Adeline Petersen ist tot

Kennerin des Wiedingharder Friesisch und langjährige Sprachlektorin am Nordfriisk Instituut

BREDSTEDT (NfI). Im 71. Lebensjahr verstarb am 12. August 2011 in Kiel nach langer Krankheit die Sprachwissenschaftlerin Adeline Petersen, die sich um die Förderung der friesischen Sprache große Verdienste erwarb. Am 15. Oktober 1940 in Niebüll geboren, wuchs sie in der Wiedingharde auf, wo ihr Vater das Pumpwerk an der Wiedau als Ingenieur betreute. Ihre Kindheit war vor allem geprägt von seiner Muttersprache, dem Wiedingharder Freesk. Ihre Mutter sprach Mooringer Frasch.

Adeline Petersen war ein begabtes Kind des schleswigschen Grenzlandes und beherrschte dessen Sprachen, nämlich neben dem Friesischen das Dänische und das Deutsche, Plattdeutsch und Süderjütisch konnte sie sehr gut verstehen. Dazu kamen noch Westfriesisch, Niederländisch und weitere Sprachen. Sie besuchte vor allem dänische Schulen und machte 1962 in Tondern Abitur. Zum Studium ging sie in die Niederlande. In Groningen erwarb sie den Grad ?doktorandus?.

Nach verschiedenen Stationen in den Niederlanden und an der Nordfriesischen Wörterbuch­stelle der Kieler Universität war sie von 1994 bis 2008 im Nordfriisk Instituut in Bredstedt tätig. Mit der Herausgabe von Büchern und Schriften in friesischer Sprache und in zahlreichen Arbeits- und Forschungsvorhaben setzte sich Adeline Petersen für die Pflege und Weiterentwicklung des Friesischen ein. Der Verein Nordfriesisches Institut ernannte sie 2009 zu seinem Ehrenmitglied.

?Wir trauern?, schreibt Prof. Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut in einer WSürdigung, ?um eine angesehene Frisistin und tüchtige Autorin. Wir trauern aber auch um eine liebenswerte Kollegin, die wir nicht vergessen werden.?

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