Sollte der Hindenburgdamm umbenannt werden?

Historische Arbeitsgruppe des Nordfriisk Instituut tagt auf Sylt

BREDSTEDT/SYLT (NfI). Der Eisenbahndamm, der die Insel Sylt mit dem Festland verbindet, wurde 1927 fertiggestellt und nach dem damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg benannt. Er war es, der Adolf Hitler, den ?Führer? der NSDAP, 1933 zum Reichskanzler ernannte und damit der Errichtung der NS-Diktatur den Weg ebnete. Ist es heute noch angemessen, dass Straßen, Plätze oder ein Eisenbahndamm seinen Namen tragen? Mit dieser Frage befasst sich der Historiker Dr. Nils Hinrichsen bei einer Tagung der Arbeitsgruppe Geschichte des Bredstedter Nordfriisk Instituut am Sonnabend, 5. November, im Sylter Heimatmuseum in Keitum.

Die Friisk Foriining hatte zuletzt in Verbindung mit dem 75-jährigen Jubiläums die Umbenennung des Damms zwischen der Insel Sylt und dem Festland in ?Uwe-Jens-Lornsen-Damm? gefordert.

?Der Name Hindenburgdamm hat sich schon lange überlebt?, so Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining. Viele Friesen können sich durchaus eine Namensänderung vorstellen. Nach Auffassung der Friisk Foriining wäre die Benennung dieses bekannten Bauwerkes nach dem demokratischen Reformer und liberalen Vordenker der bürgerlichen Revolution in Schleswig-Holstein, Uwe Jens Lornsen (1793-1838), ein Zeichen für die demokratischen Traditionen Schleswig-Holsteins und insbesondere Nordfrieslands.

Zu Beginn der Veranstaltung um 15.00 Uhr informiert Sven Lappoehn, Geschäftsführer der Söl?ring Foriining, über ?Landeskunde und Geschichte in Sylter Museen?. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Es wird um Anmeldung im Nordfriisk Instituut gebeten: Tel.: (04671) 60120; Fax: (04671) 1333; E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de.

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