Bundesverdienstkreuz für Renate Schnack

Für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement ist Renate Schnack aus Braderup (Kreis Nordfriesland) vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen überreicht die Auszeichnungen am Dienstag (9. Januar) im Gästehaus der Landesregierung in Kiel.

Renate Schnack aus Braderup hat sich mehr als drei Jahrzehnte lang gesellschaftlich engagiert und vor allem Verdienste in der Minderheitenpolitik erworben. Besonders während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Beauftragte für nationale Minderheiten und Volksgruppen, Grenzlandarbeit und Niederdeutsch der Ministerpräsidentin von 2000 bis 2005 hat sie entscheidende Impulse in diesem Bereich gegeben. Als „Botschafterin“ der Minderheiten hat sie sich für deren Belange auch bei der Bundesregierung und auf europäischer Ebene eingesetzt.
In der Zusammenarbeit mit den Sinti und Roma setzte sie sich für ein Integrationsprojekt an Kieler Schulen zur Verbesserung der Bildungschancen von Sinti-Kindern sowie für ein Wohnprojekt ein, dem sie auch heute noch aktiv verbunden ist. Weiterhin hat sie an den Empfehlungen einer Arbeitsgruppe der Landesregierung und des Dänischen Schulvereins für Südschleswig zur Gleichstellung der dänischen Minderheitenschulen mit den öffentlichen Einrichtungen mitgewirkt. Belange der friesischen Volksgruppe und der deutschen Minderheit in Nordschleswig hat sie in den Gremien auf Landes- und Bundesebene vertreten. Darüber hinaus engagierte sie sich für das Niederdeutsche. Einen wichtigen Akzent setzte Renate Schnack durch die Initiative zur Gründung des „DialogForumNorden“, in dem gemeinsame Interessen der Minderheiten beraten und deren Zusammenarbeit verbessert wurden.
Sie knüpfte Kontakte für die Minderheiten auch auf europäischer Ebene. Unter ihrem Vorsitz entwickelte sie den Beirat der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) zu einem beratenden Gremium von nationalen und regionalen Regierungsvertretern. Auf ihre Initiative hin entstand das Projekt „Cultures in Dialogue“. Auch an den Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten des 50-jährigen Bestehens der Bonn-Kopenhagener Erklärungen im März 2005 war sie beteiligt.
Renate Schnack unterstützt darüber hinaus seit über 30 Jahren Initiativen und Verbände und war seit Anfang der 90er Jahre auch kommunalpolitisch aktiv. Bis 1998 war sie Mitglied im Kreistag von Nordfriesland und vier Jahre lang Kreispräsidentin. Sie machte sich stark für den Erhalt der kulturellen Vielfalt, insbesondere für die Sprachenvielfalt, sowie für den Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark. Außerdem engagierte sie sich in der Gemeinde Braderup vier Jahre als bürgerliches Mitglied des Sozialausschusses sowie sechs Jahre in der Gemeindevertretung.

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