deutschen Schulwesen verleiht. Mit Bedauern nahmen die Studierenden zur Kenntnis, dass vom Sommer 2009 an in Lindholm nur noch eine Grundschule bestehen wird. Die angehenden Friesisch-Lehrkräfte drückten die Hoffnung aus, dass Friesisch künftig auch an den weiterführenden Schulen in Niebüll einen festen Platz einnehmen wird.

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