Friisk Foriining lehnt Kreisgebietsreform ab

Kreis Nordfriesland ist ein Stück friesischer Identität und soll es nach Meinung der Friesen auch bleiben

In Berlin fand in dieser Woche die Implementierungskonferenz zum dritten Staatenbericht zur europäischen Sprachencharta statt. Die Vertreter der Minderheiten diskutieren mit Vertretern der Bundesregierung die Situation der autochthonen Minderheiten in Deutschland.

Bei der Gelegenheit kritisierte der Friesenrat die geplante Kreisgebietsreform in Schleswig-Holstein, weil der Kreis Nordfriesland aufgelöst werden soll. Der Kreis Nordfriesland umfasst, abgesehen von der Insel Helgoland, das gesamte Siedlungsgebiet der friesischen Volksgruppe in Schleswig-Holstein. Vertreter der friesischen Volksgruppe befürchten, dass die mühsam errungenen sprach- und kultur-politischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte verloren gehen. In einem neuen Großkreis wird die friesische Volkgruppe an den Rand gedrängt.

Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining fordert die Erhaltung des Landeskreises Nordfriesland: ?Der 1970 geschaffene Kreis hat sich verwaltungstechnisch bewährt. Zudem entspricht er der historisch gewachsenen Identität der Bevölkerung. Die Identifikation der Bürger mit den kommunalen Strukturen ist für die erfolgreiche Umsetzung von Politik in vielen Bereichen unerlässlich, insbesondere auch für eine moderne Minderheitenpolitik.?

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Wård lastmoot önj e Friisk Foriining

Nais foon diling

E radiosiinjing "Nais foon diling" brängt arken däi foon moundi bit fraidi aktuäle tisinge üt Nordfraschlönj än trinambai.