3. Friesisch-Historisches Treyben zu Niebüll vom 5. – 7. Juli 2013 an der Wehle

Nach zwei tollen Veranstaltungen hat sich das Friesisch-Historische-Treyben zu Niebüll schon fast etabliert und Einzug in viele private und öffentliche Kalender gehalten. Keine Frage also für die verwegenen Schergen vom Frisia Historica e. V. auch in diesem Jahr wieder Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen, um seinem verehrten Publikum ein interessantes, abwechslungsreiches und vielseitiges Programm zu bieten, wobei wiederum kein Eintrittsgeld erhoben wird. Die mittelalterlichen Pforten der Wiesen an der Wehle werden sich am Freitag, 5. Juli von 18 bis 24 Uhr, am Sonnabend, 6. Juli von 10 bis 24 Uhr und am Sonntag, 7. Juli von 10 bis 17 Uhr öffnen.

Frisia Historica möchte mit Hilfe der weiteren friesischen Heerlager und befreundeten Wikingergruppen sowie der zahlreichen Händler, Handwerker und Marktbeschicker allen Besuchern und Interessierten wieder ein Eintauchen in die geheimnisvolle, abenteuerliche und entbehrungsreiche Zeit des Frühmittelalters ermöglichen.

Für die musikalische Unterhaltung werden die wurtfriesische Gruppe Wortsatia mit mittelalterlich-friesischen Klängen sowie die Bardin Jenny mit Lautenklang & Minnesang sorgen. Fehlen werden in diesem Jahr leider, die allseits beliebten Damen der Eiderstedter Tanzformation Mahbanu mit ihren mittelalterlich-orientalischen Tänzen. Ihnen war es aus verschiedenen Gründen nicht möglich an unserer Veranstaltung teilzunehmen, sie haben aber versprochen im nächsten Jahr wieder vor Ort zu sein. Dafür hat sich die Gewandschneiderei Florean nach einer kleinen Pause wieder mit mittelalterlichen Aktivitäten zurückgemeldet und freut sich ihre herrlichen und aufwendigen Kleider und Gewänder im Rahmen kleiner Modenschauen vorzustellen und zu präsentieren. Unterhaltung und Kurzweil versprechen außerdem die professionellen Feuergaukler der Gruppe Drachenrachen, welche mit einer kleinen Feuershow (als Appetithappen) am Freitagabend und einer spektakulären Feuershow am Sonnabendabend die Veranstaltungen jeweils gegen Mitternacht zu Ende gehen lassen werden.

Am Sonnabend ist wieder ein Umzug durch die Stadt und über den Marktplatz geplant.

Den Mitgliedern des eingetragenen und als gemeinnützig anerkannten Vereins Frisia Historica, welcher in Stedesand ansässig, ist es als Veranstalter erneut gelungen, einen tollen mittelalterlichen Markt mit vielen verschiedenen Handwerkern auf die Beine zu stellen.

So werden mittelalterliche Filzer, Töpfer, Schneider, Schmiede, Spielmacher, Seifensieder, Holzschnitzer und Bogenbauer bei der Ausübung ihrer Arbeiten zu beobachten sein, ihre Waren feilbieten und sicherlich auch als auskunftsfreudige Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

Selbstverständlich wird auch diesmal die mittelalterliche waffentechnische Ausbildung nicht zu kurz kommen. Die Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf, welche ebenfalls schon in den letzten Jahren in Niebüll zu Gast war, hat wieder ihr Kommen angekündigt. Man kann sich im Bogenschiessen ebenso wie im Axtwerfen messen. Und neben all diesen praktischen Möglichkeiten wird Waffenschmied Bernhard auch wieder viel Interessantes über die Entwicklung der Waffen im Mittelalter zum Besten geben und anschaulich machen.

Ein Magnet zum Mitmachen für die Kinder wird sicherlich erneut die mittelalterliche Knappenausbildung der Gruppe Viatores ad Arma werden, ohne die das Friesisch-Historische-Treyben kaum noch denkbar wäre und einige Heerlager werden dazu einladen, bei mittelalterlichen Spielen dabei zu sein, viele Handwerker werden nicht nur vormachen und erklären, sondern auch ausprobieren und mitmachen lassen.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung ist die auf dem Sportplatz der Jugendherberge stattfindende inoffizielle Weltmeisterschaft im „Gibseln“, einem mittelalterlich-friesischem Spiel, nicht ganz unähnlich dem moderneren Schlagball, nur ohne Ball, dafür mit zusätzlichem Stock, durchgeführt unter Federführung der Friisk Foriining.

Wie bei der ersten Veranstaltung dieser Art, wird es am Sonntagmittag um 12:30 Uhr an der Wehle wieder einen Taufgottesdienst geben, der allerdings aus privaten Gründen nicht von Herrn Pastor Dr. Winter, der dies im übrigen sehr bedauerte und versprach wenigstens am Freitag oder Sonnabend vorbei zu schauen, durchgeführt wird, sondern von seiner Kollegin Frau Pastorin Kilian-Heins aus Hattstedt.

Mit einem letzten Auftritt von Wortsatia wird dann am Sonntag um 17 Uhr das 3. Friesisch-Historische-Treyben zu Niebüll beendet werden.

Natürlich wird auch wieder für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt sein. „Die Einnahmen, die durch die kulinarische Versorgung der Besucher entstehen, werden zur Deckung der mit dem Treyben einhergehenden Kosten benötigt,“ weiß Stefan Nissen, der Vorsitzende von Frisia Historica. „Genauso wie die vielen großen und kleinen Spenden, die wir als gemeinnütziger Verein von Seiten der Geschäftswelt in und um Niebüll erhalten haben, für die wir sehr dankbar sind und ohne die diese Veranstaltung so nicht machbar wäre.“  Auf das Erheben eines Eintrittsgeldes werden die Initiatoren nach wie vor verzichten. Stattdessen wird wieder eine Spendenschatulle bereitgestellt.

 

Das Treyben im vergangenen Jahr       

Lasmoot wårde

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