DootemOuerschraft
03.09.2010 12. September in Bredstedt: Ein Fest der nordfriesischen Vielfalt
Vereine und Organisationen feiern rund um das Nordfriisk Instituut

BREDSTEDT (NfI). Am 12. September findet von 10 bis 17 Uhr in der Süderstraße in Bredstedt ein buntes Straßenfest statt. Der Aktionsausschuss „Sprachenland Nordfriesland“ nimmt das 40-jährige Bestehen des Kreises zum Anlass, die Vielfalt der nordfriesischen Kultur darzubieten, insbesondere die Sprachen, die von friesischen, plattdeutschen, hochdeutschen und dänischen Vereinen und Einrichtungen präsentiert werden.
Nach einem mehrsprachigen Gottesdienst in der Bredstedter St. Nikolai-Kirche wird Landrat Dieter Harrsen die Veranstaltung eröffnen. Ein reichhaltiges kulturelles Programm verspricht einen aufregenden Tag mit u. a. einem mittelalterlichen Lager, Trachtentanz, Theater, Musik, friesischem Sprach-Crash-Kurs, dänischen Pfadfindern, Namenskunde, Kochtipps von und mit Landfrauen oder Vogelkunde in den verschiedenen Regionalsprachen. Für die ganz Kleinen gibt es eine Hüpfburg, für Trödelverliebte einen Flohmarkt. Kreispräsident Albert Pahl wird unter den Teilnehmenden des Sprachrätsels einen Rundflug über Nordfriesland auslosen.
Als Zugabe findet um 19.00 Uhr in der Gemeinschaftsschule ein großes Chorkonzert in den Sprachen Nordfrieslands statt (Eintritt frei).
30.08.2010 Friesisch und Dänisch in Risum-Lindholm
In Risum-Lindholm können Interessierte auch in diesem Jahr wieder in jeweils 10 Doppelstunden Friesisch oder Dänisch lernen oder bereits vorhandene Kenntnisse vertiefen.

Friesisch für Fortgeschrittene bei Ute Jessen startet am Montag, 6.9., um 20 Uhr in der Risem Schölj/Risum Skole, Dorfstr. 91 in Risum-Lindholm. Anmeldungen können telefonisch unter 04661-8387 oder 5620, per Fax unter 04661-6498 oder auch per E-Mail unter Risem_Schoelj@skoleforeningen.de erfolgen.

Der nächste Anfängerkurs ”Frasch” beginnt im Januar 2011.

Zwei Dänischkurse werden von Sönke Klüver angeboten, einer für Anfänger (Beginn am Montag, 6.9.) und einer für Fortgeschrittene, für den das erste Treffen ebenfalls am Montag, 6.9., um 19.30 Uhr stattfindet. Anmeldungen nehmen Sönke Klüver, Tel. 04662-881842, oder Risem Schölj/Risum Skole entgegen.
27.08.2010 Nationale Minderheiten auch dieses Jahr beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung präsent















Von links: Martin Lorenzen (SSW), Johanna Evers (Saterfriesin), Judith Walde (Sorbin), Dieter Küssner (SSF), Johanna Christiansen (Friesenrat-Nord) und Marlene Christiansen (Nordfriesin) am Stand der nationalen Minderheiten am Tag der offenen Tür in Berlin. (Foto: Minderheitensekretariat)

Berliner leisten Unterschriften gegen die Kürzungen

FLENSBURG-BERLIN. Das Bundesministerium des Innern, das für die Belange der nationalen Minderheiten zuständig ist, gab auch dieses Jahr den Minderheitenverbänden die Gelegenheit sich am Tag der offenen Tür am 21. und 22. August mit einem eigenen Stand zu präsentieren.

Der Andrang der Bürgerinnen und Bürger, einen Blick hinter die Kulissen der Ministerien in Berlin zu werfen, war wieder sehr groß. Neben der Polizeihundestaffel, den Leistungssportlern oder einer Spree-Tour mit den Booten des THW konnte man sich wie im letzten Jahr aus erster Hand über die nationalen Minderheiten informieren.

Die dänische Minderheit nutzte die Chance darüber hinaus in Berlin, Unterschriften gegen die von der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung geplanten Kürzungen beim dänischen Schulwesen in Südschleswig zu sammeln. Hierbei wurde der Vorsitzende des Sydslesvigsk Forening (SSF) und des Gemeinsamen Rates der dänischen Minderheit, Dieter Küssner, sowie der Landesgeschäftsführer des SSW, Martin Lorenzen, engagiert von den Vertretern der anderen nationalen Minderheiten unterstützt.


11.08.2010 28. August: Ausflug zum Wikinger Museum Haithabu und zur A. P. Møller Skolen
Sommerausflug nach Schleswig

Die Friisk Foriining lädt Mitglieder und Freunde am Sonnabend, 28. August zu einem Sommerausflug nach Schleswig ein. Besucht wird das „neue“ Wikinger Museum Haithabu (www.schloss-gottorf.de/wmh), das in diesem Jahr – nach umfangreicher Renovierung und Umgestaltung – neu eröffnet worden ist.
Nach der Besichtigung der Wikingehäuser, einem anschließenden Rundgang durch die Museumshalle und einer Kaffeepause in der Cafeteria des Museums führt der Ausflug weiter zum neuen dänischen Gymnasium in Schleswig, der A. P. Møller Skole. Abfahrt ist um 12.30 Uhr ab Niebüll (Bahnhof), die Rückkehr wird für 18.30 Uhr erwartet.


Anmeldungen zum Sommerausflug werden bis 23. August im Vereins-Sekretariat entgegen genommen: Tel.: 04672-77520, Fax: -21, E-Mail: info@friiske.de
22.07.2010 ”Es ist nie zu spät… Einsprachigkeit ist heilbar“
”Es ist nie zu spät… Einsprachigkeit ist heilbar“ - unter diesem Motto macht sich vom 17. Juli bis zum 3. August eine Gruppe junger Menschen auf den Weg, um Europa zu bereisen. Doch nicht Urlaub ist angesagt - die Teilnehmer – alle Angehörige der europäischen Minderheiten - wollen auf ihrer Reise vor allem darauf aufmerksam machen, wie mehrsprachig Europa ist.

„Europa ist vielschichtig; es gibt eine enorme sprachliche und kulturelle Vielfalt, auch geprägt durch die kleinen und kleinsten Sprachen in Europa. Davon wissen aber die wenigsten Europäer. Mit unserem Netzwerk RML2future sind wir angetreten, durch öffentlichkeitswirksame Aktionen, diesen Missstand zu beheben und zugleich auf den Wert der Mehrsprachigkeit zu verweisen. Daher macht sich unser junges Team an mehrsprachlichen Minderheitenvertretern auf den Weg und wird aufzeigen, dass es mehr gibt, als „nur“ die großen Staatssprachen in Europa“, erklärt die Projektverantwortliche der FUEV (Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen), Judith Walde.

Die Tour - die von dem Projektpartner JEV (Jugend Europäischer Volksgruppen) organisiert wird - beginnt am Sonnabend, den 17. Juli in Ljouwert/Leeuwarden, Niederlande. Der erste Halt wird in Pécs / Fünfkirchen, Ungarn, gemacht, wo die Teilnehmer am Chorprojekt der JEV - dem Voices of Europe teilnehmen. Pécs selbst ist eine multikulturelle Stadt und in diesem Jahr die Europäische Kulturhauptstadt.

Danach geht die Reise weiter nach Trieste/Trst in Italien, um dort vor allem der slowenischen Minderheit einen Besuch abzustatten, bevor dann nach Südtirol, Bolzano/Bozen, aufgebrochen wird.Hier werden sich die Tour-Teilnehmer auf dem Marktplatz in das Gespräch mit den Bürgern wagen, um ihre Meinung zur Bedeutung der Mehrsprachigkeit in Europa zu erfahren. An den Bergen entlang, geht es dann in die Schweiz nach Graubünden zu den Rätoromanen und anschließend weiter in die Hauptstadt des Europarates, nach Straßburg. Abschließend wird dann bei der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien halt gemacht, um danach wieder am Ausgangspunkt in Friesland anzukommen.

„Die Fahrt wird sicher nicht so anstrengend, wie die Tour de France - aber die Teilnehmer werden in 17 Tagen ca. 4000 Kilometer zurücklegen und unermüdlich über die positive Bedeutung eines mehrsprachigen Europas berichten. Wir hoffen dadurch unseren Teil dazu beizutragen, für ein sprachen-freundliches und vielfältiges Europa zu werben“, so Hester Knol (Westfriesin aus den Niederlanden).
19.07.2010 Bretone zu Besuch bei der Friisk Foriining
Einsatz für Minderheitensprachen

Am 12. Mai 2010 ist der Bretone Emmanuel Le Merlus mit seinem Rad losgefahren. Knapp 2000 Kilometer hat er schon zurückgelegt. Rund 16000 Kilometer liegen noch vor ihm. Vom15. bis 18. Juli machte der 39-jährige Sprachaktivist aus der Bretagne Station bei der Friisk Foriining in Nordfriesland. Zuvor war er bei den Westfriesen in den Niederlanden und bei den Ostfriesen gewesen. "Ich möchte mit meiner Radtour durch Europa für den Erhalt von Minderheitensprachen einsetzen", erläuterte er.

Bisher sei ihm das ganz gut gelungen. So hatte er in Cornwall, Wales und Irland die Möglichkeit, mit Politikern zu sprechen oder einen Kindergarten zu besuchen, in dem Wert auf das Erlernen der regionalen Sprache gelegt wird. In den meisten Ländern haben die Minderheitensprachen ein Imageproblem, sagte Le Merlus.

Rund 80 Kilometer legt der Bretone pro Tag mit seinem Fahrrad zurück. Gut 45 Kilogramm an Gepäck schleppt er dabei auf seinem Rad mit. Das Pensum ist für den ambitionierten Fahrradfahrer sowie Natur- und Kulturliebhaber kein Problem. "Ich war in meiner Jugend ein begeisterter Radrennfahrer", sagt er. Viele bekannte französische Radchampions, darunter der fünffache Tour-de-France-Gewinner, Bernard Hinault, haben dem 39-Jährigen ein Anerkennungsschreiben für seinen langen Weg mitgegeben. Auf seiner Tour will Le Merlus viel über regionale Sprachen erfahren. Bei seiner Rückkehr, im Mai 2011, möchte er dann dem Europäischen Ratspräsidenten über seine Erfahrungen berichten.
13.07.2010 Naie termiin for gibselmania 2010: 4. septämber
E Friisk Foriining lååsit wi in tu en nai gibsel-turniir.
Huum lust heet, tört ham bloot malde bai üüsen jöögedkonsulänt Gary Funck unti bai üs awt sekretarioot.
30.06.2010 SSW optimistisch im Minderheitenkonflikt
Zum Bericht des „Nordschleswiger“, Ministerpräsident Carstensen habe sich mit dem dänischen Regierungschef Lars Løkke Rasmussen auf die Einrichtung einer gemeinsamen Kommission verständigt, die die Schulzuschüsse für beide Minderheiten südlich und nördlich der Grenze dokumentieren und klären soll, erklärt der SSW-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Flemming Meyer:

„Der Vorschlag der Haushaltsstrukturkommission, die Zuschüsse für die dänischen Schulen auf 85 % der öffentlichen Schülerkostensätze zu reduzieren, hat erhebliche Unruhe im deutsch-dänischen Verhältnis gestiftet. Die kompromisslose Haltung des Ministerpräsidenten hat bei vielen Menschen für Verärgerung gesorgt, von der dänischen Minderheit über die dänische Regierung bis hin zu CDU-Politikern im Landesteil Schleswig. Deshalb begrüßen wir, dass Peter Harry Carstensen jetzt die Chance ergreift, diesen Knoten zu durchschlagen.

Die dänische Regierung hat in den vergangenen Wochen mit steigender Vehemenz betont, dass die Ungleichbehandlung von deutschen und dänischen Schulkindern kein akzeptabler Weg der Haushaltskonsolidierung ist und dass Alternativen zu dieser Kürzung gesucht werden müssen. Insofern sind wir zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird, die die Gleichstellung der dänischen Schulkinder dauerhaft erhält und so den Frieden im Grenzland wiederherstellt.“
30.06.2010 10. und 11. Juli: 2. Friesisch-historisches Markttreyben in Stedesand
Frisia Historica lädt ein zum 2. Friesisch-Historischen Markttreyben, am Samstag, 10. Juli, von 10 bis 24 Uhr und am Sonntag,11. Juli, von 10 bis 17 Uhr.

Die mittelalterlichen Nordfriesen mit Sitz im Hunnebüllerkoog, Klinkerstr. 4 in Stedesand veranstalten zum zweiten Mal vor Ort, wiederum in Zusammenarbeit mit der Friisk Foriining, ein mittelalterliches Fest, das den Besuchern ein rundum mittelalterlich-kurzweiliges Vergnügen bietet. Jeder ist herzlich willkommen und muss nicht den üblichen Wegezoll verrichten.

Im Frühmittelalter, vor ca. 1200 Jahren, begann die Besiedlung unserer nordfriesischen Westküste durch die Friesen. Gleichzeitig erlebten die Wikinger den Beginn ihrer Blütezeit. Das damalige Miteinander zwischen den (Nord-) Friesen und den Wikingern lässt sich nicht zuletzt durch den historischen, inzwischen sogar touristisch aufgearbeiteten und speziell markierten „Wikinger-Friesen-Weg“ von St. Peter-Ording an der Nordsee bis nach Maasholm an der Ostsee nachvollziehen. Ein Eintauchen in diese Zeit möchten die derzeit 21 Mitglieder des eingetragenen und als gemeinnützig anerkannten Vereines Frisia Historica unter Mithilfe der weiteren friesischen Heerlager und befreundeten Wikingergruppen sowie der zahlreichen Händler, Handwerker und Marktbeschicker ihren Besuchern nahe bringen. Daneben wird die wurtfriesische Musikgruppe Wortsatia erwartet, die tagsüber mehrmals aufspielen und sogar mittelalterlich-friesische Klänge ertönen lassen wird. Für Unterhaltung und.Kurzweil sorgen auch die Eiderstedter Formation Mahbanu, die mit mittelalterlich-orientalischem Tanz etwas ganz besonderes für’s Auge bietet. Den visuellen Abschluss des Samstages bildet eine Abordnung der ausschließlich weiblichen Gruppe Mannstoll mit ihrer sehenswerten Feuershow.

Über beide Tage wird es diverse mittelalterliche Aktivitäten zum Mitmachen für groß und klein geben, u.a. hat auch eine Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf (www.schwertschaukampf.de) ihr Kommen angekündigt. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.
Auf Standgebühren wird zugunsten moderater Preise verzichtet, ebenso auf ein Eintrittsgeld. Stattdessen steht eine Spendenschatulle bereit. Der Verein freut sich über jede Einnahme, um die verschiedenen anstehenden Kosten zu decken. Insbesondere weil die finanzielle Förderung durch das Land Schleswig-Holstein über den Frasche Rädj dieses Mal leider ausgeblieben ist.
Daher sei auch noch mal allen Spendern insbesondere dem Friesencenter Niebüll, der Fa. Gerson, Sande, sowie der Zimmerei Struve, Stedesand, gedankt, die schon im Vorfeld für die Deckung eines Teiles der Kosten gesorgt haben.


Anlage: aktuelles Gruppenfoto
Weitere Auskünfte: Stefan Nissen, Klinkerstr. 4 in Stedesand 04662/881797 oder 0162-7073701


24.06.2010 Kärntner Slowenen solidarisch mit der dänischen Volksgruppe
Der Dänische Schulverein, zuständig für die Schulen der dänischen Minderheit im Bundesland Schleswig-Hollstein, soll in Zukunft pro Kind nur 85% von dem bekommen, was das Land für jedes Schulkind an einer öffentlichen Schule ausgibt. Im Gegensatz zu den dänischen Schulen werden die öffentlichen Schulen nach wie vor zu 100 Prozent gefördert. Sollte dieser Beschluss umgesetzt werden, müssten die Kinder an dänischen Schulen ein Sonderopfer von 4,7 Millionen Euro pro Jahr für die Sanierung des Kieler Landeshaushalts leisten. Die drastische Folge dieser Maßnahme: 22 der 47 dänischen Schulen im Norden wären ernsthaft in ihrer Existenz bedroht.

„Die Einheitsliste / Enotna lista (EL), eine Sammelpartei der slowenischen Volksgruppe in Kärnten und zugleich Partnerin des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW), verurteilt im Namen der slowenischen Volksgruppe aufs Schärfste die Bestrebungen der Kieler Landesregierung,“ so EL-Vorsitzender Vladimir Smrtnik.

Zugleich betont Smrtnik: „Die Kärntner Slowenen sind mit der dänischen Minderheit in jeder Hinsicht solidarisch und sehen in den Bestrebungen des Bundeslandes Schleswig-Hollstein eine ausgesprochene Diskriminierung. Angehörige der dänischen Minderheit zahlen zu 100 % dieselben Steuern wie alle anderen in Schleswig-Hollstein. Deshalb ist es nicht einzusehen, warum dänischen Kindern nicht dasselbe zustehen soll, wie Kinder an öffentlichen Schulen.“
16.06.2010 Schock für die Minderheit: Berlin will 1,5 Millionen Euro streichen
BDN-Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen spricht von einem »gewaltigen Tiefschlag«

Bei einem Treffen einer vom Hauptvorsitzenden des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), Hinrich Jürgensen, angeführten Delegation der deutschen Minderheit mit dem für die deutsche Minderheit zuständigen Staatssekretär Dr. Christoph Bergner (CDU) in Berlin gab es gestern eine Hiobsbotschaft zu verdauen: 1,5 Millionen Euro weniger will die Bundesrepublik künftig an den BDN überweisen.
800.000 Euro zusätzlich hatte die deutsche Bundesregierung der deutschen Minderheit in Dänemark in den letzten Jahren zugestanden, um vorgeschriebene Lohnsteigerungen verkraften zu können. Im Zuge der Finanzkrise hieß es dann aus Berlin, dass diese Extra-Zuwendungen künftig nicht mehr fließen sollten. Hinrich Jürgensen fuhr eigentlich nach Berlin, um diese Position mit dem Staatssekretär zu verhandeln. Doch der hatte dazu gar keinen Spielraum, im Gegenteil, die 800.000 Euro eingeschlossen will die Regierungskoalition im Rahmen ihres Sparpaketes nun 1,5 Millionen Euro weniger nach Apenrade überweisen als bisher.
Die Trümpfe im »Kampf an drei Fronten«, wie Hinrich Jürgensen seinen Einsatz für die Minderheit noch am Sonnabend im Nordschleswiger nannte, gehen ihm so langsam aus. »Ein gewaltiger Tiefschlag«, sagte er gestern. Die Streichungen aus Kiel, Kopenhagen und Berlin könnten, »wenn alles so durchgezogen wird«, 40 bis 50 Mitarbeitern des BDN und der Minderheitenverbände den Job kosten.
Am 7. Juli soll der vorläufige Bescheid der Berliner Sparkommission im Detail veröffentlicht werden. »Wir haben unsere Gesprächspartner in allen Parteien und werden nach dem 7. Juli intensive Gespräche führen«, so Hinrich Jürgensen. Auch mit dänischen Politikern soll gesprochen werden, denn der Anteil der Kosten, die der dänische Staat dann für die Minderheiten im Grenzland trägt, wird nach den neuen Sparplänen aus Berlin noch größer als die bisherigen 70 Prozent. »Außenpolitisch«, so Hinrich Jürgensen, »stellt sich die deutsche Regierung sehr schlecht dar, was Minderheitenfragen angeht«. Die dänischen Medien fragten ihn schon, was denn mit den Deutschen los sei, so Jürgensen – das Sparen bei der Minderheit »schadet dem Ruf Deutschlands!«
Für Hinrich Jürgensen und seine Mitstreiter geht es nun – erneut – darum, einflussreiche Politiker von den Anliegen der Minderheit zu überzeugen. Und diese wiederum müssen ihre Kollegen dazu bringen, anderswo Einschnitte hinzunehmen. Die endgültige Entscheidung wird im Herbst fallen und bis dahin wird es noch »ein heißer Sommer«, so Jürgensen.
11.06.2010 19.-23. Juli: Friisk Foriining auf Sprachreise durch NF
Friesische Sprachreise – einmal anders

Eine 5-tägige Fahrradreise mit dem Ziel, die Kenntnisse in der friesischen Sprache zu vertiefen und dabei Nordfriesland besser kennen zu lernen, bietet die Friisk Foriining in der Zeit vom 19. bis 23. Juli an.
Start und Ziel ist in Dagebüll, damit auch Insulaner teilnehmen können. Bei täglichen Strecken zwischen 30 und 40 Kilometern werden Besonderheiten der Marsch- und Geestlandschaft angesteuert, die nicht jedem bekannt sein dürften. Wer die Sprachreise lieber zu Fuß bewältigen möchte, kann dies auf verkürzten Strecken ebenfalls tun. Übernachtungen sind vorgesehen in Rutebüll (Jugendherberge), Fresenhagen (Rio Reiser Haus), Stollberg (Mühle) und Hattstedt (Mikkelberg). Für den Transport des Gepäcks wird gesorgt. Das Fahrrad muss mitgebracht werden.
Der Teilnehmerpreis beträgt 100,-. Anmeldungen sind zu richten an das Sekretariat der Friisk Foriining, Tel.: 04672-77520, Fax -21 oder Mail: info@friiske.de.
07.06.2010 Sechs Vorträge: 20. Nordfriesisches Sommer-Institut
Schafe, Friesen, Gärten, Lyrik, Orgeln und ein Jubiläum

BREDSTEDT (NfI). Zum 20. Mal lädt das Bredstedter Nordfriisk Instituut ein zu seiner Reihe „Nordfriesisches Sommer-Institut“. Die sechs Veranstaltungen wenden sich an alle Interessierten, Einheimische und Feriengäste gleichermaßen, und nicht nur an ein akademisches Fachpublikum. Sie geben unterschiedliche Einblicke in die vielgestaltige Kultur und Geschichte Nordfrieslands.

„Wolle, Fleisch und Käse“, unter dieser Überschrift schildert der Bauer und engagierte Friese Sönnich Volquardsen aus Tetenbüll zum Auftakt am Mittwoch, 30. Juni, im Bredstedter Bürgerhaus die Bedeutung der Schafwirtschaft für Nordfriesland, und zwar im Beisein der Lammkönigin. Die Veranstaltung steht in Verbindung mit den „Nordfriesischen Lammtagen“. Landtagspräsident Torsten Geerdts wird ein Grußwort sprechen.

Am Mittwoch, 14. Juli, geht es um „Friesisch in Fryslân“. Prof. Dr. Reinier Salverda, Direktor der Fryske Akademy in Ljouwert/Leeuwarden, schildert die Situation der friesischen Sprache und Literatur in den Niederlanden. Dr.-Ing Margita Meyer vom Kieler Landesamt für Denkmalpflege spricht am Mittwoch, 28. Juli, über Garten-Denkmalpflege in Schleswig-Holstein mit besonderem Blick auf Nordfriesland. Der Abend wird angeboten in Zusammenarbeit mit der Interessen gemeinschaft Baupflege Nordfriesland & Dithmarschen.

Der Sylter Friese und Dichter Jens Mungard wurde vor 125 Jahren geboren und starb vor 70 Jahren im KZ Sachsenhausen. Der Kieler Frisist Dr. Ommo Wilts würdigt am Mittwoch, 11. August, Mungards besondere Persönlichkeit, der Vortrag heißt „Friesische Lyrik als Widerstand“. Am Donnerstag, 26. August, beschreibt der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Konrad Küster von der Universität Freiburg unter dem Titel „Musik am Deich“ in der Kirche zu Langenhorn 500 Jahre Orgelkunst in Nordfriesland. Die Veranstaltung steht in Verbindung mit dem Langenhorner „Orgelsommer 2010“.

Die Bildung des Kreises Nordfriesland im Jahre 1970 jährt sich zum 40. Mal. Zum Abschluss der Vortragsreihe am Donnerstag, 9. September, würdigen Diplom-Soziologe Harry Kunz und Prof. Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut dieses Jubiläum mit einer Präsentation unter dem Titel „Einheit in Vielfalt“. Mitgetragen wird der Abend von der Instituts-AG für Geschichte.

Unterstützt wird das 20. Nordfriesische Sommer-Institut von der Nord-Ostsee Sparkasse und der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG. Die Vorträge beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird jeweils um eine Spende gebeten.
06.05.2010 Nordfriisk Instituut legt Informationsschrift vor
Nordfriesland und die Friesen

BREDSTEDT (NfI). Landschaftliche und kulturelle Vielfalt ist das besondere Kennzeichen Nordfrieslands. In Zeiten der Globalisierung bietet die Region zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine eigenständige Identität. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Bredstedter Nordfriisk Instituut vorgelegte Schrift „Nordfriesland und die Friesen“. Verfasser ist Institutsdirektor Thomas Steensen, der hier in prägnanter Form die Grunddaten zur historischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Region zusammengetragen hat.

Ein besonderes Gewicht der Darstellung liegt auf friesischer Sprache und Literatur. Der Bogen spannt sich dabei von der Herausbildung friesischen Eigenbewusstseins in der Zeit der Romantik über die intensiven Versuche, das Friesische im Schatten der Konfrontationen und Kriege des 19. und 20. Jahrhundert zu bewahren bis hin zur aktuellen sprach- und minderheitenpolitischen Diskussion. Die Bilanz, so schließt der Text, ist keineswegs hoffnungslos. „Die friesische Sprache, die seit über einem Jahrtausend zu Nordfriesland gehört, kann im 21. Jahrhundert in neuer Weise eine Rolle spielen.“

Die Schrift beruht auf dem Nordfriesland-Kapitel des vom Interfriesischen Rat 2006 im Verlag des Nordfriisk Instituut unter Professor Steensens Federführung herausgegebenen Bandes „Die Frieslande“, der schnell vergriffen war. Die Texte sind überarbeitet und aktualisiert. Die großzügige und ansprechende Gestaltung besorgte der Husumer Grafiker Rainer Kühnast.

Thomas Steensen: Nordfriesland und die Friesen. 32 Seiten. 3,50 Euro. Verlag Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt, NF – 2010.
Cover: Nordfriesland und die Friesen, Porträt: Professor Dr. Thomas Steensen
27.04.2010 6. Mai: Ausflug der Friisk Foriining
Friisk Foriining aw ütfluch

E Friisk Foriining lååsit da ålere lasmoote in for än törsdi, di 6. moi, tu en latjen ütfluch eefter Låålönj än Åktoorp. Tujarst wård et Toorpsmuseum Låålönj beseecht, weer intwasche mör as 2000 keere üt üülje tide ütstald san. Awäädrie jeeft et kafe än kååge önj e Achtruper Stuben.
Et gungt lüüs am e klook tou (14.00) foont Risem Schölj, Toorpstroote 91, än et wård am baded, ham önjtumalden bai Luise M. Clasen, tel.: 04661-5102 unti awt sekretarioot, tel.: 04672-77520.

Ausflug der Friisk Foriining

Der traditionelle Frühjahrsausflug für die älteren Mitglieder der Friisk Foriining führt am Donnerstag, 6. Mai, in das Ladelunder Dorfmuseum, wo die Teilnehmer die inzwischen über 2000 Ausstellungsgegenstände aus alter Zeit in Augenschein nehmen könnenn. Im Anschluss warten Kaffe und Kuchen in den Achtruper Stuben.
Die Abfahrt ist um 14 Uhr von Risem Schölj, Dorfstr. 91, in Risum. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen (04661-5102) oder an das Sekretariat des Vereins in Bargum (04672-77520).
21.04.2010 Mitgliederversammlung der Friisk Foriining mit Vortrag von Thede Boysen
Jahresrückblick mit Bildern

Die Mitgliederversammlung der Friisk Foriining findet am Donnerstag, 29. April, um 19 Uhr in der Gaststätte Johannsen, Dorfstr. 96 in Risum statt. Auf der Tagesordnung stehen Berichte, eine Powerpoint-Präsentation der wichtigsten Aktivitäten im Arbeitsjahr 2009/10, sowie ein Bericht von Thede Boysen über seine Arbeit als Sekretariatsleiter für die vier Minderheiten in Deutschland.

Es wird um Anmeldung gebeten, Tel. 04672-77520, Fax: -21, E-Mail: info@friiske.de
19.04.2010 Junge Friesen übten sich in friesischer Rechtschreibung















In kleinen Gruppen wurden Kurzreferate erarbeitet
(v.l.n.r.: Berit Nommensen, Jana Ewaldsen und Mona Jessen)

Erste friesische Wochenend-Hochschule wurde gut angenommen

Sehr zufrieden zeigte sich Organisator und friesischer Kulturkonsulent Gary Funck mit den Ergebnissen der ersten friesischen Wochenend-Hochschule „Friisk Huuchschölj“, die der Dachverband für friesische Sprache und Kultur, die Friisk Foriining, am vergangenen Wochenende in den Räumlichkeiten des Nordfriisk Instuuts in Bredstedt / Bräist durchführte.
Zehn junge Friesen und Friesinnen vertieften hierbei ihre Kenntnisse im Bereich der friesischen Rechtschreibung und Grammatik. „Durch den im Laufe der letzten Jahre angehobenen Status des Friesischen wird auch immer mehr Friesisch geschrieben und gelesen. Leider vermitteln die Schulen kaum Kenntnisse über die korrekte Schreibweise und die grammatikalischen Besonderheiten unserer Sprache“, beschreibt Kulturkonsulent Gary Funck die Ausgangsmotivation für die Etablierung dieser Bildungsreihe für junge Friesen im Studentenalter.
Auf anschauliche Weise vermittelte er einen Tag lang die Besonderheiten der friesischen Rechtschreibung und wies auf die zahlreichen grammatikalischen Stolperfallen hin, die das Friesische von seinen Nachbarsprachen unterscheidet. „Die Teilnehmer, die sich zum großen Teil aus den Reihen des Jugendverbandes Rökefloose zusammensetzten, unterhalten eigene Homepages, Internetforen und andere Medien, in denen sie ständig auf korrekte friesische Rechtschreibung angewiesen sind“, so Funck weiter, „und die beherrschen bislang leider nur wenige“. Aber diesem Zustand konnte an diesem Wochenende Abhilfe geschaffen werden.
Der Sonntag stand dann ganz unter dem Zeichen der friesischsprachigen Literatur. Die Teilnehmer erarbeiteten eigene Referate zu den einzelnen Autoren aus und präsentierten sie dann der gesamten Gruppe, um anschließend nach eingehender Diskussionen über Qualität und Motivation der jeweiligen Autoren zu sprechen.
„Mich hat besonders das Werk, der Mut, aber auch das Schicksal des Sylter Dichters Jens Mundgard berührt“, resümiert die Teilnehmerin Marie Hahn aus Enge. Der Sohn des Sprachforschers Nann Mundgard gilt als bedeutende Figur des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus und musste seinen literarischen Mut mit dem Tode im KZ Sachsenhausen bezahlen. „Solche Persönlichkeiten sind ein wichtiger Bestandteil unserer zeitgenössischen Geschichte und ich hoffe, dass ich Euch neugierig auf die vielen Facetten der unglaublich reichen friesischen Literaturlandschaft machen konnte“, gab Organisator Funck den Teilnehmern mit auf den Weg. Die nächste Wochenend-Hochschule ist bereits in Planung und wird sich dann mit der friesischen Geschichte befassen.

14.04.2010 Radiosiinjing ma frasche tisinge nü tu ark tid!
Sunt iin iir produtsiirt e Friisk Foriining arken däi foon moundi bit fraidi en kort radiosiinjing ma da aktuäle tisinge üt Nordfraschlönj än trinambai.
E siinjing lapt arken däi fjouer tooche aw e websiinjer Radio Magic Music.

Sunt diling nü koone jam e siinjing ouers as sünåmde podcast uk dan hiire, wan jam jüst smuul än tid 'ertu hääwe:
Uner "friiskforiining.podspot.de" fine jam arken däi ouf 10:20 e aktuäl radiosiinjing ma frasche tisinge, huuchwåådertide än en ütkiised spräkeuurd, spreegen än produtsiird foon Gary Funck.

Iinjfach friiskforiining.podspot.de as leesetiiken oufsääkere än dan än wan deer aw klike unti as startsid inruchte ;-)
12.04.2010 21. April: Vortrag von Sönnich Volquardsen im Lindholmer Knopp
”Protestler oder Heimatverräter”

Zu einem Vortragsabend über die dänischen Bewegung in Nordfriesland laden die Friisk Foriining, der SSW-Ortsverband Risum-Lindholm und die Elternvertretung von Risem Schölj am Mittwoch, 21. April, um 20 Uhr in den Nordfriesischen Gasthof in Lindholm ein.

Volquardsens mit historischen Fotos untermalter Vortrag umfasst das Aufkommen der dänischen Bewegung seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts, den Bau der ersten dänischen Schulen bis zum Beginn des 2. Weltkrieges und den rapiden Anwachsen der neudänischen Bewegung nach 1945.

Die aggressiven Auseinandersetzungen mit der deutschen Seite werden ebenso behandelt wie die Entstehung der Bonn-Kopenhagener Erklärung von 1955, wodurch vor allem die Arbeit des dänischen Schulwesens in Südschleswig sowie die politische Vertretung in Kiel auf eine feste Grundlage gestellt wurden.
09.04.2010 Sprachenfest Nordfriesland am 12.09.2010 in Bredstedt
BREDSTEDT (NfI.) In diesem Jahr wird am 12. September in Bredstedt das „Sprachenfest Nordfriesland“ gefeiert. Der Aktionsausschuss „Sprachenland Nordfriesland“ nimmt das 40-jährige Bestehen des Kreises Nordfriesland zum Anlass, ein Fest zu initiieren, auf dem sich die sprachliche Vielfalt der Region auf vielfältige Weise präsentiert. Bei einem ersten Vorbereitungstreffen im Nordfriisk Instituuts haben zahlreiche Vereine und Institutionen schon ihre Beteiligung zugesichert. Auf dem Programm stehen jetzt schon ein mehrsprachiger Gottesdienst, Theateraufführungen und reichlich Musik. Neben den Präsentationen der teilnehmenden Organisationen kann auch ein mittelalterliches Lager besucht werden.
Den ganzen Tag über wird in Bredstedt einiges für die Gäste des Festes geboten.
07.04.2010 29. april: lasmootefersoomling foon e Friisk Foriining
We måån de/jam heerma hartlik inlååsie tu e lasmootefersoomling foon e Friisk Foriining, än törsdi, di 29. önj e gjarsmoune am e klook soowen önj Johannsens krouf önj Risem.
Aw e däisfüli stönje beruchte, unermååld ma filme än bile üt et fersiinslaawen 2009/10.
Awäädrie stalt Thede Boysen sin årbe as sekretariaatsliidjer for e fjouer manerhäide önj Tjüschlönj for.
Lök deertu uk jü bailäid däisfüli.
Wees sü gödj än mald de/jam önj aw üüs sekretarioot, tel. 04672-77520, faks -21, iimäil info@friiske.de.
06.04.2010 Neue Impulse beim 2. interfriesischen Jungbauerntreffen











Die Besichtigung im dänischen Højer hatten sich die westfriesischen Gastgeber ausdrücklich gewünscht.

Friesen haben den Dreh raus

Das zweite interfriesische Jungbauerntreffen in Nordfriesland ist zu Ende. Bereits zum zweiten Mal hatten zwischen dem 29. März und dem 1. April angehende Landwirte der Landwirtschaftsschule in Bredstedt und der AOC Friesland in Leeuwarden gemeinsam Betriebe besucht und über den aktuellen Stand ausgetauscht. „Informativ“ und „lehrreich“ lautet durchgängig das Urteil der Gruppe. Auf dem Programm standen für die insgesamt 64 Schülerinnen und Schüler der Besuch eines Milchvieh-Ackerbaubetrieb und einer Groß-Schlachterei in Dänemark, in Nordfriesland eine Schäferei und weitere Betriebe. Keiner der Jungagrarier ließ sich die Gelegenheit entgehen, exklusive Blicke hinter die Kulissen zu werfen und gleichzeitig Informationen aus erster Hand zu bekommen. Die jeweiligen Eigentümer bzw. Produktionsleiter wurden regelrecht mit Fragen gelöchert. Die 22 westfriesischen Jungbauern standen dabei ihren zukünftigen Kollegen aus Bredstedt, 42 Schüler und Schülerinnen der beiden Klassen der einjährigen Fachschule für Landwirtschaft, in Nichts nach. Schließlich hat man nicht jeden Tag die Gelegenheit, erfahrenen Landwirten über die Schulter zu schauen.

Vor allem den Besuch dänischer Betriebe nutzen die neugierigen Jungbauern, um deren Wirtschaftsweise und Innovationen kennen zu lernen. In Dänemark wird zwar auch Landwirtschaft betrieben – die Rahmenbedingungen unterscheiden sich allerdings erheblich von denen deutscher Betriebe, stellten die Besucher fest. Das war auch für die Bredstedter sehr interessant.

Möglich gemacht hat das Ganze der Friesenrat, der seit über 50 Jahren seine interfriesischen Kontakte zum regelmäßigen Austausch nutzt. „Man muss das Rad nicht immer wieder neu erfinden“, sagt Friesenrats-Geschäftsführerin Petra Hansen. Dank des Sponsors NOSPA konnte die Gruppe das dicht gepackte Programm per Bus gut bewältigen. Doch auch der Spaß kam nicht zu kurz: neben den Verköstigungen ging es per Fahrrad vom Amsink Haus zur Hamburgerhallig. Durch die Unterbringung der Westfriesen bei ihren nordfriesischen Gastgebern gab es reichlich Zeit zum Fachsimpeln. Dass sich aus den Kontakten Freundschaften entwickeln könnten, zeigt das spontane Fest im Husumer Brauhaus, das die Schüler selbst organisierten.

Das nächste Jungbauerntreffen soll nächstes Jahr in Westfriesland stattfinden.
01.04.2010 8. april: Frasche eeftermadi önjt Galerie-Café
E Friisk Foriining lååsit åle ålere lasmoote tu en meekliken eeftermadi, än törsdi, di 8. önj e gjarsmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Café önj Lunham. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102 unti awt sekretarioot, 04672-77520. Naie diiljnaamere san hartlik wäljkiimen.

Friesischer Nachmittag im Galerie-Café

Der nächste friesische Nachmittag, zu dem die Friisk Foriining ihre älteren Mitglieder einlädt, findet am Donnerstag, 8. April, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Vereinssekretariat, 05672-77520. Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.
25.03.2010 2. April: Flohmarkt und Mittelalter in Stedesand
Flohmarkt und Mittelalter

Der im Hunnebüllerkoog, Klinkerstr. 4 in Stedesand beheimatete mittelalterlich-friesische Verein Frisia Historica veranstaltet am Karfreitag, 2. April, ab 10 Uhr auf heimatlichem Gelände einen Scheunenflohmarkt, auf dem, unabhängig vom Mittelalter, alles mögliche und unmögliche (allerdings keine Neuwaren) angeboten werden wird und lädt außerdem zur Besichtigung seines mittelalterlichen Lagers ein.

Wie Stefan Nissen, Häuptling des hiesigen Friesenstammes mitteilt, steht die Eröffnung der diesjährigen mittelalterlichen Lagersaison, mit der Ende des Monats stattfindenden Walpurgisnacht, welche vom Verein traditionell beim Burgspektakel in Bad Bodenteich in der Lüneburger Heide verbracht wird, in Kürze an.
Den nach der langen Winterpause zur Überprüfung notwendigen Aufbau des kompletten Lagers, möchte man nun nutzen, um sich der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren und um mit dieser sowie Freunden, Bekannten und Verwandten ein paar nette Stunden in gemütlicher Atmosphäre zu verbringen.

Viele Vereinsmitglieder sind leidenschaftliche Flohmarktbesucher und oftmals lässt sich gerade hier, für dieses spezielle Hobby, das eine oder andere tolle Schnäppchen machen. So lag der Gedanke nahe, auch selbst einmal einen Flohmarkt zu veranstalten. Marktbeschicker, auch von außerhalb des Vereins, waren schnell gefunden, und so wird man in der Scheune im Hunnebüller Koog nach Herzenslust stöbern und feilschen können.
Drumherum lässt sich gleichzeitig ein Stück Mittelalter erfahren, entdecken, bestaunen und erleben. Es werden Aktivitäten zum Mitmachen angeboten und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt werden.
Da die Kombination Flohmarkt und Mittelalter bei ihrer Premiere im letzten Frühjahr gleich so gut angenommen wurde, beschloss der Verein, diese Veranstaltung zu einer festen Institution werden zu lassen. Zu diesem Anlass sollen auch die zukünftigen Vereinsmitglieder, die ihre Anwartschaft im vergangenen Jahr erfolgreich absolviert haben, feierlich in die Sippe aufgenommen werden.

In diesem Zuge möchte der Verein auch noch einmal auf seine Internetpräsenz unter www.frisiahistorica.de hinweisen.

Für evtl. Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stefan Nissen, Klinkerstr. 4 in 25920 Stedesand, Tel. 04662/881797.
15.03.2010 26. März: Lottoabend in Risum
Alle sind herzlich eingeladen zu einem gemütlichen Lottoabend,
am Freitag, 26. März, um 19.30 Uhr
in der Turnhalle von Risem Schölj,
Risum-Lindholm, Dorfstr. 91.

Das Verspielen findet statt unter der Leitung von Willi Volquardsen, der die Zahlen in bewährter Art auf hoch- und plattdeutsch ausrufen wird.
Es gibt wieder viele spannende Preise zu gewinnen! Mit dem Erlös sollen die Spielgeräte an die dänisch-friesische in Risum erneuert werden.
13.03.2010 20. März: Erster Friesischer Song-Contest in Bredstedt
Abschlussveranstaltung des Friesischen Liederwettbewerbs
mit großer Gala in Bredstedt

Die Abschlussveranstaltung mit Präsentation der besten neuen friesischen Lieder findet am 20. März um 14.00 Uhr in Bredstedt statt, und zwar im Alten Heizwerk.
RSH-Moderator Carsten Kock führt durch ein unterhaltsames Programm, das ausschließlich aus neuen friesischen Liedern besteht. Insgesamt 27 Teilnehmer hatten ihre Lieder zum ersten friesischen Musikwettbewerb eingereicht. Eine sachkundige Jury hat entschieden und drei Preise vergeben. Wer das Rennen gemacht hat, wird erst auf der Gala enthüllt. Doch bereits jetzt ist klar: Die besten Lieder werden live gesungen und reichen musikalisch von Reggae bis zu klassischen Volksliedmelodien.

Der Frasche Rädj, Friesenrat Sektion Nord e. V, hatte im letzten Jahr Musikgruppen, Bands, Solisten und Chöre zu einem Musikwettstreit eingeladen. „Bereits vor dem offiziellen Einsendeschluss Mitte Dezember zeichnete sich eine tolle Beteiligung ab“, sagte Erk Hassold, Vorsitzender des Friesenrates. „Ich war selbst überrascht, wie viele Gruppen sich gemeldet haben. Das allein zeigt mir, dass wir mit dem Wettbewerb eine Marktlücke gefunden und geschlossen haben.“

Zum Wettbewerb konnten sowohl selbst komponierte Lieder als auch bereits vorhandene Melodien eingereicht werden – Hauptsache die Texte sind auf Friesisch. 27 Starter nahmen die Herausforderung an. Hassold: „Alter spielte keine Rolle.“ Darum sind unter den Teilnehmern neben gestandenen Chormusikern auch junge Talente, die noch die Schulbank drücken. „Eine Texterin ist erst 9 Jahre alt“, berichtet Hassold.

Die Preise wird Frau Caroline Schwarz, die Minderheitenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, übergeben.

„Der Friesenrat wird aus dem Live-Mitschnitt der Auftritte eine CD produzieren. Ich hoffe, dass auf diesem Weg friesische Musik den Weg zu möglichst Vielen finden wird“, sagte Hassold. „Unser Ziel muss es bleiben, friesischen Talenten eine Chance zu geben, in ihrer Muttersprache zu punkten.“
02.03.2010 14. März: 3. Risumer Basar in Risem Schölj
Am Sonntag, 14. März, findet in der Turnhalle der „Risem Schölj/Risum Skole“, Dorfstr. 91 in Risum von 13 bis 16 Uhr ein Basar für Baby- und Kinderbekleidung mit Kaffee und Kuchen statt. Interessierte (nicht gewerbliche) Verkäufer/-innen können sich ab jetzt bei Christina Venz, Tel. 04661/902736 anmelden. Der Erlös der Veranstaltung wird an den Kindergarten „Risum Børnehave“ gehen.
19.02.2010 11. märts: Frasche eeftermadi önj Lunham
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11. März: Friesischer Nachmittag im Galerie-Café

Der nächste friesische Nachmittag, zu dem die Friisk Foriining alle Mitglieder über 60 einlädt, findet am Donnerstag, 11. März, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102. Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.
19.02.2010 Sorbische Solidarität für friesische Anliegen














Thede Boysen (links) und Dr. Peter Kroh

Vortrag über Jan Skala, einen Kämpfer für Minderheitenrechte

BREDSTEDT (NfI). Der Sorbe Jan Skala (1889-1945) und der Friese Johannes Oldsen (1894-1958) fochten in den 1920er Jahren Seite an Seite für die Rechte der Minderheiten in Deutschland. Skalas Enkel Dr. Peter Kroh referierte darüber im Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Organisiert hatte die Veranstaltung, die getragen wurde von der Friisk Foriining, der Sydslesvigsk Forening, dem Sydslesvigsk Oplysningforbund und dem Nordfriisk Instituut, der Vorsitzende des Institutsvereins Thede Boysen, Großneffe von Johannes Oldsen.

Jan Skala war der Sohn eines Steinbrucharbeiters und einer sorbischen Trachtennäherin. Er wollte eigentlich Lehrer werden, musste sich aber mit einer Ausbildung zum Porzellanmaler begnügen, das berichtete Peter Kroh. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete Skala dann allerdings als Zeitungsredakteur und engagierte sich in den Organisationen der sorbischen Minderheit, die sich einer restriktiven Politik der deutschen Obrigkeit gegenübersah. Im Jahre 1924 hatte Skala maßgeblichen Anteil an der Bildung des Verbandes der nationalen Minder heiten in Deutschland, an dem sich auch die Nationalen Friesen in dem von Oldsen gegründeten Friesisch-schleswigschen Verein beteiligten. Skala war Chefredakteur der Verbandszeitschrift „Kulturwehr“, in der auch häufig das Anliegen der Friesen thematisiert wurde. So ging es zum Beispiel für die Minderheiten auch damals um eine angemessene Berücksichtigung ihrer Sprachen und ihrer Geschichte im Schulunterricht.

Gemeinsam bemühte man sich, so der Referent, die friesische Minderheit in den seinerzeit in Genf tagenden Europäischen Nationalitätenkongreß zu integrieren. Dagegen wandte sich – von Oldsen und auch von Skala scharf kritisiert – 1926 der Nordfriesische Verein mit den „Bohmstedter Richtlinien“, in denen ein Minderheitenstatus für die Friesen strikt abgelehnt wurde. Als daraufhin eine Aufnahme der Nationalen Friesen scheiterte, zog sich auch der Verband der nationalen Minderheiten von dem Kongress zurück. Diesen Konflikt, der nur vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung um die 1920 neu festgelegte deutsch-dänische Grenze zu verstehen ist, hat Prof. Dr. Thomas Steensen in seiner Dissertation über „Die friesische Bewegung in Nordfriesland im 19. und 20. Jahrhundert“ bereits im Jahre 1986 aus friesischer Sicht eingehend dargestellt, darauf wurde in der Aussprache zu dem Vortrag hingewiesen. Die Friesen spielten 1926, so hieß es angesichts des Aufsehens in der damaligen politischen Öffentlichkeit, eine „kleine Weltrolle“.

Peter Kroh berichtete vom tragischen Schicksal Jan Skalas, den die Nationalsozialisten als Sorben drangsalierten und mit Berufsverbot belegten. Er, der den Einmarsch der Roten Armee als Befreiung empfand, wurde von einem betrunkenen Sowjetsoldaten erschossen. Nachzulesen sind die Erkenntnisse in Krohs Buch „Nationalistische Macht und nationale Minderheit. Jan Skala. Ein Sorbe in Deutschland“. Das Zusammenwirken von Sorben und Friesen in den kritischen 1920er Jahren, so Thede Boysen und Peter Kroh abschließend, bilde eine wichtige Inspiration für die heutige fruchtbare Kooperation.
14.02.2010 Friisk Foriining gedenkt Jens E. Mungard
Kranzniederlegung in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen

Am 13. Februar vor 70 Jahren starb der friesische Dichter Jens E. Mungard im KZ Sachsenhausen nördlich von Berlin. Aus diesem Anlass legte eine Delegation der Friisk Foriining in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers einen Kranz für den bedeutendsten Literaten der nordfriesischen Sprache nieder. Empfangen und durch die Gedenkstätte geführt wurden die friesischen Vertreter von der stellvertretenden Direktorin Monika Knop.


„Mit seiner tiefen Verwurzelung in der friesischen Sprache und seinem unbeugsamen Freiheitswillen ist uns Jens Mungard noch heute ein Vorbild und eine ständige Mahnung, diese urmenschlichen Werte zu vertreten. Mungard gilt über sein künstlerisches Schaffen hinaus als einer der Väter der friesischen Bewegung“, erklärte Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining.

Der Friese Mungard, der sich trotz erheblichen Drucks nicht anpasste, ist auch als Beispiel für gelebte Zivilcourage gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin dargestellt.
12.02.2010 21. Februar: Biikebrennen in Risum-Lindholm
RISUM-LINDHOLM. Die örtlichen Friesenvereine laden Interessierte von nah und fern zum Biikebrennen nach Risum-Lindholm ein. Das Feuer wird am Sonntag, 21. Februar, um 19 Uhr in Lindholm am Üülje Browäi entfacht. Das anschließende Fest mit einer stärkenden Grünkohlsuppe findet ab 20 Uhr in der Gaststätte ”Fraschlönj” im Ortsteil Risum statt. Nach der Biike-Rede, dieses Jahr gehalten von Arno Ulrichs, Mitglied des Friesenrats, Sektion Ostfriesland, präsentiert der Rökefloose das friesische Theaterstück "Scharp as kniwinge“. Anschließend wird DJ Dirk Bork von "Radio Magic Music" für gute Stimmung sorgen.

Am Montag, 22. Februar, feiern ca. 150 Schul- und Kindergartenkinder aus Risum-Lindholm, Fahretoft, von der dänischen Schule Bredstedt und von der Erzieherfachschule gemeinsam ihre „Bjarnebiike“. Ausrichter ist in diesem Jahr die Risem Schölj in Risum. Das Programm, das vor allem Gesang und mehrere friesische Theaterstücke umfasst, beginnt um 9.30 Uhr mit dem Abbrennen einer Mini-Biike. Für das leibliche Wohl sorgen die Friesenvereine.
09.02.2010 17.2.: Lesung "Der Sorbe Jan Skala und die Minderheiten in Deutschland"
Friisk Foriining, Sydslesvigsk Forening (Husum amt) und das Nordfriisk Instituut laden gemeinsam ein zu einer

Lesung mit Dr. Peter Kroh: Der Sorbe Jan Skala und die Minderheiten in Deutschland

Gegen die nationalistische Macht

BREDSTEDT. Jan Skala war deutscher Staatsbürger sorbischer Nationalität und ein führender Vorkämpfer für die Rechte der europäischen Minderheiten. An diesen streitbaren Europäer erinnert der Autor Dr. Peter Kroh in seinem Buch „Nationalistische Macht und nationale Minderheit. Jan Skala (1889-1945). Ein Sorbe in Deutschland“. Er liest daraus am Mittwoch, 17. Februar, 19.30 Uhr im Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Moderator ist Thede Boysen, Vorsitzender des Institutsvereins.

Jan Skala (1889-1945) war von 1925 bis zum Berufsverbot durch die Nationalsozialisten 1933 Chefredakteur der „Kulturwehr“. Die Zeitschrift des Verbandes der nationalen Minderheiten in Deutschland erörterte Probleme der Minoritäten, die nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in sehr vielen europäischen Ländern lebten. Breit behandelt wurde der Alltag der in Deutschland lebenden Polen, Dänen, Friesen, Sorben, Litauer. Beharrlich forderte Skala verbriefte Rechte für die Minderheiten gemäß Artikel 113 der Weimarer Verfassung; kritisierte faktenreich eine die Minderheiten benachteiligende Schulpolitik und setzte sich mit chauvinistischen Auffassungen auseinander. In seiner Lesung geht Peter Kroh der Frage nach, ob aus dem Leben und Wirken Skalas Impulse bis in die Minderheitenpolitik der Gegenwart reichen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
04.02.2010 10. februar: Frasche eeftermadi ma loto
Frasche eeftermadi ma loto

E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 10. önj e biikenmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Cafe önj Lunham. Dåttooch wårt er loto am hu latje prise spaald. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102 unti awt sekretarioot, 04672-77520. Naie diiljnaamere san hartlik wäljkiimen.

Friesischer Nachmittag mit Verspielen

Der nächste friesische Nachmittag, zu dem die Friisk Foriining alle Mitglieder über 60 einlädt, findet am Mittwoch, 10. Februar, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Diesmal wird mit den Teilnehmern ein internes Verspielen von kleinen Preisen durchgeführt. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Vereins-Sekretariat in Bargum, 04672-77520. Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.
04.02.2010 8.-10. Februar in Eupen: Regionalkonferenz zur Mehrsprachigkeit
Eine Regionalkonferenz des Netzwerkes „RML2future“ – Netzwerk für Mehrsprachigkeit und sprachliche Vielfalt in Europa, findet vom 8. bis 10. Februar in Eupen, Belgien, bei der Deutschsprachigen Gemeinschaft statt. Das deutsch-dänische Grenzland ist durch die deutsche Minderheit / dem Deutschen Schul- und Sprachverein und der dänischen Minderheit / Dansk Skoleforening und der Friisk Foriining vertreten.

Insgesamt haben sich rund 60 Teilnehmer aus verschiedenen mehrsprachigen Regionen Europas angemeldet; unter anderem aus dem deutsch-dänischen Grenzland, Nordfriesland und der Lausitz in Deutschland, aus Kärnten und dem Burgenland in Österreich, aus Westfriesland in den Niederlanden, Südtirol in Italien, der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien sowie Graubünden aus der Schweiz.
19.01.2010 5. februar: Frasch wunterfäst aw "Fraschlönj" önj Risem
Friisk Foriining feiert Winterfest in Risum

Die Friisk Foriining lädt alle Mitglieder und Freunde des Vereins zum Winterfest mit Grünkohlessen ein, das am Freitag, 5. Februar, in der Gaststätte „Fraschlönj“ in Risum-Lindholm (Dorfstr. 95) stattfindet. Beginn ist um 19 Uhr. Nach dem Grünkohlessen präsentiert die Jugendgruppe DOLORES das Theaterstück „Macbeth än da hakse“, und Hilke Rudolph präsentiert Kabaret und Petuh. Anmeldungen für das Winterfest werden bis zum 1. Februar im Sekretariat in Bargum entgegengenommen, Tel. 04672-77520, Fax -21, E-mail info@friiske.de.


Frasch wunterfäst önj Risem

E Friisk Foriining lååsit lasmoote än waane in tut wunterfäst ma gräinküüljääsen, än fraidi, di 5. februar am e klook soowen aw "Fraschlönj" önj Risem (Toorpstroote 95). Et jöögedteooter DOLORES spaalt „Macbeth än da hakse“, än Hilke Rudolph unerhålt ma kabarät än petuh. Följk koon ham önjmalde bit tu e 1. februar awt sekretarioot önj Beergem, tel. 04672-775-20, faks -21, iimäil: info@friiske.de.
25.12.2009 Frisia Historica mit erfolgreicher Jahresbilanz
Witterungsbedingt neigte sich die Saison für die Mitstreiter des friesisch-mittelalterlichen Vereins Frisia Historica schon seit längerem ihrer Winterpause entgegen. Nachdem nun aber die Jahreshauptversammlung und auch das traditionelle Winterfest mit Erfolg durchgeführt wurden, kann 2009 getrost abgehakt und die Planungen für das neue Jahr in Angriff genommen werden.
Auf der Jahreshauptversammlung verwies Stefan Nissen, erster Vorsitzender des Vereins, rückblickend auf die rege und erfolgreiche Vereinsarbeit, die sich nicht zuletzt in der großen Anzahl von Aktivitäten, sondern auch an deren Vielfältigkeit und an der teilnehmenden Mitgliederzahl ablesen lies.
So wurden wieder viele schöne mittelalterliche Märkte und Lager besucht und viele neue Eindrücke, Erfahrungen und Bekanntschaften gewonnen. Stellvertretend hervorgehoben wurde hier die gemeinsame Pfingsttour nach Ostfriesland und „Bruder Tuck“, vom Markt in Bad Bodenteich. Man konnte wieder auf einer Hochzeit für Tumult und Aufsehen sorgen, hat die örtliche Feuerwehr in Stedesand noch wehrhafter (Bogenschießen) gemacht, vertiefte die guten Kontakte zur Friisk Foriining, dem der Gesamtverein als Mitglied angehört und sorgte nicht zuletzt mit diversen internen Aktivitäten für ein lebendiges und harmonisches Vereins-leben. Als weiterer Punkt der dem Verein sehr am Herzen liegt, wurde die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten genannt. Hierzu fand im abgelaufenen Jahr auch einiges statt. So besuchte man immerhin drei Schulen und einen Kindergarten, um hier spielerisch Wissenswertes rund um das Mittelalter – auch im Zusammenhang zu unserer friesischen Heimat – zu vermitteln.
Auch die auf heimischem Terrain im Hunnebüller Koog ausgerichtete und rundum gelungene Frühjahrsveranstaltung mitsamt Scheunenflohmarkt und "Tag des offenen Zeltes" und dem gemütlichen Ausklang beim Lagerfeuer wurde als voller Erfolg bezeichnet und soll im kommenden Jahr am Karfreitag, den 02. April 2010 wiederholt werden. Mit einem feierlichen Ritual werden hierbei dann auch die erfolgreichen AnwärterInnen als vollwertige Vereins-mitglieder aufgenommen.
Und auch ein friesisch-historisches Wochenende soll es 2010 wieder geben. Diesmal wird es am zweiten Juliwochenende, am Sonnabend (10.) und Sonntag (11. Juli) stattfinden, wiederum auf dem Hof der Familie Nissen und der daran grenzenden Fenne aus dem Besitz von Jens Sönnichsen aus Legerade, der freundlicherweise seine Zustimmung gegeben hat. Wie schon bei der ersten erfolgreichen Veranstaltung anno 2008 wird es wieder mittelalterlich heiß hergehen im Hunnebüller Koog, sämtliche Sinne sollen angesprochen, ja verwöhnt werden, für die ganze Familie soll der Besuch zu einem kurzweiligen mittelalterlich-friesischem Abenteuer werden. Da man wieder plant, keinen Eintritt zu nehmen, hofft man von Seiten des Vereins noch auf eine öffentliche Förderung des Landes bzw. auf die erneute großzügige Spendenbereitschaft der Sponsoren, welche auch zur Durchführung des ersten friesisch-historischen Wochenendes beigetragen haben.
Für evtl. Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stefan Nissen, Klinkerstr. 4 in 25920 Stedesand, Tel. 04662/881797. www.frisiahistorica.de
19.12.2009 3. bis 6. Februar: 50. Interfriesisches Bauerntreffen
Wie Bauern lernen…
Anmeldefrist für 50. Interfriesisches Bauerntreffen läuft!

Wie erhält ein westfriesischer Gemüsebauer über viele Jahre einen guten Kontakt zu seinem Abnehmer, einer großen Supermarktkette? Warum sind westfriesische Schweinehalter so erfolgreich? Antworten auf diese und viele anderen Fragen zu Landwirtschaft und Absatz können interessierte Landwirte beim traditionellen Bauerntreffen gewinnen. Am 3. Februar geht es los: Richtung Froubuorren / Vrouwenparochie in den friesischen Niederlanden, wo am ersten Abend der Geschichte der Bauerntreffen gedacht wird, die europaweit ihres gleichen suchen.
Seit einem halben Jahrhundert steht alljährlich der Erfahrungsaustausch unter den friesischen Bauern fest auf dem Terminkalender vieler Landwirte. Abwechselnd findet das Bauerntreffen in Westfriesland (Niederlande), Ost- und Nordfriesland statt.
Diesmal also Westfriesland. Vom 3. bis zum 6. Februar stehen zahlreiche Besichtigungen auf dem Programm. Aber auch das Kennenlernen und gemütliche Beisammensein kommen nicht zu kurz. „Dieses Jahr haben sich die westfriesischen Gastgeber wirklich etwas einfallen lassen,“ sagt Petra Hansen, Geschäftsführerin des Friesenrates. „So einen Blick hinter die Kulissen bekommt man sonst nicht.“
Anmeldungen nimmt ab sofort die Geschäftsstelle des Friesenrates (Tel.: 04661/9008126 oder FAX 9008127) entgegen. Dort gibt es auch nähere Informationen zum Programm. Eine gemeinsame An- und Abreise ist geplant.
18.12.2009 19. Januar: Friesischer Kinoabend in Ecks Kino, Niebüll/Naibel
Am 19.01.2010 um 19.00 Uhr veranstaltet der Ostermooringer Friesenverein (Frasche Feriin for e Ååstermååre) einen Kinoabend in Eck's Kino (Hauptstraße 37 a) in Niebüll.

Geboten werden drei friesischsprachige Filme des Medienbüro Riecken mit deutschen Untertiteln:

1) Nordfriesische Sagen aus der Wiedingharde, 17 Minuten.

Passend zur Jahreszeit geht es um die mystisch-dunkle Erzähltradition aus der Wiedingharde: die Wahrsagerin Hertje von Horsbüll, die im Mittelalter gelebt hat, der Mörder Edlef Edleffsen, Nis Puk und außerdem die gestohlenen Kirchenglocken von Neukirchen.


2) Nis Albrecht, di üülje, 20 Minuten. (Premiere)

Der friesische Dichter Nis Albrecht Johannsen, der Ältere lebte von 1855 bis 1935 und war viele Jahre Lehrer in Deezbüll. Er gilt als einer der besten friesischen Dichter und hat vor allem längere Erzählungen geschrieben, die das dörfliche Leben und die Landwirtschaft der Dörfer um Niebüll aus der Zeit vor 1900 beschreiben. Dies ist der erste friesische Dokumentarfilm mit Spielfilmszenen. Zu den Schauspielern gehören u.a.: Nis Owe Kahl, Gary Funck, Sönnich Volquardsen und Hauke Friedrichsen. Gefilmt wurde im Andersen-Haus in Klockries, aber auch in Tetenbüll, Niebüll und Tondern.


3) Wat san we? Frasche!, 30 Minuten.

Im Sommer 2008, kurz vor Eröffnung der "richtigen" Fußball-Europameisterschaft, wurde in der Schweiz die Fußballmeisterschaft der europäischen Minderheiten durchgeführt. Aus Deutschland fuhren die Sorben, die dänische Minderheit und die Nordfriesen in die Schweiz. Die Nordfriesen schickten als einzige Mannschaft ein reines Frauen-Team ins Rennen. Die sportlichen Friesinnen wurden schnell das "Team der Herzen" und konnten sich vor Interviewanfragen der internationalen Presse kaum wehren. Obwohl nicht alle Spielerinnen Friesisch sprechen, war diese Sprache ihr gemeinsames Band. Ihr Schlachtruf lautete: Wat san we? Frasche! (Was sind wir? Friesen!)

Der friesische Kinoabend in Niebüll verspricht ein abwechslungsreiches Programm von gut einer Stunde Länge. Der Eintritt beträgt 3.- €.
06.12.2009 16. januar: Buume soomeln önj Risem-Lunham
Jülbuume fort biikebrånen

Da frasche feriine önj Risem-Lunham doue bekånd, dåt da jülbuume fort biikebrånen bit än saneene formadi (16. januar) bai da bekånde soomelplåtse ouflääwerd wårde koone:
Moosbel -Bielenberg
Risem - ridhåle
Lunham - toorpsplåts

Huum hål heelpe wal, koon ham bai üs awt sekretarioot malde.

Tannenbäume für die Biike

Die Friesenvereine in Risum-Lindholm weisen darauf hin, dass ausgediente Tannenbäume fürs Biikebrennen bis Sonnabend Vormittag (16. Januar) an den drei bekannten Sammelplätzen abgegeben werden können:
Maasbüll - Bielenberg
Risum - Reithalle
Lindholm - Dorfplatz
02.12.2009 Musiikweedstrid – Friesischer Musikwettbewerb: die Zeit wird knapp
Unter der Schirmherrschaft von Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen sucht der Friesenrat neue friesische Lieder.
Er ruft Komponisten, Musikfreunde und alle Interessierten zu einem Wettbewerb um das schönste friesische Lied auf. Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas, und zwar attraktive Geldpreise in einer Gesamthöhe von 2.000 Euro.
Wer bereits eine Melodie im Ohr hat und ihr einen neuen friesischen Text verpasst, startet in der Kategorie A. Wer sogar noch eine neue Melodie ersinnt, ist bei der Kategorie B dabei. Texte und Noten bitte bis zum 15. Dezember einreichen. Eine Jury wird die besten Stücke prämieren.
Im Frühjahr 2010 werden die Preisträger im Rahmen eines Live-Konzerts vorgestellt und ausgezeichnet. Aus dem Mitschnitt des Abends wird eine CD produziert werden.
30.11.2009 Friisk Tising 2/2009 erschienen
Mit der Post ist den Vereinsmitgliedern der zweite Newsletter 2009 mit aktuellen Meldungen aus dem Vereinsleben der Friisk Foriining zugegangen: Friisk Tising enthält kurze Beiträge über den 85. Geburtstag von Marie Tångeberg und die Friesische Herbsthochschule, über den Seniorenausflug zur Kulturstation Zollhäuser und über das Youth Leader Seminar, das die Rökefloose vom 13. bis 18. Oktober auf Föhr durchgeführt hat. Das Blatt kann bei der Foriining angefordert werden.
22.11.2009 13. januar: Frasche eeftermadi önj Lunham
13. januar: frasche eeftermadi önj Lunham

E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 13. önj e ismoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Café önj Lunham. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102, unti awt sekretarioot, 04672-77520. Naie diiljnaamere san hartlik wäljkiimen.



13. Januarr: Friesischer Nachmittag im Galerie-Café

Der nächste friesische Nachmittag, zu dem die Friisk Foriining alle Mitglieder über 60 einlädt, findet am Mittwoch, 13. Januar, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102, oder an das Sekretariat, 04672-77520. Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.
18.11.2009 9. detsämber: Frasche eeftermadi önj e adwänt
Frasche eeftermadi önj e adwänt

E Friisk Foriining lååsit da ålere lasmoote tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 9. önj e jülmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Café önj Lunham. Et jeeft kafe än kååge, än Christiane Bodenhagen kamt ma schöljbjarne üt Bräist, wat hu musiik- än jülstöögne inööwed hääwe. Geeste san wäljkiimen.

Friesischer Adventsnachmittag

Die Friisk Foriining lädt alle Mitglieder über 60 zu einem Friesischen Adventsnachmittag für Mittwoch, 9. Dezember, um 14.30 Uhr ins Galerie-Café nach Lindholm ein. Im Anschluss an eine Kaffeetafel werden Schüler und Schülerinnen von der dänischen Schule Bredstedt unter der Leitung von Christiane Bodenhagen für eine vorweihnachtlichen Stimmung sorgen. Gäste sind willkommen.
13.11.2009 Erfolgreiches Youth Leader Seminar auf Föhr















Klaar Kiming - Klarer Horizont, war das Thema des diesjährigen Youth Leader Seminars der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV). Gemeinsam mit dem Rökefloose organisierte die JEV das diesjährige Arbeitsseminar auf der Insel Föhr/Feer.

Die Mitgliedsorganisationen fühlten sich in der wunderschönen Kulisse auf Föhr sichtlich wohl und setzten sich vom 13. bis 18.10.2009 unter dem Motto „Klaar Kiming – Minorities and the challenge of change“ intensiv mit den Folgen des Klimawandels und seinen kulturellen Auswirkungen auf die kleinen sprachlichen Gemeinschaften in den verschiedenen europäischen Regionen auseinander.
Mehr: http://www.friiske.de/my.php?page=18&language=nf
04.11.2009 11. November: Friesischer Nachmittag im Galerie-Café
11. nowämber: Frasche eeftermadi önj Lunham

E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 11. önj e mistmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Café önj Lunham. Följk koon ham önjmalde awt sekretarioot, 04672-77520. Naie diiljnaamere san hartlik wäljkiimen.



11. November: Friesischer Nachmittag im Galerie-Café

Der nächste friesische Nachmittag, zu dem die Friisk Foriining alle Mitglieder über 60 einlädt, findet am Mittwoch, 11. November, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Anmeldungen werden erbeten an das Sekretariat, 04672-77520. Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.
08.10.2009 14. oktoober: Harfstütfluch tu e kultuurstatjoon Toolhüsinge
Harfstütfluch tu e kultuurstatjoon Toolhüsinge

E Friisk Foriining lååsit da ålere lasmoote in for weensdi, di 14. oktoober, tu en ütfluch eefter Roornees tu e "Kulturstation Zollhäuser", en tsäntrum for kunst, böke än regeneratiif energii. Awäädrie jeeft et deer dan uk kafe än kååge. Arken mätj en påår böke tu prungen unti ferschånken manaame. E ütfluch gungt lüüs am e klook tou (14.00) foont Risem Schölj, Toorpstroote 91. Wees sü gödj än mald jam aw arken fål önj bai Luise M. Clasen, tel.: 04661-5102 unti awt sekretarioot, tel.: 04672-77520.


Herbstusflug zur Kulturstation Zollhäuser

Der Herbstausflug für die älteren Mitglieder der Friisk Foriining führt am Mittwoch, 14. Oktober, nach Rodenäs zur "Kulturstation Zollhäuser", dem Zentrum für Kunst, Buchtausch und regenerativer Energie. Bücher zum Tauschen oder Verschenken können mitgebracht werden. Im angeschlossenen Café gibt es im Anschluss Kaffee und Kuchen. Abfahrt ist um 14.00 Uhr von Risem Schölj, Dorfstr. 91, in Risum. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Sekretariat, Telefon 04672-77520.
05.10.2009 Das schönste nordfriesische Wort des Jahres ist: „trinambai“
BREDSTEDT (NfI). „Trinambai“ ist das schönste nordfriesische Wort 2009, darauf konnte sich die Arbeitsgemeinschaft Sprache und Literatur des Nordfriisk Instituut auf ihrem jüngsten Treffen recht schnell einigen. Das lag jedoch nicht an mangelnder Konkurrenz, denn die 48 Teilnehmer des Wettbewerbs hatten über 100 Vorschläge eingesandt. Der Begriff „trinambai bedeutet neben „rundherum“ auch „Umgebung“ und alles, was damit zusammenhängt, wie z. B. die Menschen, die Tiere und die Häuser. Somit hat „trinambai“ eine sehr umfassende Bedeutung, die nichts und niemanden ausschließt. Im Anschluss an die Wahl wurden unter allen Teilnehmern neun Preisträger ausgelost, die sich in näherer Zukunft über eine schöne Nachricht freuen können.
Neben der Wahl stand an diesem Nachmittag ein Vortrag des Institutslektors Ingo Laabs über den nordfriesischen Schriftsteller Nis Albrecht Johannsen d. Ä. (1855-1935) auf dem Programm. Johannsen hatte in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts u. a. ein Reihe von Fortsetzungsromanen auf Mooringer Frasch in der „Nordfriesischen Rundschau“ veröffentlicht und nahm dadurch eine wichtige Rolle für die friesische Sprachpflege ein. Laabs berichtete, dass in Johannsens Geschichten von Beginn an klar zwischen Gut und Böse unterschieden wird, wobei das Gute stets gewinnt. Auch wenn diese Texte aus heutiger Sicht etwas zu stereotypisch wirken, haben sie in der damaligen Zeit großen Anklang gefunden. Einen Schatz birgt das Werk Nis Albrecht Johannsens aber auch noch heute in sich, da der Autor sich in seinen Schriften sehr darum bemüht hatte, altes friesisches Wortgut zu bewahren.
01.10.2009 13.-18.10.: 70 Jugendliche aus Europa und Zentralasien auf Föhr
Klaar Kiming - Minorities and the Challenge of Change

70 Jugendliche aus Europa und Zentralasien diskutieren auf der Insel Föhr über den Klimawandel

Vom 13. bis 18.10.2009 organisiert die nordfriesische Jugendorganisation Rökefloose (fries. für „Rabenschar“) ein mehrtägiges internationales Seminar auf der nordfriesischen Insel Föhr für junge Angehörige von sprachlich-kulturellen Minderheiten. Das so genannte Youth Leader Seminar wird in Zusammenarbeit mit der Jugend europäischer Volksgruppen (JEV) ausgerichtet und findet jedes Jahr in einem anderen europäischen Land statt.
Die JEV ist ein Zusammenschluss von Jugendorganisationen der unterschiedlichen Minderheiten in Europa, die alle der gleiche Grundgedanke verbindet, sich für die Belange von Minderheiten in einem multikulturellen und vielsprachigen Europa, besonders im Jugendbereich, einzusetzen. Im Vordergrund steht dabei die Erhaltung und Entwicklung der Kultur, Sprache, und Rechte der Minderheiten.

Diesjähriger Gastgeber sind die Nordfriesen, und der friesische Rökefloose erwartet über 70 jugendliche Vertreter von verschiedenen Minderheiten aus ganz Europa und Teilen Zentralasiens, die sich unter dem Tagungsthema „Klaar Kiming – Minorities and the challenge of change“ mit den Folgen des Klimawandels und seinen kulturellen Auswirkungen auf die kleinen sprachlichen Gemeinschaften in den verschiedenen europäischen Regionen auseinandersetzen wird. Dieses Thema führt während der gesamten fünf Tage wie ein roter Faden durch das Programm.

Am Mittwoch, 14. Oktober, um 10:00 Uhr wird das Seminar, das unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein steht, im neu eröffneten Museumsgasthof „Grethjens Gasthof“ in Alkersum offiziell eröffnet.

Anschließend gibt es eine Führung durch das im August eröffnete Museum „Kunst der Westküste“.

Als offiziell geladene Gäste werden der Kreispräsident Albert Pahl, MdL Lars Harms (SSW Landtagsfraktion), Frau Heidi Braun (Amt Föhr-Amrum, Amtsvorsteherin), Herr Karl-Heinz Juhl (Bürgermeister Alkersum), Herr Erk Hassold (Vorsitzender, Friesenrat / Sektion Nord) sowie Herr Dr.Thorsten Sadowsky (Museum Kunst der Westküste) erwartet.

Weiterhin steht für Donnerstag, 15. Oktober, eine öffentliche Podiumsdiskussion auf dem Programm, die sich mit dem Thema „Klimawandel im Wattenmeer: Endzeit oder Herausforderung?“ auseinandersetzen wird. Die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr in „Grethjens Gasthof“ in Alkersum und ist für alle Interessierte offen.

Im Rahmen einer Exkursion an Bord der MS Seeadler und einem Tagesbesuch auf der Hallig Hooge haben die von sehr weit her angereisten Gäste Gelegenheit, das UNESCO Weltnaturerbe „Wattenmeer“ einmal aus nächster Nähe kennen zu lernen.

Die arbeitsreichen Tage schließen ab mit einem Abschlussfest und einem Liveauftritt der friesischsprachigen Rockgruppe Lembek am Sonnabend, 17. Oktober, im Haus des Gastes in Nieblum.

Weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte der Homepage der Jugend Europäischer Volksgruppen (www.yeni.org) und des friesischen Jugendverbandes Rökefloose (www.roekefloose.de).
28.09.2009 Friesisch im Dänischen Kindergarten Risum















„Latje Pätjer Kunkerbiinj“ läuft die Wand hinauf

Die kleinen Finger können dem Liederrhythmus nicht so schnell folgen. Darum liegt die kleine Spinne „Pätjer Kunkerbiinj“ noch am Boden, obwohl sie laut Liedtext schon von der Sonne getrocknet sein sollte. „Die Kleinen machen mit großer Begeisterung mit“, erzählt Thora Kahl, Lehrerin an der „Risum Schölj“ in Risum. Zweimal wöchentlich geht sie über den Schulhof in den Kindergarten, um mit den Kindern Friesisch zu lernen. „Im Kindergarten üben wir weder Vokabeln, noch lernen wir Grammatik. Die Kinder tanzen, spielen und singen auf Friesisch und schnappen im Handumdrehen die ersten friesischen Wörter auf.“

Mit Gitarrenbegleitung und Rhythmusinstrumenten erobern sich die Kindergartenkinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren die friesische Sprache. „Die Fortschritte sind unglaublich. Die Kleinen sprechen einfach gerade darauf los und nehmen die Sprache auf wie ein nasser Schwamm. Vorbehalte, die Erwachsenen beim Fremdsprachenerwerb in die Quere kommen, kennen sie nicht.“ Seit Ende der Sommerferien wird der „Spalkris“, friesisch für Spielkreis, in Risum angeboten, an dem alle Kinder des Kindergartens teilnehmen.

In Zusammenarbeit mit den Pädagogen des Kindergartens verfolgt Thora Kahl mit dem friesischen Spielkreis das Ziel der systematischen sprachlichen Förderung, um den Kindern einen reibungslosen Übergang in die mehrsprachige Schule „Risem Schölj“ zu ermöglichen.

Für die Kleinen ist es inzwischen ganz natürlich, auf Friesisch zu singen und zu tanzen.
Und bevor das Lied zu Ende geht, haben es alle Kinder geschafft, ihre Finger zu entknoten und „Pätjer Kunkerbiinj“ ist wieder obenauf.
28.09.2009 9. - 13. Oktober: Friesische Herbsthochschule und Familientage in Jarplund
Die Friisk Foriining bietet vom 9. bis 13. Oktober wieder eine friesische Herbsthochschule mit einer Vielzahl von Aktivitäten an, bei denen die friesische Sprache im Mittelpunkt steht. Von Freitag Nachmittag bis Dienstag Vormittag treffen sich die Teilnehmer in der dänischen Heimvolkshochschule in Jarplund. Wer gerade Friesisch lernt, ist genauso herzlich willkommen, wie die, die es schon können.

Im Programm findet man verschiedene Workshops und Seminare: Rhetorik, Drahtbilder, Nadelfilz, Tai Chi, Perlenschmuck, Holzarbeiten, Bernsteinschleifen oder eine Videowerkstatt. Ein Friesischkurs für Anfänger fehlt genau so wenig wie ein Seminar über Cornelius Petersen. Das Rahmenprogramm mit einem Kinoabend, einer Exkursion nach Glücksburg und Holnis und zwei Vorträge runden die diesjährige Herbsthochschule ab.

Mit einem eigenen Programm finden parallel die friesischen Familientage statt. Im Mittelpunkt werden ein Theater-Workshop, ein Hörspiel sowie ein Besuch im Zentrum für nachhaltige Entwicklung „artefact“ stehen.

Wer Fragen zum Programm hat, kann sich an das Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum wenden, Tel.: 04672-77520, Fax -21, Email: info@friiske.de. Dort werden auch ab sofort Anmeldungen entgegen genommen.
25.09.2009 8. Oktober: Geburtstagsempfang zu Ehren von Marie Tångeberg
„Grande Dame“ der Friesen wird 85

Die Friisk Foriining und die Risem Schölj richten am Donnerstag, 8. Oktober, um 11.00 Uhr in der Gaststätte „Fraschlönj“ in Risum einem Empfang zu Ehren von Marie Tångeberg aus, die an diesem Tag ihren 85. Geburtstag begeht.

Die weit über die Grenzen Nordfrieslands bekannte Jubilarin hat tiefe Spuren gesetzt, vor allem als begnadete Pädagogin, als Künstlerin, aber auch in der friesischen Bewegung. Dass die friesisch-dänische Schule in Risum, Risem Schölj, heute als europäische Vorzeigemodellschule der friesischen Sprach- und Kulturvermittlung gilt, ist Marie Tångebergs Verdienst. Mit bewundernswertem Einsatz hat sie es verstanden, Kinder und Jugendliche für die Sprache, Geschichte und Kultur der Heimat zu begeistern und zu ertüchtigen, die friesische Identität in der modernen Welt offen zu leben. Viele ihrer ehemaligen Schüler sind heute in verschiedenen Formen aktiv in der friesischen Bewegung.
Zahlreiche Illustrationen in Kinder- und Lehrbüchern, die sie für den Friesischunterricht entwickelt hat, stammen aus ihrer Feder.
„Marie Tångeberg ist eine Pionierin der Minderheitenpädagogik. Mit ihre außergewöhnliche künstlerische Begabung – gepaart mit friesischer Beharrlichkeit und Ausdauer – schuf sie im Alleingang das notwendige Lehr- und Lernmaterial für den Friesisch- und den Heimatkundeunterricht, von dem wir heute noch zähren. Allein dadurch hat sie Maßstäbe für die nachfolgenden Lehrergenerationen gesetzt. Am eindruckvollsten ist jedoch ihre enorm inspirierende Persönlichkeit, die nicht nur Heranwachsende sondern ebenso Erwachsende prägt und geprägt hat“, so Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining.

In ihrer Zeit als Vorsitzende der Friisk Foriining hat sie es vermocht, frühzeitig den Generationswechsel einzuleiten und neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Die Friesische Herbsthochschule geht auf Ihre Initiative zurück. In Ihrer Zeit als Vorsitzende der Foriining und damit „geborenes“ Mitglied des Friesengremiums des Landtages gelang es unter dem Ministerpräsidenten Björn Engholm, den Schutz und die Förderung der friesischen Volksgruppe in der Landesverfassung zu verankern.

Für ihre Verdienste wurde sie 1995 mit dem Kulturpreis des Kreises Nordfriesland, dem Hans-Momsen-Preis, ausgezeichnet, und 1999 wurde der bekennenden nationalen Friesin von Bundespräsident Johannes Rau das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Für den Empfang bittet die Friisk Foriining bis zum 2. Oktober um Anmeldungen, Tel.: 04672-77520, Fax: -21, Email: info@friiske.de
Anstelle eines Geburtstagsgeschenkes würde Frau Tångeberg sich über einen Beitrag für das Bjarnetünslegaat (Kindergartenlegat) Risem-Lunham freuen, Friisk Foriining, Konto: 7700 2566 bei der Nord-Ostsee Sparkasse (21750000).


Marie Tångeberg, geb. Siewertsen
• geboren am 8. Oktober 1924 im Marienkoog/Mariienkuuch
• 1945 Abitur an der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll/Naibel
• Hilfslehrerin in Wyk auf Föhr/Bi a Wik
• 1946/47 Nordische Volkhochschule in Askov/DK
• 1948 Lehrerausbildung in Ribe/DK
• 1952 – 1956 Lehrerin an der Dänischen Schule in Niebüll/Naibel und friesische Wanderlehrerin in Risum/Risem, Lindholm/Lunham und Stedesand/Stääsönj
• 1956 – 1984 Schulleiterin an der Risem Schölj/Risum Skole
• 1987 – 1990 Vorsitzende der Friisk Foriining
• 1995 Verleihung des Hans-Momsen-Preises des Kreises Nordfriesland
• 1999 Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
• 2002 Ehrenmitglied des Vereins Nordfriesisches Instiutut e.V.
• Marie Tångeberg lebt heute in Efkebüll/Äfkebel.
24.09.2009 7. Oktober: Filmpremiere "Gåns natörlik"
Im Rahmen der Husumer Filmtage hat sich seit 2004 ein friesischer Abend etabliert, auf dem jedes Jahr die Premiere eines Dokumentarfilms in friesischer Sprache gefeiert wird.

Dieses Jahr ist es der halbstündige Streifen "Gåns natörlik" des Medienbüro Riecken. Vier Familien mit nordfriesischem Hintergrund, in denen Friesisch bzw. Plattdeutsch mit den Kindern gesprochen wird, stehen im Mittelpunkt. Zwei der Familien leben in Nordfriesland, eine in der Stadt Schleswig, eine bei Mölln, etwa 200 km von Nordfriesland entfernt. Nur in einer der vier Familien sprechen beide Eltern die Sprache mit den Kindern, in den drei anderen Familien spricht ein Elternteil Hochdeutsch. Es eint alle vier der nordfriesische Hintergrund wenigstens eines der Elternteile und der Wille, ihre Sprache an die Kinder weiterzugeben.

Was leitet sie dabei, was ist ihre Triebfeder und wie kommen die Familien mit der sprachlichen Besonderheit zurecht? Sollte versucht werden, (werdenden) Eltern Mut zu machen, Plattdeutsch oder Friesisch mit ihren Kindern zu sprechen oder wäre das ein Missionieren, das nur Abwehrreaktionen hervorrufen würde? Diese Fragen und viele weitere werden im Film erörtert.

Zum Rahmenprogramm des friesischen Abends gehören Musik der Kindergesangsgruppe "Latje Loosche" vom Oostermooringer Friesenverein aus Klockries und eine kurze Einführung in die Thematik Mehrsprachigkeit durch den Kieler Sprachwissenschaftler Dr. Alastair Walker.

Am 07.10. 2009 um 18.00 Uhr beginnt die Veranstaltung im Kino-Center Husum. Kartenreservierungen täglich ab 14.00 Uhr. Tel.: 04841-25 69.
20.09.2009 Sachsen baut Vorreiterstellung in der Minderheitenpolitik aus
Der frisch abgeschlossene Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP in Sachsen enthält ein eindeutiges Bekenntnis zur sorbischen Kultur und Sprache im Freistaat. Die Sorben sind ein kleines westslawischen Volk ohne Staatsvolk, mit dem die Nordfriesen seit Langem in Verbindung stehen. Der Vorsitzende des Vereins Nordfriesisches Institut, Thede Boysen, gratulierte dem Land Sachsen und den Sorben und kontrastierte diese zukunftsweisende Minderheitenpolitik mit der in Schleswig-Holstein.

Die beiden Regierungspartner in Sachsen wollen gemäß dem Koalitionsvertrag „eine Konzeption zur Ermutigung und zur Belebung des Gebrauchs der sorbischen Sprache im öffentlichen Leben innerhalb des sorbischen Siedlungsgebietes erarbeiten und deren Umsetzung fördern. Allen Kindern im sorbischsprachigen Raum soll eine aktive sorbisch-deutsche Zweisprachigkeit in Kindergärten und Schulen ermöglicht werden.“ Die nötigen Aus- und Fortbildungsangebote für Erzieher und Lehrer sollen fortgesetzt und ein ausreichendes schulisches Bildungsangebot vorgehalten werden.

„Während wir Nordfriesen in den letzen vier Jahren nur Stillstand in der Minderheitenpolitik erlebt haben und deshalb erhebliche Rückschritte in der Sprach- und Kulturpolitik drohen, erhalten unsere sorbischen Freunde Rückenwind von ihrer Landesregierung. Die im Verhältnis zu Schleswig-Holstein bereits beispielhaften Rahmenbedingungen werden jetzt konzeptionell und konsequent von der neuen Landesregierung weiterentwickelt“, erklärte dazu Thede Boysen. Die Antworten der schleswig-holsteinischen Parteien auf die Wahlprüfsteine in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Nordfriesland“ zum Friesischangebot an Schulen und Universitäten fallen hingegen in seinen Augen nicht nur nüchtern, sondern zum Teil erschreckend aus.

Während sich die kleinen Oppositionsparteien FDP, Grüne und SSW zumindest gesprächsoffen zeigten für die konzeptionelle Verbesserung des unzureichenden Friesischangebots und auch konkrete Vorschläge unterbreiteten, sei bei den beiden sogenannten Volksparteien nur inhaltliche „Fehlanzeige“ festzustellen. „Herr Stegner scheint in seiner Zeit in Schleswig-Holstein noch immer nicht den Unterschied zwischen den verkleideten Mescalero-Apachen vom Kalkberg in Bad Segeberg und der friesischen Volksgruppe begriffen zu haben. Dass Peter Harry Carstensen ursprünglich aus Nordfriesland stammt, hilft dem Friesischen leider auch nicht wirklich. Seit Minderheitenpolitik Chefsache ist, herrscht völliger Stillstand, und Stillstand ist bekanntlich Rückschritt. Von der angeblichen Heimatverbundenheit des Ministerpräsidenten haben wir aktiven Friesen nicht viel gemerkt“, lautet die Bilanz, die Boysen zur Minderheitenpolitik in Schleswig-Holstein zieht.
06.09.2009 Friisk Foriining fordert gänzlichen Ausstieg aus der CCS-Technologie
CO2-Endlager: Der Kampf ist noch nicht gewonnen

Die Meldung, wonach die Große Koalition das CCS-Gesetz nicht mehr vor der Bundestagswahl verabschieden wird, bedeutet nach Meinung der Friisk Foriining nicht, dass sich damit der Widerstand gegen das CO2-Endlager erledigt hat. Das erklärt der Vorsitzende des überregional tätigen Vereins, Jörgen Jensen Hahn, nach der gestrigen Vorstandssitzung.

"Dass die Entscheidung über das CCS-Gesetz vorerst verschoben wird, ist ein klarer Erfolg der Bürgerproteste hier in Nordfriesland. Aber solange die Bundesregierung nicht den endgültigen Ausstieg aus der CCS-Technologie verkündet, muss der Widerstand gegen die Endlagerung von CO2 in unserer Region weitergehen. Die massiven Proteste im Erkundungsgebiet in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg haben deutlich gemacht, dass die Bevölkerung die Einrichtung von CO2-Endlagern in Schleswig-Holstein grundsätzlich ablehnt,“ so Jensen Hahn weiter.

”Nach der Bundestagswahl werde es aber mit Sicherheit einen erneuten Versuch geben, diese Technologielinie voranzutreiben. Ob Kanzlerin Merkel, Umweltminister Gabriel oder F.D.P.-Chef Westerwelle, alle halten unverändert an der Speicherung des klimaschädlichen Kohlendioxids fest. Erst wenn die Bundesregierung und die Energiekonzerne RWE-DEA und Vattenfall das Projekt endgültig für beendet erklären, ist der Kampf gewonnen“, meint der Vorsitzende der Friisk Foriining.
02.09.2009 9. septämber: Frasche eeftermadi önj Lunham
E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 15. önj e gjarsmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Café önj Lunham. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102, unti awr sekretarioot, 04672-77520. Naie diiljnaamere san hartlik wäljkiimen.



9. September: Friesischer Nachmittag im Galerie-Café

Der nächste friesische Nachmittag, zu dem die Friisk Foriining alle Mitglieder über 60 einlädt, findet am Mittwoch, 9. September, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102, oder an das Sekretariat, 04672-77520. Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.
25.08.2009 Friisk Foriining: Vereinsnachrichten "Friisk Tising" 1/09 erschienen
Mit der Post ist den Vereinsmitgliedern eine Art Newsletter mit aktuellen Meldungen aus dem Vereinsleben der Friisk Foriining zugegangen: Friisk Tising 1/2009 enthält kurze Beiträge zum Seniorenausflug zum Nordfriisk Instituut, zur Jugendsprachreise nach Wales, zum CO2-Endlager und über "Feerie for frasche bjarne". Das Blatt kann bei der Foriining angefordert werden.
25.08.2009 12. September: Sommerausflug nach Sylt
Die Friisk Foriining lädt Mitglieder und Freunde ein zu einem
Sommerausflug nach Sylt

zum neuen „Erlebniszentrum Naturgewalten“ in List, am Sonnabend, dem 12. September um 11.30 Uhr ab Niebüll.

Treffpunkt ist das Reisezentrum im Niebüller Bahnhof (11.30), von wo aus der Ausflug mit der NOB nach Westerland startet. Weiter geht es mit einem Bus nach List zum neuen „Erlebniszentrum Naturgewalten“ (www.muez.de), das erst am Petritag 2009 eröffnet worden ist.
Nach einer kurzen Einführung (10. Min.) kann die Ausstellung mit ihren drei Bereichen „Klima, Wetter, Klimaforschung“, „Leben mit Naturgewalten“ und „Kräfte der Nordsee“ besichtigt werden. Jeder Besucher erhält einen Kopf-hörer, um sich unterwegs die je-weiligen Erklärungen anzuhören. Die Ausstellung selbst ist für die ganze Familie geeignet mit vielen Aktivitäten zum Anfassen und Mitmachen, wie z.B. einen Wind-kanal oder eine Wellenanlage. Im Erlebniszentrum findet man Antworten auf viele spannende Fragen.

Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen bzw. ein anders Getränk für Kinder und Jugendliche im Bistro des Zentrums.
Für einen kleinen Bummel zum Lister Hafen oder auf die Einkaufsmeile ist dann noch Zeit genug, ehe es um 17.15 Uhr wieder zurück Richtung Festland geht. Um 18.59 Uhr werden wir wieder in Niebüll ankommen.

Anmeldungen bitte bis
9. September an unser Sekretariat: Tel.: 04672-77520, Fax: 04672-775211, E-Mail: info@friiske.de

Mitgliederpreis: Erwachsene: 15,00 €, Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren: 7,50 €, Nicht-Mitglieder: 20,00 / 10,00 €
05.08.2009 Niederdeutsch und Saterfriesisch Symposium am 4.9.2009 in Oldenburg
Zehn Jahre Europäische Sprachencharta in Niedersachsen

Seit dem Inkrafttreten der Europäischen Sprachencharta im Jahre 1999 sind Niederdeutsch und Saterfriesisch als Regional- bzw. Minderheitensprache in Deutschland gesetzlich anerkannt. So wie die anderen norddeutschen Bundesländer hat auch Niedersachsen eine Reihe von
sprachpolitischen Verpflichtungen übernommen, um die sogenannten „Kleinen Sprachen“ zu fördern und langfristig zu erhalten.

Aber ist das zehnjährige Jubiläum in diesem Jahr wirklich ein Anlass zum Jubeln? Hat sich die Situation von Niederdeutsch und Saterfriesisch seit 1999 spürbar verbessert? Wie sieht es mit Srecherzahlen, Verbreitung und Akzeptanz in der Öffentlichkeit aus? Wo sind Fortschritte, wo möglicherweise aber auch Rückschritte festzustellen? Und was könnte und sollte noch getan werden, um die Umsetzung der Charta-Gesetze in den Bereichen Bildung, Justiz, Verwaltung, Wirtschaft und Soziales sowie Kultur und Medien zu optimieren?

Mit diesen Fragen setzt sich das Symposium „Zehn Jahre Sprachencharta in Niedersachsen“ auseinander, das die Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Niedersächsischen Heimatbund und der Oldenburgischen Landschaft veranstaltet.

Als Teilnehmer bzw. Besucher dieser öffentlichen und kostenfreien Tagung sind alle eingeladen, die sich für den Erhalt der niederdeutschen und der saterfriesischen Sprache einsetzen bzw. sich für Sprache und Kultur in Norddeutschland interessieren.

Das Symposium findet statt Freitag, 4. September 2009, 9:30 bis 17:00 Uhr.
Veranstaltungsort: Universität Oldenburg, Campus Haarentor (Ammerländer Heerstraße), Aula (A11).

Nähere Informationen und Anmeldung (bis 25.8.09) unter: www.sprachencharta.uni-oldenburg.de
21.06.2009 10. bis 17. August: Junge Sprachfriesen besuchen Wales
Jugendsprachreise der Friisk Foriining führt dieses Jahr vom 10. bis 17. August nach Anglesey

Alle zwei Jahre unternimmt die Friisk Foriining, der Verband für friesische Sprache und Kultur, eine Jugendsprachreise zu verschiedenen sprachlich-kulturellen Minderheiten in Europa. Nachdem es in den letzten Jahren beispielsweise zu den keltischen Sprachgruppen in Cornwall oder der Isle of Man ging, besucht die friesische Jugend diesen Sommer für eine Woche die kleine Insel Holy Island vor Anglesey in Wales, Großbritannien.

Teilnehmen können Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die Friesisch sprechen oder es gerne lernen möchten. Vom 10. bis zum 17. August erwartet die friesischen Weltenbummler dann ein buntes Programm mit zahlreichen Outdoor-Aktivitäten und Sightseeing an den walisischen Steilküsten. Auf dem Programm stehen weiterhin Sprachlektionen und Besuche verschiedener walisischer Einrichtungen im Nordwesten Wales, wo noch ca. 80% der Bevölkerung das keltische Walisisch sprechen. Die Teilnehmerkosten betragen 275,00 Euro pro Person inklusiv Anreise, Unterkunft und Verpflegung.

Interessierte wenden sich bitte an die Friisk Foriining, Moose 4, 25842 Bargum/Beergem, 04672/77520, info@friiske.de

Foon e 10. bit 17. august gungt et ma üüsen jöögedkonsulänt Gary Funck eefter Wales aw spräkeräis 2009. Müülj as et luurlatj ailönj Holy Island (Ynys Gybi) önjt norden foon Wales. Heer snååke da mååste manschne nuch jare äine spräke, et "Welsh" unti "Cymraeg". E räis as for junge friiske twasche 14 än 18 iir än koostet 275 euro.
Wees sü gödj än ouerleed, huum foon jarnge amfälj for sün unernaamen önj frååge kaame köö. Önjmalde koon huum ham bit tu e 30. juuni, ouers et gungt as åltens: Di wat jarst tu meelen kamt, di fäit uk jarst grünen (Friesisches Sprichwörterlexikon).
20.06.2009 Frisia Historica auf den Spuren der friesischen Urväter
Am Pfingstwochenende 2009 wurde das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Friesen, genauer gesagt ein Außenbezirk der Stadt Aurich, vorübergehende Lagerstatt für einige Mitglieder des rührigen, im Hunnebüller Koog in Stedesand beheimateten nordfriesisch/historischen Vereins Frisia Historica.
Die nordfriesischen, stets um tiefere Einblicke in die friesische Geschichte bemühten Mittelalterlichen begannen schon vor über einem Jahr, erste Kontakte in Richtung Ostfriesland zu knüpfen.
Mit tatkräftiger Unterstützung durch die Friisk Foriining, dem der Verein angehört, kamen weitere Begegnungen zustande, z.B. zum Friesischen Forum.
Beim diesjährigen Biikebrennen in Risum-Lindholm lernte man dessen Vorsitzenden Arno Ullrich auch persönlich kennen und erfuhr von den Plänen, in Zusammenarbeit mit einer mittelalterlichen Gruppe aus Aurich zu Pfingsten mittelalterliche Feierlichkeiten zu veranstalten.
Im 13. Jahrhundert kamen die Friesen des ursprünglichen Siedlungsgebietes, der friesischen Seelande, alljährlich zusammen, um überregionales Recht zu sprechen, Dinge zu regeln, die alle Friesen angingen oder auch um über außenpolitische Angelegenheiten zu entscheiden. Dies geschah am Dienstag nach Pfingsten, damals einer der wichtigsten Feiertage im friesischen Kalender.
Ort dieser Zusammenkunft war der „Upstalsboom“, eine uralte friesische Thingstätte, ganz in der Nähe von Aurich gelegen.
Zum Gedenken an diese bedeutende historische Begebenheit sollte nun das erste Mal eine größere mittelalterliche Veranstaltung durchgeführt werden.
So machten sich am Freitag vor Pfingsten 13 Geschichtsbesessene auf in die Lande ihrer friesischen Urväter, um beim diesjährigen Treffen der Friesen auch die Farben Nordfrieslands zu vertreten.
Am Freitag traf man sich im Laufe des Tages an der Schleuse „Kukelorum“ des Jade-Ems-Kanals in Rahe/Aurich in unmittelbarer Nähe des Upstalsbooms, dem Standort des festen Lagers.
Am Sonnabendvormittag eröffnete ein historischer Gottesdienst in der Kirche zu Bagband das Festwochenende. Von hier starteten dann die Teilnehmer des zweitägigen, ca. 25 km langen Marsches. Am Sonntag gegen Mittag hatten die Marschierenden, die erst im vergangenen Jahr fertig gestellte Museumsanlage des ehemaligen mittelalterlichen Zisterzienserklosters im Ihlower Forst erreicht. Hier stand auch ein Übertragungswagen des NDR 1, von dem aus mehrfach live zugeschaltet wurde.
Am Nachmittag hatten die Marschierenden dann das feste Lager erreicht und wurden unter großem Beifall und dem regen Interesse von einigen Medienvertretern begrüßt. Am ehemaligen örtlichen Schleusenhaus, welches inzwischen zu einem Ausflugslokal umfunktioniert wurde, hatten die Veranstalter ein „Tavernenspektakel“ mit entsprechender Livemusik von den Gruppen „Dornenauge“ und „Oilensanc“, organisiert.
Der Pfingstmontag stand dann ganz im Zeichen des Marktes und der Lager, die sich dem interessierten Publikum präsentierten. Für die Nordfriesen ging ein interessantes Wochenende zu Ende mit vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen.

www.frisiahistorica.de
10.06.2009 20. bit 24. juuli: feerie for frasche bjarne önj Risem
Die Friisk Foriining bietet wieder "feerie for frasche bjarne" an, eine friesische Ferienfreizeit in der Zeit vom 20. bis 24. Juli in Risum-Lindholm, Risem Schölj. Mitmachen könne Kinder im Alter von 7 bis 12 für 45,00 € (Geschwisterkinder: 25,00). Weitere Infos bei der Friisk Foriining, Tel. 04672-77520
09.06.2009 12. Juli: 50 Jahre Friesisches Bauerntreffen
Fast zwei Generationen friesischer Bauern aus den drei Frieslanden haben intensive persönliche Kontakte gepflegt. Einmal im Jahr besuchen sie sich wechselseitig und informieren sich über die Landwirtschaft, neue Methoden und Techniken. Und das schon seit 1959. Das 50. Jubiläum des interfriesischen Bauerntreffens soll festlich begangen werden und an dessen Entstehung erinnern. Genau wie vor einem halben Jahrhundert gibt es einen friesischen Dorfabend, genau dort, wo am 11. Januar 1959 die Premiere stattfand: im Gasthof „Fraschlönj“ in Risum-Lindholm. „Damals konnte sich sicherlich niemand vorstellen, dass diese Treffen über 50 Jahre gepflegt werden“, sagt Erk Hassold, Vorsitzender des Friesenrates. Doch die Vorteile des Bauerntreffens sind enorm: „Die Bauern haben nicht nur in der täglichen Arbeit von den Erfahrungen profitiert, sondern für die meisten von ihnen waren die Tage des Bauerntreffens ein kleiner Urlaub.“ Traditionell werden die Gäste aus den anderen Frieslanden bei den jeweiligen Gastgebern privat einquartiert. „Was einmal aus Geldmangel entstand, erwies sich über die Jahrzehnte als wichtige Säule der Treffen, denn aus den Gästen wurden Freunde.“
Am 12. Juli will der Friesenrat ab 15.00 Uhr an die alten Zeiten erinnern. Fotos aus den letzten 50 Jahren werden gezeigt und bei Kaffee und Kuchen in Erinnerung geschwelgt. Die Veranstaltung ist öffentlich, aber um Anmeldung beim Friesenrat (Tel.: 04661/9008126) wird bis zum 2. Juli gebeten.
08.06.2009 Nuch bit 30. juuni: Stipe foon e Carsten än Alfred Boysen Fång!
Beergem. E tid wårt sani knååp. Huum jarling en sööme giilj üt e Carsten än Alfred Boysen Fång brüke koon, schal ham ålsani aw e wäi mååge. Huum jüst önj e gung as ma en friisk projäkt, unti en idee amseete wal, wat ma e friiske spräke tu douen heet, schal mööliks gau (leestens bit tu e 30. juuni) en insäken ma en projäktbeschriwing än en finansiiringsploon tu e Friisk Foriining schake (Moose 4, 25842 Bargum/Beergem, faks 04672-77521, iimäil info@friiske.de).

Et müülj foon e fång as, e frasche spräke önj Nordfraschlönj tu stipen än tu bewååren.
07.06.2009 Autobahnschilder zeugen von Ostfrieslands historischer Einmaligkeit
Aurich. Pünktlich zu den großen Sommerferien stehen die neuen touristischen Hinweisschilder auf den beiden ostfriesischen Autobahnen. Auf der A 28, Standort km 36,4 bei Filsum und A 31, Standort km 7,8 bei Neermoor erfahren die Reisenden in die Region von einem einzigartigen historischen Phänomen: die ≥Friesische Freiheit„, die es in dieser Form über 800 Jahre nur hier gab. Das Motiv ist deshalb so ungewöhnlich, weil die rotbraunen Schilder in der Regel auf Landschaftstypen wie z.B. das ≥Fehngebiet Ostfriesland„ oder Baudenkmale wie die ≥historische Altstadt Leer„ bzw. das ≥Emssperrwerk„ verweisen; historische Alleinstellungsmerkmale gibt es hingegen äußerst selten an der Autobahn. Ermöglicht wurde dies durch eine gemeinschaftliche Initiative der Ostfriesischen Landschaft und der Stadt Aurich, die aus der Bevölkerung eine durchweg positive Resonanz erhielten. So gibt es auf Vorschlag durch den Leserbrief von Jan van der Pütten aus Hinte nun auch den Aufkleber zum Schild, der sich inzwischen zum Verkaufsschlager entwickelt hat.
12.05.2009 23. moi am e kl. tou: gibselmania 2009 önj Risem Schölj
Et gungt widere ma aktiwitääte bai e Friisk Foriining! We fääre in önj en üülj friisk spal for büte, wat arken kånt unti kåne schölj: et gibseln.
Huum lust heet aw en latj gibselturniir, tuhuupe ma oudere nate manschne, tört ham bloot malde bai üüsen jöögedkonsulänt Gary Funck.
04.05.2009 10. - 17. august: Jöögedspräkeräis eefter Wales
Foon e 10. bit 17. august gungt et ma üüsen jöögedkonsulänt Gary Funck eefter Wales aw spräkeräis 2009. Müülj as et luurlatj ailönj Holy Island (Ynys Gybi) önjt norden foon Wales. Heer snååke da mååste manschne nuch jare äine spräke, et "Welsh" unti "Cymraeg". E räis as for junge friiske twasche 14 än 18 iir än koostet 275 euro.
Wees sü gödj än ouerleed, huum foon jarnge amfälj for sün unernaamen önj frååge kaame köö. Önjmalde koon huum ham bit tu e 30. juuni, ouers et gungt as åltens: Di wat jarst tu meelen kamt, di fäit uk jarst grünen (Friesisches Sprichwörterlexikon).
03.05.2009 Austausch im Schnee – Fremde Kulturen kommen zusammen
Schnee – für die einen lediglich ein Aggregatszustand von Wasser, für die anderen nur die lästigen weissen Flocken, welche im Winter vom Himmel fallen, für die letzten einfach eine gute Unterlage, um Sport zu treiben. Und für ganz Wenige, ein Stück Identifikation und Zugang zur Kultur. So auch für die gut 25 Teilnehmenden des zweiten SnowExchange in der Schweiz.

Organisiert wurde die zweite Auflage dieses internationalen Austausches von der Giuventetgna Rumantscha (GiuRu), der grössten Rätoromanischen Jugendorganisation der Schweiz, in Vuorz in der Surselva. Eingeladen waren Jugendliche aus verschiedenen Minderheiten Europas: die Nord- und die Westfriesen, die Dänen in Deutschland, die Deutschen in Dänemark, die Burgenlandkroaten und die Slowenen in Italien. Während des einwöchigen Aufenthalts hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennen zu lernen, neue Kontakte zu knüpfen, mehr über die einheimische Minderheit der Rätoromanen zu lernen und einen Einblick in die lokale Sprache und Kultur zu bekommen.



Vielfältiges Programm
Ein grosser Teil der Rätoromanischen Bevölkerung ist mit Bergen und Schnee aufgewachsen, was diese beinahe zu einem Teil der Romanischen Kultur macht. Für viele der eingeladenen jungen Leute waren weisse Gipfel und Pisten allerdings eher fremd. Die Friesen oder auch die Dänen empfinden Bodenerhöhungen über zehn Meter definitiv nicht als natürlich. Daher waren auch die ersten zwei Programmtage, die mit Snowboards und Skiern auf der Piste verbracht wurden, von einigen Höhepunkten geprägt. Die Einheimischen gaben ihr Bestes, den Gästen den Umgang mit steilen Hängen und Schneesportgeräten beizubringen, die Gäste ihrerseits taten was möglich war, um die erhaltenen Tipps und Tricks umzusetzen.


Während diesen zwei Tagen stand jedoch nicht nur das sportliche Treiben im Vordergrund. Vielmehr ging es auch darum, gemeinsam etwas zu erleben und zu unternehmen und sich besser kennen zu lernen. Während der ganzen Woche wurde den Teilnehmenden ein vielfältiges Programm geboten. Neben den abendlichen Aktivitäten wie einem Fackelmarsch durchs Dorf, dem Konzert einer einheimischen Sängerin, dem Vortrag eines Tourenführers, einer Schlittenfahrt bei Nacht und dem traditionellen ExchangeMarket (Austausch und Präsentation der Spezialitäten jeder Minderheit) bot vor allem auch der Ausflugstag viel Abwechslung. Nach einer Wanderung durch die verschneite Surselva konnten alle ihr Geschick im Eisstockschiessen unter Beweis stellen. Dabei fiel auf, dass sich viele der Gäste mit einer hügellosen Eisfläche besser anfreunden konnten, als mit Hügeln und Bergen.
24.04.2009 Friisk Foriining: Erfolgreiches Arbeitsjahr abgeschlossen
Auf der Mitgliederversammlung der Friisk Foriining am 23. April in Risum konnte der Vorsitzende Jörgen Jensen Hahn auf ein erfolgreiches Arbeitsjahr zurückblicken.

Friisk Foriining – Arbeitsbericht 2008/2009

Am 18. April 2008 fand die letzte Mitgliederversammlung der Friisk Foriining statt. Protokollführerin war Enke Christiansen, und Harry Kunz vom Nordfriisk Instituut führte eine anonyme Umfrage in Sachen friesischer Identität und Kultur durch.

Die älteren Mitglieder der Foriining treffen sich einmal im Monat unter Leitung von Luise M. Clasen bei Kaffee und Kuchen im Lindholmer Galerie Café. Im Frühjahr (14. Mai nach Aventoft und Südwesthörn) und Herbst (11. Oktober nach Bredstedt) wurden zwei kleine Ausflüge unternommen, und im Dezember stand ein Adventsnachmittag auf dem Programm.

Vom 30. Mai bis 7. Juni nahm eine nordfriesische Frauenmannschaft unter der Leitung unseres Jugend- und Kulturkonsulenten Gary Funck an der ersten Fußball-Europameisterschaft der Minderheiten in Graubünden/Schweiz (Europeada 2008) teil.

Die Friisk Foriining beteiligte sich wieder mit zwei Delegierten am FUEV-Kongress (Föderalistische Union Europäischer Minderheiten), der im Mai in Pécs/Ungarn stattfand.

Vom 23. bis 25. Juni begleitete unser Geschäftsführer Christiane und Meta Bodenhagen mit 15 Schülerinnen und Schülern aus Bredstedt auf eine „Friesische Fahradtour“ nach Tönning.

Am 5. und 6. Juli veranstalteten unsere Vereinsmitglieder von Frisia Historica ein Mittelalterlager in Stedesand.

Am 25. Juli hatte der Dokumentarfim „Wat san we? Frasche!“, den Claas Riecken während der Europeada gedreht hat, Premiere im Rio-Reiser Haus. Gleichzeitig traten „unsere Mädchen“ zu einem Freundschaftsspiel gegen ein Team vom Reiser-Haus an.

Vom 14. bis 21. August begab sich eine 22-köpfige friesische Gruppe auf eine aus Bundesmitteln geförderte Sprachreise zu den Bretonen nach Brest. Reiseleiter war Dr. Alastair Walker von der Nordfriesischen Wörterbuchstelle in Kiel.

Ein weiteres Freundschaftsspiel trug unser Europeada-Team gegen eine sorbische Frauenmannschaft in der Lausitz aus.

Beim Rio-Reiser-Sommerfest am 22. und 23. August konnten wir als mitveranstaltender Verein erneut die friesische Rockband Lembek vor großem Publikum präsentieren.

Der Vereinsausflug ging am 6. September mit 25 Teilnehmern nach Föhr. Ziele waren das entstehende Museum „Kunst der Westküste“ in Alkersum und das Friesenmuseum in Wyk.

Für den 7. September hatte die Friisk Foriining vier Personen gemeldet für die Halbmarathondistanz beim „European Minority Marathon (YOU:MM)“ in Flensburg.

Vom 10. bis 14. Oktober fanden in St. Peter die friesische Herbsthochschule und die Familientage mit jeweils eigenständigem Programm statt. Das durch Bundesmittel geförderte Projekt verzeichnete diesmal 32 Teilnehmer.

Am 25. Oktober fand in Risum die Nachbesprechung zur Sprachreise in die Bretagne statt.

Am 12. November wurden die beiden touristischen Hinweisschilder „Nordfriesland/Nordfriislon“ an der A7 aufgestellt, was den nordfriesischen Landrat dazu veranlasste, sich offiziell für die Initiative bei der Foriining zu bedanken.

Vom 13. bis 15. November veranstaltete die Friisk das zweite „European Minority Film Festival“ in Husum, das mit einer Gala im Freizeithaus des TSBW abschloss.

Kurz vor Weihnachten sammelten sich die Jugendlichen um unseren Konsulenten zum traditionellen „Jüldrååwen“, das u.a. eine Exkursion nach Angeln beinhaltete.

Am 17. Januar fand sich der erweiterte Vorstand zu einem Klausurtreffen unter der Anleitung von Berta Marie Markussen zusammen. Mit den gesammelten Ideen für die zukünftige Ausrichtung des Vereins wird sich der neue Vorstand befassen.

Das Winterfest der Foriining fand am 6. Februar in Langenhorn statt. Neben dem traditionellen Grünkohl lockte ein friesisches Theaterstück von der Jugendtheatergruppe „Dolores“ wieder über 100 Besucher an.

In Zusammenarbeit mit dem „Frasche Feriin for e Ååstermååre“ und dem „Rökefloose“ wurde wieder das Biikebrennen organisiert und das Kinderbiikefest der Schulen unterstützt. Die Biikenrede zu Beginn des Festes, das erstmals im „Fraschlönj“ stattfand, hielt Gerd Vahder.

Auf dem Biike-Empfang am 22. Februar in Alkersum auf Föhr wurde unser zweiter Vorsitzender, Ingwer Nommensen, aus seinem Amt als Vorsitzender des Friesenrates verabschiedet. Ihn hat es

Vom 27. Februar bis 1. März hatte die Foriining zum vereinsübergreifenden Theaterseminar auf den Knivsberg eingeladen. Es nahmen 14 Personen daran teil.

Seit Anfang März sind wir mit täglichen Nachrichten in friesischer Sprache beim Internetradio „Radio Magic Music“ eingestiegen.

In unserem Versammlungshaus in Stedesand hat sich am 16. April erstmals der „Friiske Kiinoklub“ getroffen, von dem in Zukunft sicher häufiger zu hören sein wird.

Die Foriining hat wieder allgemein die Kindergartenarbeit in Risum-Lindholm und ganz konkret den Dansk Børnehave Risum durch zwei Lottoveranstaltungen unterstützt.

Friesischkurse haben in Risum (Ute Jessen), Stedesand (Gary Funck) und Efkebüll (marie Tångeberg) stattgefunden. Der nächste Anfängerkurs beginnt am 7. September in Risum.

Der Vorstand hat sich im vergangenen Arbeitsjahr achtmal getroffen. Vom zweisprachigen „Achtet auf Kinder“-Schild ist eine zweite verbesserte Auflage erschienen, und unser Geschäftsführer hat bei der Entstehung eines interfriesischen Europaspiels mitgewirkt.

Termine 2009: Friesenkongress in Leer (12. – 14. Juni), „Feerie for frasche bjarne“ in Risum (20. – 24. Juli), Jugendsprachreise nach Wales (5. – 12. August), Sommerausflug nach List (12. September), Herbsthochschule und Familientage in Jarplund (9. – 13. Oktober). (mcn)
24.04.2009 Friisk Foriining: Fjouer naie lasmoote önjt stjör
Aw e lasmootefersoomling 2009 wörd et stjör for da näiste tou iir nai kiised. Eefter dåt Ingwer Nommensen, Anke Joldrichsen än Anne Paulsen-Schwarz jam ai wi tu wool stalden, kömen ma Güde Boysen (Lunham), Thede Boysen (Flansborj), Thore Johannsen (Risem) än Berta Marie Markussen (Stulbärj) fjouer naie harin önjt stjör, wat nü südänji ütschucht.

Formoon: Jörgen Jensen Hahn
2. forwüset: Ilse Johanna Christiansen
3. formoon: Lars Harms
Baisatere:
Antje Arfsten
Güde Boysen
Thede Boysen
Ingwer Boysen
Thore Johannsen
Berta Marie Markussen
Punghüüljerin:
Enken Johannsen
22.04.2009 24. - 26. September: FUEV Jubiläumskongress in Brüssel
FUEV feiert 60-jähriges Jubiläum mit einem Kongress in Brüssel
Das Präsidium der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) hat sich auf der ersten Sitzung 2009 in Bozen, dafür entschieden, das 60-jährige Jubiläum der größten Dachorganisation der autochthonen nationalen Minderheiten am Europäischen Tag der Sprachen, der jedes Jahr am 26. September stattfindet, zu veranstalten. Das Jubiläum wird in Brüssel im
Rahmen des diesjährigen FUEV-Kongresses stattfinden.

Der FUEV-Kongress ist für den 24. - 26. September 2009 geplant.

„Mit dem Tag der Sprachen als Jubiläumsfeiertag der FUEV, wollen wir ein Zeichen setzen. Die Sprachen und ihr Erhalt sind ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der FUEV, die vor allem darüber wachen möchte dass die kleinen und kleinsten Sprachen nicht neben den großen Regional- und Nationalsprachen „vergessen“ werden“, so Hansen.
22.04.2009 13. moi: Üüsen ålereklub beseecht et Instituut
E Friisk Foriining lååsit da ålere lasmoote in for än weensdi, di 13. moi, tu en latjen ütfluch önj e Haatstinger Määrsch än tut Nordfriisk Instituut eefter Bräist. Tujarst jeeft et kafe än kååge önjt hotäl Arlau-Schleuse, än önjt Instituut ferteelt Ingo Labs kort wat ouer dåt, wat ja deer mååge.
Et gungt lüüs am e klook tou (14.00) foont Risem Schölj, Toorpstroote 91.
Et wård am baded, ham önjtumalden bai Luise M. Clasen, tel.: 04661-5102 unti awt sekretarioot, tel.: 04672-77520.

Ausflug der Friisk Foriining

Der traditionelle Frühjahrsausflug für die älteren Mitglieder der Friisk Foriining führt am Mittwoch, 13. Mai, in die Hattstedtermarsch, wo im Hotel Arlau-Schleuse Kaffe und Kuchen bereit stehen wird. Beim anschließenden Besuch im Nordfriisk Instituut in Bredstedt wird Ingo Labs den Teilnehmern die wissenschaftliche Einrichtung für die friesische Sprache, Geschichte und Kultur kurz vorstellen.
Die Abfahrt ist um 14 Uhr von Risem Schölj, Dorfstr. 91, in Risum. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen (04661-5102) oder an das Sekretariat des Vereins in Bargum (04672-77520).
21.04.2009 Kniffliges auf Friesisch – wer macht noch mit?
Am 30.4. 2009 ist Einsendeschluss für die erste Tams-Jörgensen-Preisaufgabe

BREDSTEDT (NfI). Noch ist Zeit für Rätselfreunde, die erste Tams-Jörgensen-Preisaufgabe zu lösen, ausgeschrieben von der Arbeitsgruppe „Sprache und Literatur“ des Nordfriesischen Instituts; sie ist benannt nach dem ersten Leiter des Nordfriisk Instituut.
Nach dem Prinzip der Stillen Post ist ein Originaltext von nacheinander sieben Übersetzern in eine andere Sprache übertragen worden. Die Sprachen der acht Versionen sind Englisch, Fering (aasdring), Fering (weesdring), Frysk, Hochdeutsch, Mooring, Plattdeutsch, Sölring. Wer findet die Reihenfolge heraus, in der die Texte entstanden sind? Das Preisgeld beträgt 250 Euro. Gehen mehrere richtige Lösungen ein, wird das Preisgeld geteilt. Die acht Texte stehen zum Download auf der Homepage des Nordfriisk Instituut www.nordfriiskinstituut.de bereit oder können in Papierform beim Nordfriisk Instituut angefordert werden. Lösungsvorschläge werden bis zum 30.4.2009 entgegengenommen. Adresse: Nordfriisk Instituut, Süderstraße 30, D-25821 Bräist/Bredstedt, NF, info@nordfriiskinstituut.de
10.04.2009 18. April: Flohmarkt und Mittelalter in Stedesand
Der im Hunnebüllerkoog, Klinkerstr. 4 in Stedesand beheimatete mittelalterlich-friesische Verein Frisia Historica veranstaltet am Sonnabend, 18. April, ab 14:00 Uhr auf heimatlichem Gelände einen Scheunenflohmarkt. Unabhängig vom Mittelalter wird alles Mögliche und Unmögliche (allerdings keine Neuwaren) angeboten, und der Verein lädt gleichzeitig zur Besichtigung seines mittelalterlichen Lagers ein.

Wie Stefan Nissen, Häuptling des hiesigen Friesenstammes, mitteilt, steht die Eröffnung der diesjährigen mittelalterlichen Lagersaison mit der Ende des Monats stattfindenden Walpurgisnacht in Kürze an. Sein Verein reist dazu traditionell zum Burgspektakel in Bad Bodenteich in der Lüneburger Heide.
Den nach der langen Winterpause zur Überprüfung notwendigen Aufbau des kompletten Lagers möchte man nun nutzen, um sich der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren und mit Freunden, Bekannten und Verwandten ein paar nette Stunden in gemütlicher Atmosphäre zu verbringen.

Viele Vereinsmitglieder sind leidenschaftliche Flohmarktbesucher, und oftmals lässt sich gerade hier für dieses spezielle Hobby das eine oder andere tolle Schnäppchen machen. So lag der Gedanke nahe, auch selbst einmal einen Flohmarkt zu veranstalten. Marktbeschicker, auch von außerhalb des Vereins, waren schnell gefunden, und so wird man in der Scheune im Hunnebüller Koog nach Herzenslust stöbern und feilschen können.
Drumherum lässt sich gleichzeitig ein Stück Mittelalter erfahren, entdecken, bestaunen und erleben. Es werden Aktivitäten zum Mitmachen angeboten, und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt werden.

In dem Zusammenhang möchte der Verein auch noch einmal auf seine Internetpräsenz unter www.frisiahistorica.de hinweisen.

Für evtl. Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stefan Nissen, Klinkerstr. 4 in 25920 Stedesand, Tel. 04662/881797.
31.03.2009 Donnerstag, 23. April: Unsere Mitgliederversammlung!
Die Mitgliederversammlung der Friisk Foriining findet am Donnerstag, 23. April, um 19 Uhr in der Gaststätte Johannsen in Risum statt. Auf der Tagesordnung stehen Berichte aus der Vereinsarbeit (mit Powerpoint untermalt), Vorstandswahlen und die Jahresabrechnung 2008.
Alle Mitglieder sind eingeladen, und der Vorstand würde sich über ein volles Haus freuen!
30.03.2009 16. april 19.30: E friiske kiino klub präsentiirt "Euskal Pilota"
Liiwe lasmoote än waane foon e Foriining,

we måån jam hartlik inlååsie tu e jarst forstaling foon e Friiske Kiino Klub önj e Friisk Foriining.
Präsentiird wårt e baskische doku-film:

Euskal Pilota (di baskiische båle), en dokumentatsjoon amt kontsäpt foon e natsjonaal identitäät foon e baske.

Törsdi, 16.4.2009, 19:30 önjt fersoomlingshüs Stääsönj.

We wise di film önj grutformaat ma biimer. Följk tört ham ai önjmalde

21.03.2009 15. april: Eeftermadi for da ålere
E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 15. önj e gjarsmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Café önj Lunham. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102. Naie diiljnaamere san hartlik wäljkiimen.
05.03.2009 En naien radiosiinjer - ma tisinge aw frasch







Sunt e 1. märts jeeft et en naien lokaalen radiosiinjer for Söödtuner än Nordfraschlönj. Di siinjer håt:
Radio Magic Music, årbet komertsjäl än sånt ouert interneet

Jam koone ham fine uner : www.radio-mm.de

Natörlik as e Foriining wi ma deerbai än ouf näiste moundi jeeft et deer uk ark stün as piloot-fersäk (jarst iinjsen for tou waage) frasche tisinge ("nais foon diling"). Ouers we wan nuch mör!
Huum foon jam heet lust än årb ma bai en Foriining-radiofloose, wat latje siinjinge, hiirspaale än features produtsiire schal. Et gungt deerbai ai am live-moderatsjoon, ouers am ainkelte forprodutsiirde siinjinge.
Ouerdåt et ham heer am en profäsjonälen siinjer hoonelt, schan jam ai junger as 16 iir weese, bit boowen jeeft et niinj gränse.

RMM heet et müülj än wård foon möre duusend manschne aw e däi hiird än büt uk üüsen spräke en tukamst önj e moderne meedie!

Huum lust heet, di schal ham malde bai üüsen kultuurkonsulänt Gary Funck, wat for e floose feroontuurdlik as:
mäil: garyfunck[a]web.de, tel: 0151/11904070
27.02.2009 Ingwer Nommensen nach Norwegen verabschiedet
6. Biike-Empfang in Alkersum
Frasche Rädj agt „Adiis“ zum langjährigen Vorsitzenden

Bereits zum 6. Mal lud der Frasche Rädj am ersten Sonntag nach dem Biikebrennen Ehrenamtler und Politiker zum Gedankenaustausch ein: zum Biike-Empfang. „In diesem Jahr konnten wir in den Räumen der Ferring Stiftung über 100 Gäste begrüßen“, sagte der amtierende Vorsitzende des Friesenrates, Erk Hassold. Er zog eine positive Bilanz: „Wir haben auch in diesem Jahr unser Ziel erreicht, und zwar einen intensiven Gedankenaustausch ohne Protokoll und Tagesordnung.“ Neben Abgeordneten des Bundes- und Landtages fanden auch Vertreter der Landesregierung ihren Weg nach Föhr.

Hassold zeigte sich vor allem von der Arbeit des friesischen Journalisten Rein Tolsma beeindruckt, der bereits seit 30 Jahren bei „Omrop Fryslân“ Radiosendungen ausschließlich auf Friesisch moderiert. „Auch in Nordfriesland sehe sich die Möglichkeit, die Menschen über die Medien auf Friesisch zu erreichen. Tolsma hat für mich sehr einleuchtend die regionale Integrationskraft seines Senders beschrieben. Leider ist das Angebot in Nordfriesland sehr mager. Ich denke, dass wir in Zukunft deutlicher auf die Interessen friesischer Gebührenzahler hinweisen müssen.“

Nach acht Jahren verabschiedete sich der Friesenrats-Vorsitzende Ingwer Nommensen, der sich einer neue beruflichen Herausforderung in Norwegen stellt. Viele Weggefährten aus dem Interfriesischen Rat, aus West- und Ostfriesland sowie dem Saterland, nahmen den Biike-Empfang zum Anlass, um sich bei dem engagierten Friesen für seinen Einsatz zu bedanken. Viele hoffen, dass Nommensens Verpflichtung In Oslo lediglich eine vorübergehende „Auszeit“ sei. Hassold: „Wir haben zwar ‚Adiis‘ gesagt, rechnen aber fest damit, dass Ingwer Nommensen in einigen Jahren das Engagement mit neuen Ideen bereichern wird.“
26.02.2009 22. März: Erster Basar für Kinderbekleidung in Risum
Am Sonntag, 22. März, findet in „Risem Schölj/Risum Skole“, Dorfstr. 91 in Risum ab 13.00 Uhr ein Basar für gebrauchte Baby- und Kinderbekleidung mit Kaffee und Kuchen statt. Interessierte (nicht gewerbliche) Verkäufer/-innen können sich ab jetzt bei einer der drei Organisatorinnen anmelden, spätestens jedoch bis zum 10. März. Der gesamte Erlös der Veranstaltung wird an den Kindergarten „Risum Børnehave“ gehen.
Sandra Koplin, Tel. 04661/ 605355
Christina Venz, Tel. 04661/902736
Thora Kahl, Tel. 04661/902092
15.02.2009 Lotto in Risum am 6. März
Nächster Lotto-Termin in Risum: Freitag, 6. März, um 19.30 Uhr in der Turnhalle von Risem Schölj, Risum-Lindholm, Dorfstr. 91.

Das Verspielen findet wieder statt unter der Leitung von Willi Volquardsen, der die Zahlen in bewährter Art auf hoch- und plattdeutsch ausrufen wird. Diesmal wird auch dafür gesorgt, dass die Teilnehmer vor Mitternacht zu Hause sind.
Es gibt viele spannende Preise zu gewinnen! Der Erlös geht an den dänischen Kindergarten in Risum.

12.02.2009 27.2. - 1. 3. 2009: Friesisches Theaterseminar auf dem Knivsberg
Die Friisk Foriining veranstaltet vom 27.2. - 1. 3. 2009 ein friesisches Theaterseminar auf dem Knivsberg in Dänemark.

Die Idee des Seminars besteht darin, dass sich Laienspieler der verschiedenen friesischen Theatergruppen untereinander besser kennen lernen, sich gegenseitig inspirieren und von Theaterprofis den einen oder anderen Kniff lernen. Die Leitung des diesjährigen Workshops liegt wieder in den bewährten Händen von Peter Nissen. Er wird unterstützt durch Britta Weinbrandt und Hanna Plass. Das Seminar wird aus Landesmitteln gefördert.

Wer weiter Informationen dazu haben möchte, kann bei:
Antje Arfsten und Ingwer Boysen, Tel. 04661-90 20 89, E-Mail: antjearfsten@web.de
gerne nachfragen.

Unter dieser Adresse kann man sich anmelden:
Friisk Foriining
Moose 4
25842 Bargum/Beergem
E-Mail: info@friiske.de
10.02.2009 21. Februar: Biikebrennen in Risum-Lindholm
RISUM-LINDHOLM. Die örtlichen Friesenvereine laden Interessierte von nah und fern zum Biikebrennen nach Risum-Lindholm ein. Das Feuer wird am Sonnabend, 21. Februar, um 19 Uhr in Lindholm am Üülje Browäi entfacht. Das anschließende Fest mit einer stärkenden Erbsensuppe findet ab 20 Uhr in der Gaststätte ”Fraschlönj” im Ortsteil Risum statt. Nach der Biike-Rede, dieses Jahr gehalten vom Schulleiter der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule, Gerd Vahder, präsentiert der Rökefloose das friesische Theaterstück "Di suurte hün foon Risem Måår“. Anschließend werden die Liveband „De Wattwöhlers“ und DJ Dirk Bork für gute Stimmung sorgen.

Tags zuvor feiern die Schulkinder aus Risum-Lindholm, Fahretoft und von der dänischen Schule Bredstedt am Vormittag ihr traditionelles Kinder-Biikefest. Ausrichter ist in diesem Jahr die Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm. Das Programm, das vor allem Gesang und mehrere friesische Theaterstücke umfasst, beginnt um 9.30 Uhr. Für das leibliche Wohl sorgen die Friesenvereine.
01.02.2009 6. Februar: Winterfest mit Grünkohlessen
E Friisk Foriining lååsit lasmoote än waane in tut wunterfäst ma gräinküüljääsen än doons, än fraidi, di 6. februar am e klook soowen aw önj Ingwersens krouf önj e Hoorne. E teooterfloose DOLORES wiset "E Tukast As Diling”, än for e doonsmusiik as wider Detlef Petersen üt Naibel tustandi. Följk koon ham önjmalde bit tu e 2. februar awt sekretarioot önj Beergem, tel. 04672-775-20, faks -21, iimäil: info@friiske.de.

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Friisk Foriining feiert Winterfest in Langenhorn

Die Friisk Foriining lädt alle Mitglieder und Freunde des Vereins zum Winterfest mit Grünkohl und Tanz ein, das am Freitag, 6. Februar, in Ingwersens Gasthof in Langenhorn stattfindet. Beginn ist um 19 Uhr. Nach dem Grünkohlessen präsentiert die Jugendgruppe DOLORES das Theaterstück "E Tukamst As Diling". Detlef Petersen aus Niebüll sorgt für Tanzmusik und Unterhaltung. Anmeldungen für das Winterfest werden bis zum 2. Februar im Sekretariat in Bargum entgegengenommen, Tel. 04672-77520, Fax -21, E-mail info@friiske.de.
30.01.2009 11. februar: Frasche eeftermadi ma loto
E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 11. önj e biikenmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Cafe önj Lunham. Dåttooch wårt er loto am hu latje prise spaald. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102 unti awt sekretarioot, 04672-77520. Naie diiljnaamere san hartlik wäljkiimen.

Friesischer Nachmittag mit Verspielen

Der nächste friesische Nachmittag, zu dem die Friisk Foriining alle Mitglieder über 60 einlädt, findet am Mittwoch, 11. Februar, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Diesmal wird mit den Teilnehmern ein internes Verspielen von kleinen Preisen durchgeführt. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Vereins-Sekretariat in Bargum, 04672-77520. Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.
22.01.2009 Friesisch-Studierende aus Flensburg zu Besuch in Risum-Lindholm
Kleine Sprachen – große Möglichkeiten

RISUM-LINDHOLM. Kleine Sprachen bieten große Möglichkeiten. Diesen Eindruck gewannen Friesisch-Studierende der Universität Flensburg bei einem Besuch in der Gemeinde Risum-Lindholm, einer "Hochburg" der friesischen Sprache. Die von Professor Dr. Thomas Steensen (Nordfriisk Instituut) begleitete Gruppe erhielt insbesondere Einblick in den Alltag der friesisch-dänischen Schule in Risum und der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm.


In Risum stellte Schulleiter Jörgen Jensen Hahn seinen Gästen das Konzept eines mehrsprachigen Unterrichts vor. Friesisch ist hier nicht isoliertes Unterrichtsfach, sondern steht gleichberechtigt neben Dänisch und Deutsch, was die Schule einzigartig macht. Die Sprache fließt fächerübergeifend in das gesamte Schulleben ein. Beeindruckt zeigten sich die Studierenden auch vom jahrgangsübergreifenden Unterricht. Sie lobten das Engagement des Dänischen Schulvereins, der diese kleine Schule im Interesse des Friesischen erhält und fördert.


An der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm ist Friesisch fest im Schulprogramm verankert, hob Schulleiter Gerd Vahder hervor. In einer Unterrichtsstunde zeigte die Friesischlehrerin Inga Scharfschwerdt dies in der Praxis. Friesisch wird durchgängig von der ersten bis zur neunten Klasse angeboten, was der Lindholmer Schule eine Sonderstellung im deutschen Schulwesen verleiht. Mit Bedauern nahmen die Studierenden zur Kenntnis, dass vom Sommer 2009 an in Lindholm nur noch eine Grundschule bestehen wird. Die angehenden Friesisch-Lehrkräfte drückten die Hoffnung aus, dass Friesisch künftig auch an den weiterführenden Schulen in Niebüll einen festen Platz einnehmen wird.
16.12.2008 Dank für Hinweisschilder vom Landrat
Nordfrieslands Landrat begeistert über neue Nordfriislon-Schilder

Die Initiative der Friisk Foriining, an der Autobahn 7 zweisprachige Hinweisschilder mit der Aufschrift Nordfriesland/Nordfriislon aufstellen zu lassen, begeistert den nordfriesischen Landrat Dieter Harrsen. „Nordfriesland/Nordfriislon steht nicht nur für ein bestimmtes geographisches Gebiet, sondern auch für eine eigenständige Sprache und Kultur sowie für eine Bevölkerung mit eigener Geschichte und Identität. Die neuen Schilder werden zur Erhaltung und Stärkung dieser Identität beitragen“, heißt es in einem Dankesschreiben Harrsens an die Friisk Foriining.

Mitte November waren an den Ausfahrten Flensburg (Fahrtrichtung Süden) und Schuby (Richtung Norden) zwei mal drei Meter große Schilder mit dem zweisprachigen Schriftzug Nordfriesland/Nordfriislon aufgestellt worden. Die Initiative der Friisk Foriining (www.friiske.de) ist darauf ausgerichtet, auch an der hoch frequentierten Autobahn A7 die Aufmerksamkeit auf das Vorhandensein der friesischen Sprache zu lenken. An der A7 gibt es bereits die zweisprachigen Hinweistafeln, die in deutsch und dänisch auf das Dannewerk/Danevirke hinweisen. Und in der Lausitz an der A4 weisen zweisprachige Tafeln in deutscher und sorbischer Sprache auf das Kloster Marienstern und die Oberlausitz hin.

Den Entwurf für das deutsch/friesische Schild lieferte der Witzworter Grafiker Manuel Knortz. Es zeigt eine Frau in friesischer Tracht vor einem Reetdachhaus, mit Halligwelt und Möwen am Wolkenhimmel im Hintergrund. Die Maßnahme wurde gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über den Friesenrat.
15.12.2008 Erfolgreiches Vorleseprojekt in Risum
„Ich kann besser lesen!“
Vorleseprojekt erfolgreich gestartet





Viele Drittklässler arbeiten sich durch ihre Lesetexte, oftmals an der Grenze des Verstehens. „Die Acht- und Neunjährigen müssen schon ein bisschen durchhalten, bis es richtig mit dem Lesen klappt“, weiß Schulleiter Jörgen Jensen Hahn aus Erfahrung. Damit sie nicht aufgeben, hat sich die friesisch-dänischen Schule in Risum-Lindholm etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein Vorleseprojekt, bei dem Drittklässler Kindergartenkindern vorlesen. Die Kinder treffen sich einmal in der Woche in speziellen Lesestunden. „Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe“, zieht Schulleiter Jensen Hahn eine erste Zwischenbilanz. „Die Kindergartenkinder hören spannende Geschichten und die Drittklässler verbessern ihre Lesekompetenz“, sagt Jensen Hahn. „Für viele Drittklässler ist es wirklich das erste Mal, dass sie merken, wie erfüllend Lesen sein kann. Da legt sich auch bei denjenigen, die vorher lesefaul waren, ein Schalter um und sie werden richtige Leseratten.“ Wer einmal die Erfahrung gemacht hat, wie Zuhörer aufmerksam die Ohren spitzen, komme eben selbst auf den Geschmack. „Die Schülerinnen und Schüler begreifen, auch ohne dass ihnen die Lehrkräfte Vorgaben machen, wie erfüllend Lesen sein kann“, sagt Jensen Hahn.
Nach dem erfolgreichen Auftakt soll das Projekt dauerhaft in das Lehrgeschehen der Schule integriert werden.
Das Vorleseprojekt ist nur eines von mehreren fachübergreifenden Konzepten der innovativen Risem Skole/Risem Schölj (www.risumskole.de). Schulleiter Jensen Hahn weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass neue Schüler noch bis Mitte Januar für das Schuljahr 2009/2010 angemeldet werden können. Bei Interesse sendet die Schule gerne einen von den Eltern gestalteten Informationsflyer zu. Dieser wird in den nächsten Tagen auch in den Haushalten verteilt werden.
11.12.2008 14. januar: Jarste frasche eeftermadi 2009
E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 14. önj e ismoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Cafe önj Lunham. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102 unti awt sekretarioot, 04672-77520. Naie diiljnaamere san hartlik wäljkiimen.

Erster friesischer Nachmittag 2009

Der erste friesische Nachmittag im neuen Jahr, zu dem die Friisk Foriining alle Mitglieder über 60 einlädt, findet am Mittwoch, 14. Januar, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Vereins-Sekretariat in Bargum, 04672-77520. Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.
05.12.2008 Hartliken lukwansch, Nordfriisk Instituut!
Zum 60-Jährigen Bestehen des „Nordfriisk Instituut“ erklären die SSW-Landtagsabgeordneten Anke Spoorendonk und Lars Harms:

Wir gratulieren dem Nordfriisk Instituut herzlich zum Geburtstag und wünschen ihm alles Gute für die kommenden 60 Jahre. In den vergangenen sechs Jahrzehnten ist das Institut von unschätzbarem Wert gewesen, wenn es darum ging, die nordfriesische Sprache zu erhalten und zu fördern. Durch die historische Forschung hat es zudem einen wichtigen Beitrag zur Identitätsbildung in Nordfriesland geleistet – nicht nur für den friesischsprachigen Bevölkerungsteil.

Wenn es dem Nordfriisk Instituut auch in 60 Jahren gut gehen soll, dann müssen heute die entsprechenden politischen Weichen gestellt werden. Dies gilt vor allem für die Finanzierung, die in den vergangenen Jahren immer wieder durch Personalkostensteigerungen strapaziert wurde. Insofern begrüßen wir, dass die Regierungsparteien in Kiel heute im Finanzausschuss dem SSW-Vorschlag gefolgt sind, dem Instituut 2009 6.500 Euro mehr und 2010 19.200 extra zur Deckung der stetig steigenden Personalkosten zur Verfügung zu stellen.

Die Tatsache, dass an der Gründung des Nordfriisk Instituuts viele nationale Friesen beteiligt waren, hat seit jeher zu einer stets engen Bindung zwischen dem NFI und dem SSW beigetragen. Insofern freuen wir uns darauf, auch in Zukunft mit dem Instituut zusammen zu arbeiten, wenn es um die Förderung der friesischen Sprache und Kultur geht.“
15.11.2008 Harms: Ein historischer Schritt für die friesische Sprache
Erlass zum Friesischunterricht: Ein historischer Schritt für die friesische Sprache in Schleswig-Holstein


Der SSW begrüßt den gestern veröffentlichten Erlass der Landesregierung ‚Friesisch an Schulen im Kreis Nordfriesland und auf Helgoland‘. „Der Erste Erlass zum Friesischunterricht seit 1947 ist en großer Fortschritt für die friesische Sprache im Land. Jetzt haben die Schulen endlich die Chance, das Friesische zu einem gleichwertigen Fach zu entwickeln“, freut sich der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms.

„Mit dem neuen Erlass der Bildungsministerin wird die Friesische Sprache erstmals an den Schulen in Nordfriesland zum vollgültigen Unterrichtsfach. Indem das Friesische in den höheren Klassen nun als Ersatz für eine Fremdsprache anerkannt ist, wird es auch für die Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II attraktiver. Dies ist ein historischer Schritt für die friesische Sprache in Schleswig-Holstein.

Mit dem Erlass wurden die Weichen dafür gestellt, dass das Friesische von einem Nischenfach zu einem gleichwertigen Teil des Sprachenunterrichts an der Westküste werden kann. Wir hoffen, dass jetzt so viele Schulen und Schüler wie möglich diese Chance nutzen. Die neue Verpflichtung für die Schulen, die Eltern über die Möglichkeit des Friesischunterrichts zu informieren, kann jedenfalls dazu beitragen, die Nachfrage noch einmal deutlich zu stimulieren.“
14.11.2008 13.-15. November: "2nd EUROPEAN MINORITY FILM FESTIVAL" in Husum
13.-15. November: Große Filme kleiner Völker

Friisk Foriining lädt ein:
"2nd EUROPEAN MINORITY FILM FESTIVAL" in Husum

Unter dem Motto "Große Filme kleiner Völker" veranstaltet die Friisk Foriining (www.friiske.de) zum zweiten Mal das "EUROPEAN MINORITY FILM FESTIVAL" vom 13. bis 15. November 2008 im Kino Center Husum.

Das EUROPEAN MINORITY FILM FESTIVAL ist ein Forum für Spielfilme, gedreht in den Sprachen von europäischen Völkern, die sich nicht auf ein kulturelles Mutterland beziehen können. An drei Abenden werden auf dem diesjährigen Festival Spielfilme der Friesen aus den Niederlanden, der Waliser und gälischen Schotten aus Großbritannien, der Ladiner aus Italien und der Basken aus Spanien gezeigt.
Alle Filme werden durch die Regisseure oder Produzenten im Rahmen einer Einführung persönlich vorgestellt.

Das Festival schließt ab mit einer großen Gala im Freizeithaus des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerks in Husum [Theodor-Schäfer-Str. 14-26], in deren Mittelpunkt die Verleihung des EUROPEAN MINORITY FILM AWARD 2008 steht. Umrahmt wird dir Veranstaltung durch Darbietungen der färöischen Sängerin Jensina Olsen und der Gruppe Lembek. Die Abschlussgala steht allen Interessierten offen und der Eintritt ist kostenfrei.

Das EUROPEAN MINORITY FILM FESTIVAL 2008 ist das einzige Festival dieser Art in Europa und steht unter der Schirmherrschaft des bekannten schwedischen Regisseurs und Produzenten Bo Landin.

Das Projekt wurde gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über den Friesenrat und durch die Filmwerkstatt Kiel der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

Alles Nähere zum Programm entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer (European Minotity Filmfestival 2008 flyer.pdf) und der offiziellen Homepage des Festivals www.minority-film.net

Bei Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Friisk Foriining jederzeit gerne zur Verfügung (04672-77520).
13.11.2008 3. detsämber: Frasche eeftermadi önj e adwänt
Frasche eeftermadi önj e adwänt

E Friisk Foriining lååsit da ålere lasmoote tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 10. önj e jülmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Café önj Lunham. Et jeeft kafe än kååge, än Christiane Bodenhagen kamt ma schöljbjarne üt Bräist, wat hu musiik- än jülstöögne inööwed hääwe. Huum hål oufhååld wårde wal, koon ham malde awt sekretarioot, tel. 04672-77520 unti bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102. Geeste san wäljkiimen.

Friesischer Adventsnachmittag

Die Friisk Foriining lädt alle Mitglieder über 60 zu einem Friesischen Adventsnachmittag für Mittwoch, 10. Dezember, um 14.30 Uhr ins Galerie-Café nach Lindholm ein. Im Anschluss an eine Kaffeetafel werden Schüler und Schülerinnen von der dänischen Schule Bredstedt unter der Leitung von Christiane Bodenhagen für eine vorweihnachtlichen Stimmung sorgen. Wer gerne abgeholt werden möchte, kann sich an das Vereins-Sekretariat, Tel. 04672-77520 oder an Luise M. Clasen, Tel. 04661-5102, wenden. Gäste sind willkommen.
30.10.2008 5.12.: Nikolaus-Verspielen in Risum
Nikolaus-Verspielen

Alle sind herzlich eingeladen zu einem gemütlichen Lotto-Abend,

am Freitag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr

in der Turnhalle von Risem Schölj,
Risum-Lindholm, Dorfstr. 91.

"Gepottet" wird unter der Leitung von Willi Volquardsen aus Stedesand, der die Zahlen in bewährter Art auf hoch- und plattdeutsch ausrufen wird.
Es gibt viele spannende Preise zu gewinnen! Der Erlös geht an den dänischen Kindergarten in Risum.
22.10.2008 FUEV baut Generalsekretariat aus












Die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) baut ihr Generalsekretariat
in Flensburg aus und verstärkt sich um zwei Mitarbeiter.
An der Seite von Frank Nickelsen werden von nun an auch der deutsche Nordschleswiger Jan
Diedrichsen und die Lausitzer Sorbin Susann Schenk für die FUEV tätig sein.

„Das Tätigkeitsspektrum der FUEV hat sich in den vergangenen Jahren enorm erweitert und damit steigen die Anforderungen an ein professionelles Sekretariat. Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, mit Susann Schenk und Jan Diedrichsen zwei Akteure für eine institutionelle Mitarbeit in der FUEV zu gewinnen, die bisher schon im Rahmen des Brüssel-Projektes erfolgreich für uns tätig waren.“ erklärt FUEV-Präsident Hans Heinrich Hansen die neue Struktur.

Jan Diedrichsen übernimmt als Direktor die
Gesamtleitung und wird weiterhin das politische
Lobbying der FUEV federführend betreuen.

Die Leitung des FUEV-Generalsekretariat in
Flensburg und die strategische Planung obliegen Susann Schenk.

Frank Nickelsen wird als langjähriger, erfahrener Mitarbeiter der FUEV im Bereich der administrativen Arbeit und des IT-Sektors das Team komplettieren.

Jan Diedrichsen ist von Beruf Journalist und leitet auch das Sekretariat der deutschen Minderheit an Regierung und Parlament in Dänemark / Kopenhagen.

Susann Schenk ist diplomierte Kommunikationswirtin und als Geschäftsführerin der Jugend Europäischer Volksgruppen tätig.
19.10.2008 12. önj e mistmoune: di näiste frasche eeftermadi
Frasche eeftermadi

E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 12. önj e mistmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Cafe önj Lunham. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102 unti awt sekretarioot, 04672-77520. Naie diiljnaamere san hartlik wäljkiimen.

Friesischer Nachmittag

Der nächste friesische Nachmittag, zu dem die Friisk Foriining alle Mitglieder über 60 einlädt, findet am Mittwoch, 12. November, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Vereins-Sekretariat in Bargum, 04672-77520. Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.
23.09.2008 10.-14. Oktrober: Friesische Herbsthochschule in St. Peter-Ording
In diesem Jahr in St. Peter-Ording

Friesische Herbsthochschule und Familientage

Die Friisk Foriining bietet vom 10. bis 14. Oktober wieder eine friesische Herbsthochschule an – in diesem Jahr erstmals in St. Peter-Ording.
Hier bietet das Ev.Jugenderholungsdorf den Rahmen für eine Vielzahl von Aktivitäten für Jung und Alt, bei denen die friesische Sprache im Mittelpunkt steht.
Wer gerade Friesisch lernt, ist genauso herzlich willkommen, wie die, die es schon können.

Im Programm findet man verschiedene Workshops: Musik, Aquarellmalen, Sport, Bernsteinschleifen oder Filzen. Das Rahmenprogramm mit Tai Chi, einem Kinoabend, einer Exkursion über Eiderstedt und einem Vortrag über die Geschichte der Halbinsel runden die diesjährige Hersthochschule ab.

Mit einem eigenen Programm finden gleichzeitig die friesischen Familientage statt. Im Mittelpunkt werden ein Sketch Workshop und ein Besuch im Westküstenpark stehen.

Wer Fragen zum Programm hat, kann sich an das Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum wenden, Tel.: 04672-77520, Fax -21, Email: info@friiske.de. Dort werden auch ab sofort Anmeldungen entgegen genommen.
19.09.2008 8.10.: Herbstusflug nach Bredstedt
Harfstütfluch eefter Bräist

E Friisk Foriining lååsit da ålere lasmoote in for weensdi, di 8. oktoober, tu en ütfluch eefter Bräist tu e "Oldtimer"-ütstaling önj e "Bredstedter Sool". Awäädrie jeeft et deer dan uk kafe än kååge, iir et widere gungt tu e hoonweewerai foon Birgit Peters önj e Sainke-Nissen-Kuuch. E ütfluch gungt lüüs am e klook tou (14.00) foont Risem Schölj, Toorpstroote 91. Wees sü gödj än mald jam aw arken fål önj bai Luise M. Clasen, tel.: 04661-5102 unti awt sekretarioot, tel.: 04672-77520.


Herbstusflug nach Bredstedt

Der Herbstausflug für die älteren Mitglieder der Friisk Foriining führt am Mittwoch, 8. Oktober, nach Bredstedt zur Oldtimer-Ausstellung im Bredstedter Sool. In der dortigen Gaststätte werden im Anschluss Kaffee und Kuchen gereicht, ehe es weiter geht in den Sönke-Nissen-Koog zur Handweberei von Birgit Peters. Abfahrt ist um 14.00 Uhr von Risem Schölj, Dorfstr. 91, in Risum. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Sekretariat, Telefon 04672-77520.
10.09.2008 Neue Schilder: Verkehrssicherheit auf Friesisch
Verkehrssicherheit auf Friesisch
Friisk Foriining bietet wieder Schilder an

Die erste Auflage der Hinweisschilder, mit der die Friisk Foriining für mehr Verkehrssicherheit auf den nordfriesischen Straßen gesorgt hat, war schon seit längerem vergriffen. Zu Beginn des neuen Schuljahres sind ab sofort wieder zweisprachige Schilder „Achtet auf Kinder! - Jeew åcht aw e bjarne!“ auf dem Sekretariat der Friisk Foriining im Bargum, Tel. 04672/77520, erhältlich. „Die Schilder sollen können an Schulen, Kindergärten und in Wohngebieten aufgestellt werden, damit die Autofahrer zugunsten der Sicherheit der Kinder in Nordfriesland vom Gas gehen“, sagt der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms, der die Idee zu den Schildern aus dem slowenischen Sprachgebiet in Kärnten mitgebracht hatte.
Die Alu-Dibond-Schilder, die im Gegensatz zur Erstauflage ohne Trägerplatte auskommen, werden zum Selbstkostenpreis abgegeben.
02.09.2008 8. und 11. September: Friesisch und Dänisch in Risum-Lindholm
In Risum-Lindholm können Interessierte auch in diesem Jahr wieder in jeweils 10 Doppelstunden Friesisch oder Dänisch lernen.

Der Anmeldungsabend für den Friesischunterricht bei Ute Jessen ist am Montag, 8. September, um 20 Uhr in der Risem Schölj/Risum Skole.

Dänisch mit Susanne Holste beginnt am Donnerstag, 11. September, um 19 Uhr.

Anmeldungen und nähere Auskünfte: Risem Schölj/Risum Skole, Telefon 04661-8387 oder 5620, Fax 6498.
01.09.2008 10. septämber: Frasche eeftermadi
E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu e näiste meeklike eeftermadi, än weensdi, di 10. önj e harfstmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Cafe önj Lunham. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102 unti awt sekretarioot, 04672-77520. Naie diiljnaamere san hartlik wäljkiimen.

Friesischer Nachmittag

Der nächste friesische Nachmittag, zu dem die Friisk Foriining alle Mitglieder über 60 einlädt, findet am Mittwoch, 10. September, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Vereins-Sekretariat in Bargum, 04672-77520. Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.
07.08.2008 6. September: Sommerausflug nach Föhr
Friisk Foriining besucht Museum ”Kunst der Westküste”

Die Friisk Foriining lädt Mitglieder und Freunde für Sonnabend, 6. September, zu einem Sommerausflug auf die Insel Föhr ein. Abfahrt in Dagebüll ist 12 Uhr. Erstes Ziel ist Alkersum mit dem neuen Museum ”Kunst der Westküste”, das zwar erst im Juni 2009 offiziell eröffnet wird, aber auch jetzt schon einen beeindruckenden Einblick in die Räumlichkeiten bietet, in denen bald die umfangreiche Bildersammlung von Dr. Frederik Paulsen präsentiert wird. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen im ebenfalls neuen Museumscafé „Gretchens Gasthof“.
Danach startet die eigentliche Inselrundfahrt über die Dörfer von Westerland-Föhr mit der St. Lurentii-Kirche von Süderende im Zentrum. Abschließend steht eine Führung durch das Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum in Wyk auf dem Programm.
Rückfahrt nach Dagebüll ist um 18.45 Uhr.

Anmeldungen werden ab sofort im Vereins-Sekretariat entgegen genommen: Tel.: 04672-77520, Fax: -21, E-Mail: info@friiske.de
31.07.2008 Friesen gegen Fresenhagen
Freundschaftsspiel im Rio Reiser Haus

Ein Fußballspiel der besonderen Art bot sich den zahlreichen Zuschauern am vergangenen Freitag am Rio Reiser Haus in Fresenhagen.
Die nordfriesische Frauen-Auswahl der Europeada 2008, der Fußball-Europameisterschaft der Minderheiten, die Anfang Juni in der Schweiz stattfand, spielte gegen eine extra für diese Begegnung aufgestellte Mannschaft des Rio Reiser Hauses unter der Leitung von R.P.S. Lanrue, Gitarrist der legendären Rockband "Ton Steine Scherben".
Die Idee zu diesem Spiel hatten Lanrue und der Teamchef der nordfriesischen Frauenauswahl, Kulturkonsulent Gary Funck.
"Ich habe früher schon immer in verschiedenen Vereinen der Umgebung Fußball gespielt", so Lanrue, "und daher habe ich die Herausforderung der Nordfriesen mit Freude angenommen." Innerhalb kürzester Zeit ist es dem Musiker gelungen, ein schlagkräftiges Team rund um Fresenhagen und dem Rio Reiser Haus auf die Beine zu stellen. Das Team "Fresenhagen 11" setzte sich zusammen aus Musikern, zahlreichen Nachbarn und Freunden.
Für die inzwischen Turnier erfahrene nordfriesische Nationalauswahl war dieses Spiel dann auch mehr als nur Routine. "Ein Fußballspiel auf dem Rasen hinter dem Rio Reiser Haus, das ist schon was besonderes", so der friesische Kulturkonsulent der Friisk Foriining, Gary Funck. "Wir freuen uns immer wieder, wenn wir als Friesen gemeinsame Projekte mit den Freunden aus Fresenhagen auf die Beine stellen können."
Nach einem fairen Spiel ohne gelbe Karten stand es zum Schluss 6:3 für die Nordfriesinnen. "Kein Problem, wir haben trotzdem gut gespielt", so einer Spieler des Teams "Fresenhagen 11", "und natürlich wollen wir eine Revanche!".
Das diese kommt, steht nach Auskunft aller Beteiligten wohl außer Frage. Allerdings werden sich die Fresenhagener noch etwas gedulden müssen. Auf die nordfriesische Frauenauswahl warten erst noch Freundschaftsspiele gegen die Sorben in der Lausitz, gegen die Nordschleswiger in Dänemark oder gegen die Roma in Ungarn.
23.07.2008 28 Juli bis 3. August: Viertklässler bauen Marschenboot
Der Friesenrat als Dachorganisation der friesischen Vereine bietet bereits seit mehreren Jahren Ferienprogramme für Kinder an, bei denen die Kinder ganz nebenbei friesische Sprachkenntnisse vertiefen können. Auch in diesem Jahr verbringen Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren die Zeit zwischen 11. und 15. August gemeinsam: mit Spielen, Schwimmen und gemeinsamen Ausflügen.

Daneben steht in diesen Jahr aber noch eine absolute Premiere an: der Bau eines so genannten Marschenbootes. „Wir laden Kinder zwischen acht und zwölf Jahren ein, an der Dänisch-Friesischen Schule in Risum-Lindholm ein seetüchtiges Marschenboot zu bauen“, sagt Ingwer Nommensen, Vorsitzender des Friesenrates. Zur Vertiefung friesischer Sprachkenntnisse sei das gemeinsame Erleben besonders wichtig. „Es geht weder um Vokabelpauken oder Grammatik, sondern darum, mit friesisch sprechenden Erwachsenen gemeinsam etwas zu unternehmen.“ Das Angebot richtet sich vor allem für etwas ältere Kinder, die mittels dieser einmaligen Idee zum Friesisch gebracht werden sollen.

Eine Woche lang, vom 28. Juli bis zum 3. August, werden zwanzig Kinder unter fachkundiger Leitung des Fahretofters Melf Paulsens ein traditionelles Boot bauen, wie es früher im nordfriesischen und dänischen Küstengewässer unterwegs war. „Geplant ist ein richtiger Werft-Betrieb, denn schließlich soll sich das Marschenboot später in der Nordsee bewähren“, sagt Nommensen.
15.07.2008 Friisk Foriining gratuliert Ingwer Nommensen
Glückwunsch zur Verleihung des Landesordens

Einen Glückwunsch zur Verleihung des neugeschaffenen Landesordens des Landes Schleswig-Holstein hat der Vorsitzende der Friisk Foriining, Jörgen Jensen Hahn, dem Vorsitzenden des Friesenrates, Ingwer Nommensen, übermittelt.

Bei der Foriining ist man erfreut darüber, dass Ministerpräsident Peter Harry Carstensen unter elf Frauen und Männern, die als erste Empfänger des neuen Ordens ausgewählt wurden, mit Ingwer Nommensen einen egagierten Verfechter einer modernen nordfriesischen Sprach- und Kulturarbeit bedacht hat.

Der 52-jährige Lehrer an der Niebüller Friedrich-Paulsen-Schule ist in einem friesischen Elternhaus in Galmsbüll aufgewachsen und hat seine Muttersprache als ”Vatersprache ” an seine Kinder weitergegeben. Er wurde vor 30 Jahren Mitglied der Friisk Foriining und lenkt dort heute als zweiter Vorsitzender das Geschehen entscheidend mit. Seit Januar 2000 ist er Vorsitzender des Frisenrates. Darüber hinaus ist Nommensen Mitglied in verschiedenen Gremien der Minderheitenpolitik auf Bundes- und Landesebene wie beispielsweise dem Beratenden Ausschuss für Fragen der Friesen beim Bundesinnenministerium, dem Gremium für Fragen der friesischen Volksgruppe beim Schleswig-Holsteinischen Landtag sowie im Arbeitskreis für Minderheitenfragen beim Deutschen Bundestag.

Nach Ingwer Nommensens Auffassung ” ... könne Friese sein, wer dieser ethnischen Volksgruppe und ihrer Kultur gegenüber aufgeschlossen sei. Minderheiten könnten sich keine Abschottung leisten. Für den Erhalt des Friesischen seien weniger die historische Verwurzelung als vielmehr aktive Sprachwerte und das Sprachverständnis entscheidend.” (mcn)
03.07.2008 22. + 23. August: Rio-Reiser-Haus-Sommerfest
Am 22. und 23. August 2008 findet das Sommerfest zum Gedenken an den 12. Todestag von Rio Reiser statt.

Programm:
Freitag, 22.08.2008

Die wilden 13 aus NF
Detlev Enewaldsen, ...

Lembek
(New Rock - Nordfriesland)

Boutique Rouge
(Punk / Indie / Blues - Kiel/Hamburg)

Werner Bettge und Band
(Berlin)

danach Disco in Winnetous Garage


Sonnabend, 23.08.2008

Nachmittags buntes Familienprogramm

Rios Raben - Revue im Niemandsland

ZeitZeuge

danach Disco in Winnetous Garage

Also am 22. und 23. August 2008 in Fresenhagen. Der Eintritt kostet 15 € für beide Abende und 10 € für einen Abend.

Karten können unter bestellung@rioreiser.de óder unter Tel. 04662-5222 erworben werden.
21.06.2008 Sprachreise in die Bretagne: Noch einige Plätze frei!
Die Friisk Foriining bietet vom 14. - 21. August 2008 eine friesischen Sprachreise in die Bretagne an, für die noch ein Paar Plätze zu vergeben sind. Auf dem Programm stehen Tagesausflüge nach Concarneau, Quimper, Carhaix und auf die Halbinsel Crozon. Durch Besuche bei bretonischen Unterrichts-Einrichtungen wie den zweisprachigen DIWAN-Schulen und dem Institut für bretonische Sprache werden die Nordfriesen mit den gegenwärtigen Sprachpflegemaßnahmen der von Frankreich nicht offiziell anerkannten Minderheit vertraut gemacht.
Die Reisegruppe, die in der Jugendherberge in der Hafenstadt Brest wohnt, wird während der einen Woche im Gebrauch der eigenen friesische Sprache gestärkt. Besonders vorher „passive“ Sprachfriesen können den Besuch bei den Bretonen als eine Art friesischen Crashkursus nutzen.
Wer Interesse hat und mehr über der Reise erfahren möchte, kann sich an das Vereinssekretariat in Bargum wenden, Tel. 04672-77520, faks –21 oder E-Mail info@friiske.de.
19.06.2008 5./6. Juli: Friesisch-historisches Wochenende
Am kommenden Wochenende, Sonnabend (05.) von 12:00 bis 22:00 Uhr und Sonntag (06.) von 10:00 bis 17:00 Uhr findet im Hunnebüllerkoog, Klinkerstr. 4 in Stedesand ein friesisch-historisches Wochenende statt, zu dem die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist.

Gastgeber sind die Friisk Foriining und der seit knapp zwei Jahren bestehende
mittelalterlich-friesische Verein Frisia Historica, welcher auch am Veranstaltungsort angesiedelt ist. Der Verein besteht aus über 20 vom Mittelalter begeisterten und mit unserer friesischen Heimat verbundenen Menschen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) aus dem Raum Südtondern.

„Wir möchten an diesem Wochenende mit allen auf unserem Hof Anwesenden eine Zeitreise um ca. 800 - 1000 Jahre zurück in das mittelalterliche Nordfriesland unternehmen“, sagt der Vereinsvorsitzende Stefan Nissen.
Es wird ein Lager geben, gebildet von verschiedenen nordfriesischen Horden und von diversen befreundeten Wikingergruppen, mit denen zur besagten Zeit von Seiten der Friesen ein reger Handel getrieben wurde. Daneben wird ein größeres Lager aus dem ostfriesischen Raum erscheinen, dem auch die Musikgruppe Wortsatia angehört, die tagsüber mehrmals aufspielen und mittelalterliche und u.a. auch friesische Klänge ertönen lassen wird.
Den Sonnabend-Abend etwas lauter ausklingen lassen wird die junge Flensburger Formation Attonitus, die unter dem Motto „Minne, Metal, Mittelalter“ auftritt. Für den visuellen Abschluss des Tages wird eine Abordnung der ausschließlich weiblichen Gruppe Mannstoll mit einer Feuershow sorgen.

Über beide Tage wird es einen Markt mit allerlei mittelalterlichen Händlern und Handwerkern und diverse Aktivitäten zum Mitmachen für groß und klein geben und auch für das leibliche Wohl soll gesorgt sein.
Auf Standgebühren wird zugunsten moderater Preise verzichtet, ebenso auf ein Eintrittsgeld. Stattdessen steht eine Spendenschatulle bereit.
Daher richtet sich Nissens Dank an alle Spernder, insbesondere dem Friesencenter Niebüll und Gerson Sande, die schon im Vorfeld für die Deckung
eines Teiles der Kosten gesorgt haben.
Außerdem wird dieses Projekt gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein über den Frasche Rädj.

Für evtl. Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stefan Nissen, Klinkerstr. 4 in Stedesand 04662/881797 oder 0175-8288845.
19.06.2008 25. Juli: Rökefloose Sommerfest
Das diesjährige Rökefloose Sommerfest findet am 25.07.2008 ab 18 Uhr in Fresenhagen beim Rio Reiserhaus statt. Geplant ist ein Freundschaftsspiel unserer Frauenfriesennationalmannschaft gegen eine Rio-Reiser-Auswahl mit anschließendem Grillen. Daher wird darum gebeten, sich so schnell wie möglich anzumelden. Freunde können natürlich auch mitgebracht werden, und wer möchte kann dort auch mit eigenem Zelt übernachten.
Anmeldungen an Jenny Jürgensen oder Gary Funck
18.06.2008 6. Juli: Öffentliche Buchvorstellung auf Hallig Langeneß
HALLIG LANGENEß. Am Sonntag, 6. Juli, findet um 14.00 Uhr im Gasthof "Hilligenley" auf Langeneß eine öffentliche Buchvorstellung statt. Präsentiert wird der Halligroman "Godber Godbersen" von Elfriede Rotermund, der großenteils auf Hallig Nordmarsch-Langeneß spielt. Das Buch erscheint im Husum Verlag in der gemeinsam mit dem Nordfriisk Instituut veröffentlichten Reihe "Nordfriesland im Roman". Die beiden Herausgeber Prof. Dr. Arno Bammé und Prof. Dr. Thomas Steensen werden Erläuterungen zum geschichtlichen Hintergrund und über die Autorin geben. Die aus Ostwestfalen stammende Lehrerin Elfriede Rotermund siedelte mit ihrem Mann, einem Pastor, 1912 nach Oland über. Sechzehn Jahre verbrachte das Paar auf der nordfriesischen Hallig, wo Elfriede Rotermund ihre Zeit mit der Ausarbeitung zahlreicher Novellen sowie eines großen Hallig-Romans ausfüllte. Sie erzählt darin die Lebensgeschichte des Godber Godbersen, der auf Nordmarsch-Langeneß aufwächst und sodann als Pastor auf Gröde und Oland dient. Doch geht ihr Werk darüber hinaus und erlangt durchaus die Bedeutung eines Sittengemäldes von Leben und Sterben, von Freud, Leid und Alltag der Menschen an der Küste Nordfrieslands zu einer Zeit, als die moderne Technik noch keinen Einzug in die abgeschiedene Inselwelt gefunden hatte. In behaglicher Breite und liebevoller Kleinmalerei schildert sie Charakter und Schicksale der Halligbewohner, die herbe Schönheit der Landschaft sowie die von Zeit zu Zeit über sie hereinbrechenden Naturgewalten.
08.06.2008 EUROPEADA - Nordfriesinnen das beliebteste Team – Südtiroler gewinnen
Die Südtiroler/Ladiner sind der erste Europameister der sprachlichen und nationalen Minderheiten im Fußball!

Die Nodfriesinnen sind leider nach drei verlorenen Gruppenspielen in der Vorrunde ausgeschieden. Dennoch war die Stimmung bestens, wie Team-Manager Gary Funck mitteilt: "Obwohl gegen die teilweise mit Profis auflaufende männliche Konkurrenz nicht viel zu holen war, haben die Mädchen nie verzagt und bis zum Schluss alles gegeben."
Unser Team erhielt den Ehrenpreis der Region Graubünden für die beliebteste Mannschaft unter allen Teilnehmern! Trotz des Ausscheidens aus dem Turnier blieben die Nordfriesinnen bis zum Finale in Graubünden und trugen ein Freundschaftsspiel gegen die Waliser aus, das nur knapp mit 4:7 verloren wurde.


Die FUEV (Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen) veranstaltete gemeinsam mit Sedrun Disentis Tourismus die erste europäische Fußballmeisterschaft der autochthonen, sprachlichen und nationalen Minderheiten.

18 Mannschaften nahmen an der Fußball-Meisterschaft teil, die bei Minderheiten und Medien gleichermaßen auf großes Interesse gestoßen ist.

Neben dem sportlichen Wettstreit bestand im Rahmenprogramm die Möglichkeit, etwas über die verschiedenen europäischen Minderheiten, ihre Dachorganisationen und die Gastgeber in Erfahrung zu bringen. Ein kulturelles Programm wurde ebenfalls angeboten.

Weitere Informationen finden sich unter
www.europeada2008.net, der offiziellen Seite der Minderheiteneuropameisterschaft

Bewegte Bilder der Partie unserer Nordfriesinnen gegen die Nordschleswiger gibt es hier:
www.youtube.com/watch?v=JHdNyxMHtA4

Der offizielle Song zur Europeada:
www.europeada2008.net/BALLABALLABALLA.MP3
08.05.2008 Friesisch-Studium: Landesregierung soll endlich Klarheit schaffen!
Der SSW fordert von der Landesregierung eine klare und schnelle Entscheidung zur Zukunft des Friesisch-Studiums an der Universität Flensburg. „Weder die Studierenden noch die Hochschule wissen, ob und wie es nach den Sommerferien weitergeht. Die Landesregierung muss endlich klar sagen, ob sie das 'Konzept Friesisch' für einen entsprechenden Masterstudiengang akzeptiert oder nicht“, fordert der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms, der heute eine entsprechende Kleine Anfrage an die Regierung gestellt hat.
„Das Fach Friesisch muss wie allen anderen Fächer an die neue Struktur der Bachelor- und Masterstudiengänge angepasst werden. Ein entsprechendes, kurzfristig umsetzbares Konzept der Universität Flensburg für einen Masterstudiengang liegt auch schon vor. Es liegt jetzt allem am Wissenschafts- und am Bildungsministerium grünes Licht zu geben. Es geht hier nicht nur um die Zukunft des Friesischunterrichts, sondern auch um die Lebensplanung zahlreicher Studierender. Deshalb fordern wir die zuständigen Minister Austermann und Erdsiek-Rave auf, den Betroffenen umgehend Klarheit zu geben.“
07.05.2008 Sorben demonstrieren am 29. Mai in Berlin
Auf nach Berlin! – Do Berlina!

Unser Protest, den wir am 17. März in Bautzen erhoben haben, wurde offensichtlich nicht gehört.
Deshalb wiederholen wir unsere Forderungen und tragen sie nach Berlin.
Wir rufen alle Sorben und Freunde der Sorben, alle Mitglieder sorbischer Vereine sowie alle
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der sorbischen Institutionen zu einer gemeinsamen Demonstration
auf.
Wir fordern ein langfristiges Finanzierungsabkommen zwischen Bund, Brandenburg und
Sachsen, das die Förderung der sorbischen Sprache und Kultur auf Projekt- und Institutionsebene
in auskömmlicher Höhe garantiert und die laufende Kostenentwicklung berücksichtigt.
Wir protestieren gegen das Ausbluten der sorbischen Sprach-, Kunst- und Kulturlandschaft.
Die Kürzung des Stiftungsetats macht alle Bemühungen und Erfolge der vergangenen
Jahre zunichte! Davon ist jeder Sorbe und jeder Deutsche in der Lausitz betroffen! Ohne Zweisprachigkeit
keine Bikulturalität! Was wäre die Lausitz ohne sorbische Bücher und Zeitungen,
zweisprachiges Theater und Nationalensemble, ohne Forschung und Museen, Sprachenvielfalt
und Traditionspflege?!
Wir fordern von den Politikern einen respektvollen Umgang mit den Sorben, einer autochthonen
Minderheit in Deutschland!
Wir treffen uns am 29. Mai 2008, ab 15.45 Uhr
in Berlin auf dem Bebelplatz / Unter den Linden.
05.05.2008 13. Mai: Friesisches Treffen am Upstalsboom
Mit Rolf "Tullum" Trauernicht und dem Landtagsabgeordneten Wiard´Siebels treten am Dienstag nach Pfingsten ein Vertreter der älteren Generation und der jüngeren Generation am Upstalsboom auf. Beide werden eine Rede bei einer Veranstaltung des Friesischen Forums zum "höchsten gesamtfriesischen Feiertag" halten.
Die öffentliche Veranstaltung erinnert an die Versammlungen der Vertreter der sieben Seelande, der freien friesischen Landgemeinden, die sich im Mittelalter einmal jährlich am Dienstag nach Pfingsten am Upstalsboom trafen, um für Rechtsfrieden zu sorgen und gemeinsame Belange zu beraten. Der Upstalsboom gilt seitdem nicht nur Ubbo Emmius als "Altar der Friesischen Freiheit".
Das Friesische Forum hat diese Tradition im Jahr 2004 wieder aufgegriffen und lädt nun alljährlich zu einer Veranstaltung am Upstalsboom ein. Dabei soll nicht nur der geschichtlichen Ereignisse gedacht werden, sondern es soll auch bedacht werden, welche Bedeutung die Tradition der Friesischen Freiheit für das heutige Zusammenleben hat.

In einem Grußwort wird ebenfalls der Auricher Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst zu den Teilnehmern sprechen. Im Musikprogramm zur Veranstaltung tritt die Bläserklasse 6a des Ulricianum Aurich sowie die Gruppe Wortsatia auf, die mit Unterstützung von "Latene" alte friesische Texte vertont. Erwartet werden außerdem Abordnungen aus den anderen friesischen Seelanden, unter anderem aus dem westerlouwerschen Friesland (Niederlande) und dem Saterland. Das öffentliche Treffen am Upstalsboom in Aurich-Rahe beginnt am Dienstag, den 13. Mai 2008 um 18 Uhr.
25.04.2008 3. bis 9. August 2008: Friesisches Sommercamp auf Spiekeroog
Eingeladen sind Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren aus den Frieslanden (West-, Ost- und Nordfriesland) (25 Teilnehmer), eine Woche auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog im Freizeitheim „Quellerdünen“ zu verbringen. Wir wollen nicht nur Sonne, Sand und Meer genießen, sondern uns auch gemeinsam mit unserer friesischen Identität auseinandersetzen. Im Mittelpunkt steht das gegenseitige Kennenlernen. Zusammen wollen wir Spiekeroog erkunden, auch eine Wattwanderung mit anschließender Arbeit im Nasslabor, um die Ökologie der Insel zu erforschen, steht auf dem Programm. Abends finden Vorträge und ein Filmabendstatt. Auch der Sport soll nicht zu kurz kommen.
Das Sommercamp wird veranstaltet vom Friesischen Forum e.V. und wird geleitet von Markus Grafenburg (Aurich, jetzt Stuttgart).
Mitzubringen sind: Gute Laune, Badesachen, Sonnencreme, festes Schuhwerk, Sportsachen, Musikinstrumente, Lieder, Literatur und wer hat: Unterlagen, um anderen die eigene friesische Sprache, ostfriesisches Platt etc. beizubringen.
Interessenten können sich vormerken lassen beim Friesischen Forum (info@FriesischesForum.de)
23.04.2008 15. bis 18. Mai: Interfriesisches Kommunalpolitikertreffen
„Wenn man voneinander lernen kann, erspart man sich viele Probleme“, bringt es der Vorsitzende des Friesenrates-Sektion Nord, Ingwer Nommensen, auf den Punkt. „Man muss schließlich nicht immer das Rad neu erfinden.“ Der Erfahrungsaustausch sei eine bewährte Tradition innerhalb der Frieslande.
Die Sektion Nord lädt zusammen mit dem Amt Südtondern vom 15. bis zum 18. Mai zum Interfriesischen Kommunalpolitikertreffen 2008 in die Nordseeakademie nach Leck ein. Sowohl in Westfriesland (Niederlande), als auch in Ost- und Nordfriesland schlage man sich derzeit mit kommunalen Reformen herum. Nommensen: „Die Verwaltungsstrukturreform hat in Schleswig-Holstein mit dem Amt Südtondern eine alte Verwaltungseinheit wieder belebt. Für die Friesen wird es nicht gerade einfacher, sich in dieser größeren Einheit zu behaupten.“
Nommensen verspricht sich von dem Erfahrungsaustausch der ehrenamtlichen Kommunalpolitiker Impulse für die jeweilige Arbeit vor Ort.

Es besteht während des gesamten Treffens die Möglichkeit des Gesprächs mit den Teilnehmern. Wir würden uns freuen, einen Vertreter Ihrer Redaktion beim Interfriesischen Kommunalpolitikertreffen begrüßen zu können.
10.04.2008 Minderheitenrat unterstützt Sorben
Der Vorsitzende des Minderheitenrates der vier autochthonen nationalen Minderheiten Deutschlands, Dieter Paul Küssner, wandte sich jetzt mit einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem er eine gesamtstaatliche Verantwortung des Bundes bei der Förderung der Stiftung für das sorbische Volk anmahnt. In dem Brief heißt es unter anderem:
„Mit der Ratifizierung der Europäischen Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten sowie der Europäischen Sprachencharta nach der deutschen Vereinigung hat die Bundsrepublik als Gesamtstaat die Verantwortung für die Entwicklung der sorbischen Kultur und Sprache international anerkannt. Die bereits bestehende Kluft zwischen völkerrechtlich zugesagtem Schutzstandard und politischer Realität würde unvermeidlich und merkbar vergrößert, wenn der Bund sein finanzielles Engagement wie angekündigt reduziere.“ Bundeskanzlerin Merkel wird aufgefordert, sich dafür einzusetzen, „dass der Bund seine Verantwortung für die nationale Minderheit der Sorben in einem mit den Ländern abgestimmten finanziellen Rahmen wahrnimmt, und somit eine verlässliche, auskömmliche und nachhaltige Förderung dieser in Deutschland beheimateten Kultur und Sprache sichert.“
01.04.2008 31. Mai: Nordfriesinnen fahren zur Fußball-EM
Friesen suchen Spielerinnen für Fußball-Europameisterschaft

Vom 31. Mai bis zum 07. Juni 2008 wird im schweizerischen Graubünden zum ersten Mal die EUROPEADA, die Fußball-Europameisterschaft der europäischen Minderheiten stattfinden. Mit dabei natürlich auch die Nordfriesen.

Der friesische Dachverband "Friisk Foriining" und der Jugendverband "Rökefloose", die von der ausrichtenden "Federal Union of European Nationalities (FUEN)" mit der Aufstellung der nordfriesischen Mannschaft betreut worden, haben sich dafür eine besondere Taktik ausgewählt:
"Da im Reglement der Europeada keine Vorschriften hinsichtlich der Geschlechter- Auswahl zu finden sind, haben wir uns entschieden, ein reines Frauenteam aufzustellen", so Gary Funck, Kulturkonsulent der Friisk Froriining.
"Wir wollen doch mal sehen, was die anderen Teams gegen unsere geballte friesische Frauenpower ausrichten können", ergänzt die Vorsitzende des Jugendverbandes Rökefloose, Jenny Jürgensen von Föhr, mit einem Augenzwinkern.
Auf jeden Fall wird es für die Nordfriesinnen als einzige Frauenmannschaft nicht leicht werden, denn unter den Teilnehmern befinden sich schließlich auch so renommierte Teams wie das aus Wales.
Überhaupt ist die nordfriesische Mannschaft noch lange nicht vollzählig. Die Organisatoren suchen noch dringend weibliche Fußballspieler aus Nordfriesland, die Interesse haben, ihre Region auf dem europäischen Fußballparkett zu vertreten.
"Da es sich aber um eine Europameisterschaft der Minderheiten handelt, würden wir es schon ganz gerne sehen, wenn die Spielerinnen zumindest Grundkenntnisse der friesischen Sprache haben", betont Konsulent Gary Funck.
Reise, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden durch Sponsoren gedeckt.

Interessierte Fußballspielerinnen melden sich bitte im Sekretariat der Friisk Foriining (www.friiske.de) unter 04672/77520 oder per email: info@friiske.de.

Weitere Informationen zur EUROPEADA gibt es im Internet unter www.europeada2008.net
27.03.2008 Vertreter des sorbischen Volkes verlassen Stiftungsrat
In der heutigen Sitzung des Stiftungsrates der Stiftung für das sorbische Volk in Cottbus erklärten die Vertreter des sorbischen Volkes im Stiftungsrat die Aussetzung ihrer weiteren Mitwirkung bis zum Zeitpunkt des Vorliegens eines Finanzierungsabkommens zwischen Bund und Ländern. Mit Bezug auf den Beschluss des Bundesvorstandes der Domowina vom 12. März wird den Forderungen im Zusammenhang mit dem „Memorandum zur weiteren Existenz des sorbischen Volkes in der Bundesrepublik Deutschland“ unmissverständlich Nachdruck verliehen.

Seitens der Bundesvertreter wurde heute bekannt gegeben, dass der Zuschuss des Bundes in den nächsten fünf Jahren von 7,6 Mill. EUR um jährlich 100.000 EUR gesenkt werden soll. Damit entsteht der Stiftung bei einem Bedarf von 16,4 Mill. EUR bereits in diesem Jahr ein Defizit von 800.000 EUR, im nächsten Jahr 1,5 Mill. EUR usw. Das bedeutet keine Sicherung, sondern Abwicklung sorbischer Sprache und Kultur. Eine Begründung für die jährliche Degression wurde nicht gegeben. Es gibt zurzeit weder eine klare Antwort auf die vom Bundesrechnungshof aufgeworfene Kritik der Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern, noch eine Anpassung an die Kostenentwicklung in den Folgejahren. Die drastische Unterfinanzierung der Stiftung hat zur Folge, dass unverzichtbare Einrichtungen der Sorben geschlossen werden müssen. Entscheidungen dieser Art können von den Sorben nicht mitgetragen werden.
27.03.2008 18.4. – Mitgliederversammlung mit Filmen und Bildern
Die Mitgliederversammlung der Friisk Foriining findet am Freitag, 18. April, um 19 Uhr in der Gaststätte Johannsen in Risum statt. Auf der Tagesordnung stehen Berichte aus der Vereinsarbeit, die Jahresabrechnung 2007 und eine kleine Umfrage zur friesischen Identität, die Harry Kunz vom Nordfriisk Instituut durchführt.
Zum Abschluss werden wieder kleinere Film- und Fotobeiträge über die Aktivitäten der Friisk Foriining gezeigt.
Es wird um Anmeldung gebeten, Tel. 04672-77520, Fax: -21, E-Mail: info@friiske.de
08.03.2008 Kreis Nordfriesland bekennt sich zu seinen Minderheiten
Friisk Foriining begrüßt Kreistagsbeschluss

Risum-Lindholm. Bei der Friisk Foriining ist man hoch erfreut darüber, dass der Kreistag Nordfriesland auf seiner heutigen Sitzung ein deutliches Bekenntnis zur Förderung des Friesischen im öffentlichen Raum verabschiedet hat. Vor allem, dass der Kreis Nordfriesland die Möglichkeiten des 2004 vom Landtag beschlossenen Friesisch-Gesetzes erkennt und die Bestimmungen weitest möglich umsetzen möchte, wird vom Vorsitzenden der Foriining begrüßt.
"Wir werten das Bekenntnis des Kreises als einen bedeutenden Schritt nach vorne. Die Berücksichtigung der friesischen Sprache in Verwaltungen und bei der Beschilderung an Gebäuden und auf Ortstafeln ist ein deutliches Zeichen der kulturellen Vielfalt unserer Region", so Jörgen Jensen Hahn.
Hahn weist darauf hin, dass die Friesen sich auch von den schriftlichen Berichten, die der Kreistag am Anfang jeder Wahlperiode vorlegen wird, einiges versprechen. In dem Bericht sollen, neben einer Darstellung der Situation der Minderheit, die Aktivitäten des Kreises zum Schutz und zur Förderung der friesischen Volksgruppe und die Ziele und Konzeptionen in der Minderheitenpolitik aufgeführt werden. Weiterhin ist vorgesehen, dass die Friesen die Möglichkeit bekommen, zu diesen Berichten ihre eigene Stellungnahme abzugeben.
"Das Bekenntnis des Kreises Nordfriesland zeigt gangbare Wege auf, wie unsere Sprache in Nordfriesland geschützt und gefördert werden kann, ohne dass der Öffentlichkeit dadurch spürbare Mehrkosten entstehen", meint der Vorsitzende der Friisk Foriining abschließend.
24.02.2008 Landesregierung will friesische Sprache in den Schulen besser verankern
LECK. Die Landesregierung will die friesische Sprache in den Schulen des nordfriesischen Sprachraumes noch besser sicht- und hörbar machen. "Im Internationalen Jahr der Sprachen 2008, das die Vereinten Nationen proklamiert haben, wollen wir beim Thema 'Friesisch in der Schule' einen wichtigen Akzent setzen", sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Heinz Maurus, heute (24. Februar) beim 5. Biikeempfang des Friesenrates in der Nordseeakademie in Leck (Kreis Nordfriesland).

Gegenwärtig arbeite die Landesregierung an einem Erlass über den "Friesischunterricht an Schulen im nordfriesischen Sprachraum im Kreis Nordfriesland und auf Helgoland". Schulen im nordfriesischen Sprachraum machen danach Eltern auf die Möglichkeit eines Friesischunterrichts aufmerksam und bieten Friesisch an, sofern mindestens zwölf Schüler an dem Unterricht teilnehmen möchten. In den Klassenstufen 5 und 6 soll Friesisch als Wahlfach oder als Kulturprojekt angeboten werden. Die Teilnahme am Friesischunterricht bleibt aber weiterhin freiwillig.

"Die Landesregierung achtet die kulturellen Minderheiten und ihre Besonderheiten und fördert deren Erhalt. Wir messen daher dem Friesisch-Unterricht an den Schulen im friesischsprachigen Raum hohe Bedeutung bei. Ich weiß den Friesenrat hier als konstruktiven Gesprächspartner an unserer Seite und dafür danke ich ihm sehr", so Maurus.

Nordfriesisch wird, ebenso wie Niederdeutsch, Dänisch, Saterfriesisch (Niedersachsen), Sorbisch (Sachsen und Brandenburg) und das Romanes der deutschen Sinti und Roma durch die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen geschützt.
20.02.2008 Näiste frasche eeftermadi önj Lunham: 9. april
E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 9. önj e gjarsmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Cafe önj Lunham. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102 unti awt sekretarioot, 04672-77520. Naie diiljnaamere san hartlik wäljkiimen.
26.01.2008 21. Februar: Biikebrennen in Risum-Lindholm
Landrat Harrsen hält die Biikenrede

Die friesischen Vereine in Risum-Lindholm (Friisk Foriining, Rökefloose und Ostermooringer Friesenverein) laden zum jährlichen Fest rund um das Biikebrennen am 21. Februar ein. Das Feuer wird um 19 Uhr in Lindholm am Üülje Browäi entfacht. Das anschließende Fest mit einer stärkenden Suppe beginnt um 20 Uhr im Nordfriesischen Gasthof (Knopp). Nach der Biikenrede, gehalten vom neuen Landrat des Kreises Nordfriesland, Dieter Harrsen, präsentiert die aktuelle Theatergruppe vom friesischen Jugendverband Rökefloose das Theaterstück "Currywurst à la carte". Danach kann dann noch bis in die Morgenstunden das Tanzbein geschwungen werden. Unter den Gästen werden weder einige Besucher aus Fryslân (Niederlande) erwartet.

Sämtliche Schulkinder aus Risum-Lindholm und Fahretoft werden bereits am Vormittag ihr traditionelles Kinder-Biikefest feiern. Ausrichter ist diesmal die Risem Schölj/Risum Skole. Das Programm, das vor allem Gesang und mehrere friesische Theaterstücke umfasst, beginnt um 9.30 Uhr. Für das leibliche Wohl der Schüler und Schülerinnen sorgen der Ostermooringer Friesenverein und die Friisk Foriining.
13.01.2008 1. februar: Frasch wunterfäst önj Lunham
E Friisk Foriining lååsit lasmoote än waane in tut wunterfäst ma gräinküüljääsen än doons, än fraidi, di 2. februar am e klook soowen aw e Knup önj Lunham. E teooterfloose foon e famiiliedeege wiset di 1. frasche western ”Floyd”, än for e doonsmusiik as wider Detlef Petersen üt Naibel tustandi. Följk koon ham önjmalde bit tu e 29. januar awt sekretarioot önj Beergem, tel. 04672-775-20, faks -21, iimäil: info@friiske.de.

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Friisk Foriining feiert Winterfest in Lindholm

Die Friisk Foriining lädt alle Mitglieder und Freunde des Vereins zum Winterfest mit Grünkohl und Tanz ein, das am Freitag, 2. Februar, im Nordfriesischen Gasthof in Lindholm stattfindet. Beginn ist um 19 Uhr. Nach dem Grünkohlessen gibt es eine Premiere: Schüler und Schülerinnen präsentieren mit dem Theaterstück "Floyd" den ersten friesischen Western. Detlef Petersen aus Niebüll sorgt für Tanzmusik und Unterhaltung. Anmeldungen für das Winterfest werden bis zum 29. Januar im Sekretariat in Bargum entgegengenommen, Tel. 04672-77520, Fax -21, E-mail info@friiske.de.
11.01.2008 Neuer Friesisch-Kurs beginnt am 21. Januar
Risum-Lindholm. "Hatte heute das erste Mal meinen Friesisch-Kurs. Ich kann schon sagen wie ich heiße, wo ich herkomme und dass ich nicht verheiratet bin. Das kann ja unter Umständen mal ganz nützlich sein." Der Chronik-Eintrag eines Ostfriesen im Internet zeigt, worauf es ankommt.
Interessierte können wieder in 10 Doppelstunden Friesisch lernen oder bereits vorhandene Kenntnisse vertiefen.
Mit Ute Jessen als Lehrerin startet am Montag, 21. Januar, um 20 Uhr in der Risem Schölj/Risum Skole ein neuer Kurs im Mooringer Frasch. Anmeldungen werden ab sofort unter Telefon 04661-8387 oder 605576 entgegen genommen.
13.12.2007 Ministerpresidänt Carstensen läit manerhäideberucht for
KIL. Ministerpresidänt Peter Harry Carstensen as e miining, dåt et hiilj lönj wat foon en aktiif manerhäidepolitiik heet. "Eetnische konflikte önj Europa wise üs, wat schaie koon, wan manerhäidefrååge ai liised wårde. For me bestoont er nån twiwel, dåt en konstruktiif manerhäidepolitiik en wichtien grünlååge as for en stabiilen freese än fort tuhuupelaawen foon manschne ma ünlike kulturäle äädergrüne", sää e ministerpresidänt diling (13. önj e jülmoune) bait forstalen foon e süste manerhäideberucht, wat e loonsregiiring e loondäi forläid.

E manerhäidepolitiik wård süwälj foon e loonsregiiring as uk foon e loondäi as wichti önjsänj, sää Carstensen widere. "Ik ban tunkboor erfor, dåt et önj e loondäi en briidjen konsäns jeeft, wat e slaswik-holstiinjsch manerhäidepolitiik önjgungt. Deer san’s jam åltumååle iinjs am, e fraktsjoone unerenouder, e loonsregiiring än e loondäi än da manerhäide seelew."

Sunt 2005 heet ham e manerhäidepolitiik foont lönj nuch mör stabilisiird än positiif önjtwikeld, fant Peter Harry Carstensen. Konkreet nåmd hi, dåt da hüshüüljmadle önj e dööwelthüshüülj 2007/2008 ai kortet wörden san, e likstaling foon da dånsche schoule önjt nai schöljgesäts ouf 2008 än et friisk-gesäts. En wichtien önjdiilj häi deerbai sin rädjjeewerin for manerhäide än kultuur, Caroline Schwarz, wat önj nååren kontakt ma e manerhäide for en fååst än diräkt önjsnååken sörit, sü Carstensen.

Sunt 1986 läit e regiiring et parlamänt iinjtooch önj e legislatuurperioode en berucht tu e manerhäide- än följkefloose-politiik for. Önj e berucht as et manerhäidepolitisch årbe foon e loonsregiiring soomeld. Et wårt uk ma apnümen, wat aw bundes- unti aw europäischen schuchte schait, än et san en bärj dootene än tåle apfjard.
03.12.2007 Handreichungen zum Friesisch-Gesetz erschienen
Handreichungen zum Friesisch-Gesetz
Friisk Foriining gibt Informationsbroschüre heraus


BARGUM/BEERGEM. In diesen Tagen erhalten Kreistagsabgeordnete, Ämter, Gemeinden, Behörden und Institutionen im Kreis Nordfriesland und auf Helgoland eine Informationsbroschüre zugeschickt, die eine Reihe von konkreten Anwendungsmöglichkeiten des Friesisch-Gesetzes erläutert. Zur Erinnerung: Im Dezember 2004 beschloss der schleswig-holsteinische Landtag das Friesisch-Gesetz (friisk-gesäts) zur Förderung des Friesischen im öffentlichen Raum, bei dem es vorrangig um die Berücksichtigung der friesischen Sprache in Verwaltungen und bei der Beschilderung an Gebäuden und auf Ortstafeln geht.

„Mit der jetzt vorgelegten Broschüre wollen wir deutlich machen, wie vielfältig die Möglichkeiten zur Förderung der friesischen Sprache und Kultur sind. Anhand vieler Beispiele wird aufgezeigt, wie in anderen Ländern und Regionen mit der Mehrsprachigkeit geworben wird. Die Handreichung, die sich an Bürgerinnen und Bürger, an politische Mandatsträger, an Verwaltungsleiter und Mitarbeiter in Behörden wendet, bietet die einmalige Chance, ein deutliches Bekenntnis für die friesische Kultur und damit für Nordfriesland abzugeben.“, stellt Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining, fest. „Dabei kann zum Beispiel die Neuordnung der Amtsstruktur genutzt werden, in den neuen Ämtern von vornherein mehr Zweisprachigkeit umzusetzen.“

Die 24-seitige Broschüre „Die Anwendung des Friesisch-Gesetzes“ wurde vom Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein über den Friesenrat gefördert und ist im Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum/Beergem erhältlich, Tel. 04672-77520.
01.12.2007 28.12.: Foriining veranstaltet Dichterlesung mit Musik
„Twasche üülj än nai“

Am 28. Dezember findet um 19 Uhr im Gasthof Friedensburg in Sönnebüll eine Dichterlesung mit Henk Wolf aus Ljouwert/Leeuwarden (NL) statt. Das Multitalent Henk Wolf, Jahrgang 1973, stellt seinen gerade fertig gestellten Debütroman "Kristina" vor, der im Rahmen des westfriesischen Literatur-Projekts "Fryske Modernen" herauskommen wird. Wolf wird Textproben in der Originalsprache "Frysk", aber auch mehrere Abschnitte aus der deutschen Fassung vortragen.

Im Rahmenprogramm tritt die friesische Musikgruppe „Da Säkstante“ unter der Leitung von Christiane Bodenhagen erstmals in neuer Besetzung auf. Der Abend wird veranstaltet von der Friisk Foriining.
01.12.2007 Beratender Ausschuss für die friesische Volksgruppe tagte in Berlin
BERLIN / NORDFRIESLAND. Im Bundesinnenministerium in Berlin trat zum dritten Mal der "Beratende Ausschuss für Fragen der friesischen Volksgruppe in Deutschland„ unter dem Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs und Minderheitenbeauftragten des Bundes Dr. Christoph Bergner zusammen. Neben Vertretern der Bundesregierung und der Landesregierung von Schleswig-Holstein gehören ihm ein Abgeordneter aus jeder Bundestagsfraktion an sowie als Vertreter aus Nordfriesland Ingwer Nommensen, Vorsitzender des Friesenrats, Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining, Erk Hassold, Vorstandsmitglied des Nordfriesischen Vereins, und Prof. Dr. Thomas Steensen, Direktor des Nordfriisk Instituut, außerdem für die Saterfriesen Karl-Peter Schramm.



In seinem einleitenden Bericht wies der Vorsitzende des Friesenrats Ingwer Nommensen darauf hin, dass Dokumente wie die Charta für Regional- oder Minderheitensprachen bei ihrer Umsetzung häufig im Widerspruch zur föderativen Struktur der Bundesrepublik stünden. Er schlug vor, dieses Thema auf der nächsten Implementierungskonferenz zu behandeln. Weiter hob Nommensen hervor, dass der Friesenrat und die friesischen Vereine eine Organisationszentrale benötigten, um die Arbeit über die Projektförderung hinaus langfristig und nachhaltig gestalten zu können. Es gebe noch Klärungsbedarf zwischen Land und Bund, sagte dazu Christoph Bergner. Er sicherte eine Entscheidung für das Hauhaltsjahr 2009 zu.



Thomas Steensen wies darauf hin, dass das Nordfriisk Instituut auf eine reguläre Förderung aus Bundesmitteln abziele, wie sie vergleichbare wissenschaftliche Einrichtungen erhalten. Auch hier müssten noch Gespräche über die Kompetenzverteilung zwischen Land und Bund geführt werden, erklärte Staatssekretär Bergner. Er fügte hin: "Der politische Wille ist da.„
27.11.2007 „Neuer Impuls für Plattdeutsch und Saterfriesisch“
Das Friesische Forum begrüßt die Berufung des Sprachwissenschaftlers Prof. Dr. Jörg Peters auf die Professur „Germanistische Linguistik: Linguistische Pragmatik und Soziolinguistik / Niederdeutsch“ an der Universität Oldenburg. Damit bestehe die Chance, dass die nach dem Ausscheiden von Dr. Marron Fort entstandene Lücke wieder gefüllt werde. Das Friesische Forum sieht in der Berufung Peters‘ einen neuen Impuls für die plattdeutsche Sprache und das insbesondere im Saterland noch gesprochene Friesisch.

„Unsere Freude über diese Berufung ist groß, da wir als Verein, der sich um Sprache, Kultur sowie sozial- und wirtschaftspolitische Fragen in Ost-Friesland kümmert, uns auch in der Vergangenheit um den Erhalt des Plattdeutschen gekümmert haben. Besonders liegt uns aber am Herzen, Saterfriesisch-Kurse für interessierte Ost-Friesen anzubieten, da das Saterfriesische dem Alt-Ostfriesischen am nächsten kommt,“ so Arno Ulrichs, Vorsitzender des Friesischen Forums. „Wir haben mit wachsender Beteiligung in Zusammenarbeit mit dem „Seelter Buund“ in den letzten Jahren sechs Saterfriesisch-Kurse angeboten. Anfang nächsten Jahres wollen wir mit dem nächsten Kurs beginnen.“
23.11.2007 Frasche eeftermadi önj e adwänt
E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 12. önj e jülmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Café önj Lunham. Et jeeft kafe än kååge, än Christiane Bodenhagen kamt ma schöljbjarne üt Bräist, wat hu musiik- än frasche jülstöögne inööwed hääwe. Huum hål oufhååld wårde wal, koon ham malde awt sekretarioot, tel. 04672-77520 unti bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102. Geeste san wäljkiimen.

Friesischer Adventsnachmittag

Die Friisk Foriining lädt alle Mitglieder über 60 zu einem Friesischen Adventsnachmittag für Mittwoch, 12. Dezember, um 14.30 Uhr ins Galerie-Café nach Lindholm ein. Nach einer Kaffeetafel werden Schüler und Schülerinnen von der dänischen Schule Bredstedt unter der Leitung von Christiane Bodenhagen für eine vorweihnachtlichen Stimmung sorgen. Wer gerne abgeholt werden möchte, kann sich an das Vereins-Sekretariat, Tel. 04672-77520 oder an Luise M. Clasen, Tel. 04661-5102, wenden. Gäste sind willkommen.
16.11.2007 Neuer Sprachkurs wird am 26.11. vorgestellt
Am Montag, 26. November, um 19.00 Uhr wird der neue Sprachkurs im Mooring Friesisch im Versammlungshaus der Friisk Foriining in Stedesand, Mühlenweg 6, vorgestellt.

Dieser Kurs für Anfänger mit zehn Lektionen wurde ganz neu entwickelt und eignet sich auch gut fürs Selbststudium. Er will aber auch den Lernenden ein möglichst authentisches Friesisch übermitteln und den Dozenten einen praktischen Leitfaden an die Hand geben. Darüber hinaus soll das Lernen und Lehren aber auch Spaß machen. Die Dialoge und Texte bewegen sich in einer kleinen liebenswürdigen Gesellschaft, in der auch Menschen mit Ecken und Kanten auftreten. Insbesondere die beiden Nachbarn Nis und Riike, die in jeder Lektion in En stuk snååk ouer e tuun (Ein Gespräch über den Gartenzaun) vorkommen, reagieren immer ein klein wenig anders als erwartet.

Dieser Kurs wurde von Adeline Petersen erstellt. Er ist zweifarbig gedruckt und mit vielen Illustrationen versehen, außerdem enthält er übersichtliche grammatische Erläuterungen, Vokabellisten und eine CD mit gesprochenen Texten. Der Friesische Sprachkurs, Mooring wurde herausgegeben mit Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien. Ab Ende November ist er überall im Buchhandel und im Nordfriisk Instituut erhältlich und kostet 24,80 Euro.
19.09.2007 12. - 16. Oktober: Friesische Herbsthochschule auf Föhr
Die Friisk Foriining bietet vom 12. bis 16. Oktober wieder eine friesische Herbsthochschule an – in diesem Jahr erstmals auf Föhr.
Das Ernst-Schlee-Schullandheim in Nieblum bietet den Rahmen für eine Vielzahl von Aktivitäten für Jung und Alt, bei denen die friesische Sprache im Mittelpunkt steht.
Wer gerade Friesisch lernt, ist genauso herzlich willkommen, wie die, die es schon können.

Im Programm findet man verschiedene Workshops wie Rhetorik, ein Sprachkurs Fering/Mooring, Malen oder Handarbeiten. Das Rahmenprogramm mit Tai Chi, einem Friesischen Abend, einer Exkursion über die Insel, Vorträgen und ein Museumsbesuch in Oevenum runden die diesjährige Hersthochschule ab.

Mit einem eigenen Programm finden gleichzeitig die friesischen Familientage statt. Im Mittelpunkt wird hier ein Theaterstück stehen, das zu einem späteren Zeitpunkt auch in Risum-Lindholm präsentiert werden soll.

Wer Fragen hat oder selber gerne etwas auf Friesisch anbieten möchte, kann sich an das Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum wenden, Tel.: 04672-77520, Fax -21, Email: info@friiske.de. Dort werden auch ab sofort Anmeldungen entgegen genommen.
14.09.2007 25. septämber: Harfstütfluch eefter Foortuft
E Friisk Foriining lååsit da ålere lasmoote in for täisdi, di 25. septämber, tu en ütfluch eefter Foortuft tut museum foon Hans-Werner Paulsen önjt Jens J. Lützen-hüs. Awäädrie koon huum dan en ütstaling ma påpehüsinge unti en modäliisenboonönjlååge önjkiike. Kafe än kååge jeeft et önjt Warft-Café önj Doogebel. E ütfluch gungt lüüs am e klook tou (14.00) foont Risem Schölj, Toorpstroote 91. Wees sü gödj än mald jam aw arken fål önj bai Luise M. Clasen, tel.: 04661-5102 unti awt sekretarioot, tel.: 04672-77520.


Herbstusflug nach Fahretoft

Der Herbstausflug für die älteren Mitglieder der Friisk Foriining führt am Dienstag, 25. September, nach Fahretoft ins Jens J. Lützen Haus, ein Privatmuseum, das von Hans-Werner Paulsen geschaffen wurde. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, eine Ausstellung von Puppenhäusern und eine Modelleisenbahnanlage zu besuchen. Kaffee und Kuchen werden im Warft-Café in Dagebüll gereicht.. Die Abfahrt ist um 14.00 Uhr von Risem Schölj, Dorfstr. 91, in Risum. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Sekretariat, Telefon 04672-77520.
12.09.2007 Film am 2.10.: Nobelpreisträger Theodor Mommsen
Im Rahmen der Husumer Filmtage ist am 02.10.2007 ein neuer plattdeutsch-friesischer Dokumentarfilm über den Nobelpreisträger Theodor Mommsen im Husumer Kino zu sehen. Der halbstündige Film des Medienbüro Riecken ist im Auftrag des Heimatbundes Landschaft Eiderstedt entstanden. Durch die hochdeutschen Untertitel ist der Streifen auch für alle verständlich, die kein Plattdeutsch und Friesisch sprechen. Um 20.00 Uhr beginnt die Filmpremiere, die neben Musik und Sektempfang auch Gelegenheit zu Fragen und Gesprächen bieten wird. Statt Eintrittsgeld wird um eine Spende gebeten. Die DVD des Films kann beim Heimatbund Landschaft Eiderstedt bestelllt werden.

Der erste Nobelpreis, der an einen Deutschen vergeben wurde, ging 1902 an den Historiker Theodor Mommsen (1817-1903). Mommsen wurde nicht nur im Eiderstedter Garding geboren, sondern die Familie väterlicherseits stammt auch aus dem nördlichen Nordfriesland. Mommsens friesische Wurzeln sind ein bislang weitgehend unbekannter Zugang, um sein Leben und Wirken zu verstehen. Wer war dieser Mann, der sich als aufrechter Demokrat mit Leuten wie Bismarck anlegte und keinerlei Unterwürfigkeit gegenüber Adligen und deren Vorrechten zeigte?

Der Titel des Films heißt: "Theodor Mommsen: friesische Wurzeln", Dokumentarfilm, 30 Minuten, plattdeutsch und friesisch mit hochdeutschen Untertiteln.

Kamera: Claas Riecken, Jorge Lindenau
Fachliche Beratung: Sönnich Volquardsen
07.09.2007 Minderheitenrat: Zuschuss für Sorben nicht kürzen!
Mit einem Brief wandte sich jetzt Karl-Peter Schramm, Vorsitzender des Minderheitenrates der vier autochthonen nationalen Minderheiten Deutschlands, an Kulturstaatsminister Neumann. Darin bittet er, von den geplanten Kürzungen der Bundeszuschüsse an die Stiftung für das sorbische Volk Abstand zu nehmen und sich im anstehenden parlamentarischen Verfahren dafür zu verwenden, das bisherige Förderniveau für die Stiftung wieder in den Haushalt einzustellen. Zugleich bietet er einen rationalen Diskurs und intensiven Dialog über den sinnvollen und effektiven Einsatz öffentlicher Mittel an.

In dem Schreiben heißt es:
„Die von der Bundesregierung vorgesehenen Kürzungen der Bundeszuschüsse an die Stiftung für das sorbische Volk gefährden die sorbische Kulturarbeit. Da Einsparpotenziale und Synergieeffekte der sorbischen Einrichtungen nach mehreren Jahren nominal konstanter bzw. leicht rückläufiger Zuschüsse vollständig ausgereizt sind, wird die geplante Kürzung von rund 8 % des Bundeszuschusses die Schließung einer Einrichtung nach sich ziehen. Jede kulturelle Landschaft, das gilt insbesondere für jene von der Assimilation betroffenen der nationalen Minderheiten, bedarf der sorgsamen Pflege und des gesteuerten und überlegten Wandels, wenn die Substanz nicht nachhaltig gefährdet werden soll. Selbst der Bericht des Bundesrechnungshofes hat zwar die Form der Zuschüsse (Projekt- statt institutioneller Förderung) und die Schwerpunktsetzung (zu wenig Sprachprojekte) kritisiert, aber – soweit uns bekannt – keine Aussage darüber getroffen, dass das Niveau der Stiftungszuschüsse zu hoch ist.“
Schramm unterstreicht: „Als Angehörige autochthoner nationaler Minderheiten in Deutschland sind wir deutsche Steuerzahler und verweigern uns daher nicht einem rationalen Diskurs und intensiven Dialog über den sinnvollen und effektiven Einsatz öffentlicher Mittel. Ein solcher Dialog setzt aber voraus, dass die besonderen Verhältnisse für die Bewahrung, Tradierung und Entwicklung des Erbes der hiesigen Minderheitenkulturen eine faire Berücksichtigung finden. Das heißt, dass die Verbände gleichberechtigt am Dialog teilnehmen, die Minderheitenkultur als gleichwertig zur Mehrheitskultur angesehen und Gleichbehandlung nicht als formale Gleichheit, sondern als funktional Gleichheit zugrunde gelegt wird.“
06.09.2007 Landratskandidat Harrsen am 14.9. in Risum-Lindholm
Die Ortsverbände des SSW und der SPD in Risum Lindholm laden zu einem Informationsgespräch mit Dieter Harrsen ein, dem gemeinsamen Kandidaten von SSW, SPD und Wählergemeinschaft NF für die Landratswahl am 16. September 2007.

Am Freitag, 14. September, ab 19:30 in der Friesenhalle haben alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, mehr über die Ziele und das Programm des derzeitigen Leiters des Amtes Pellworm, Dieter Harrsen, zu erfahren.
Der gebürtige Pellwormer ist der einzige Kandidat für die bevorstehende Landratswahl, der von insgesamt drei Parteien unterstützt wird.

"Wir hoffen natürlich, dass wir mit diesem Informationsgespräch unseren gemeinsamen Kandidaten den Bürgern näher bringen können", so der Ortsvorsitzende des SSW, Gary Funck, "aber besonders wichtig ist uns darüber hinaus eine akzeptable Wahlbeteiligung. Wenn wir den Kreis Nordfriesland retten wollen, müssen die Bürgerinnen und Bürger ihren Willen zum Erhalt des Kreises auch durch ein hohes Interesse bei der direkten Wahl des Landrates zeigen."
01.09.2007 Rökefloose wählt neuen Vorstand
Am 25. August wählte der nordfriesische Jugendverein Rökefloose auf seiner Mitgliedsversammlung in Stedesand/Stääsönj einen neuen Vorstand. Jenny Jürgensen löst Marie Hahn als 1. Vorsitzende ab, Berit Nommensen wurde zur 2. Vorsitzenden und Mona Jessen zur Kassenwartin gewählt. Marie Hahn, Marlene Christiansen und Momme Nommensen bekleiden die Beisitzer-Positionen.
Seit der letzten Mitgliederversammlung im Dezember 2006 war der Rökefloose sowohl auf regionaler und als auch auf internationaler Ebene tätig. So stand z.B. der Besuch des Osterseminars der JEV bei den Okzitaniern in Frankreich, eine Jugendreise zum Austausch nach Isle of Man, sowie die Beteiligung am Rio-Reiser Festival in Fresenhagen auf dem Plan. Zum Abschluss wurde den Anwesenden das neue Vereinslogo präsentiert.
26.08.2007 Öffentliche Konferenz zu Bildungsfragen der Minderheiten am 31. August in Flensburg
Die vier Minderheiten in Deutschland und die deutsche Minderheit in Dänemark veranstalten in Zusammenarbeit mit der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) am kommenden Freitag, um 14 Uhr im Flensborghus, Flensburg, eine Round-Table-Konferenz zum Thema Bildung. Dabei stehen die Herausforderungen der Bildung für die autochthonen, nationalen Minderheiten in Europa im Mittelpunkt und werden anhand des Beispiels der Situation der deutschen Nordschleswiger, der dänischen Südschleswiger, der Friesen und Sorben analysiert und diskutiert.

Die Ministerin für Bildung und Frauen und stellvertretende Ministerpräsidentin aus Schleswig-Holstein Ute Erdsiek-Rave und der Folketingsabgeordnete und ehemalige Minister Frode Sørensen sprechen ein Grußwort und nehmen an der Konferenz teil.

70 Gäste aus verschiedenen Minderheiten in Europa haben bereits ihre Teilnahme zugesagt und für interessierte Gäste ist die Veranstaltung öffentlich. Die Round Table Diskussion greift zurück auf das Grundrecht auf Bildung, das während des jüngsten FUEV-Kongresses in Tallinn verabschiedet wurde.

"Bildung ist die zentrale Herausforderung für die Minderheiten in Europa. Viele Fragen, die die Bildung betreffen, sind für alle Minderheiten in Europa gleich und wir können als FUEV ein Werkzeug vermitteln und Hilfestellung leisten, wie diese Herausforderung der Bildung gelöst werden können. Wir haben dabei jedoch kein Patentrezept und die Minderheiten müssen jeweils eigene Lösungen erarbeiten" erklärt der FUEV-Vizepräsident Heinrich Schultz.

Die FUEV hat eine Charta der autochthonen, nationalen Minderheiten Europas verabschiedet, in der 13 Grundrechte der Minderheiten definiert sind; in jedem Jahr wir ein Grundrecht analysiert und "qualifiziert". Das Grundrecht auf Bildung wurde vom FUEV-Vizepräsidenten Heinrich Schultz und der Sorbin Judith Walde erarbeitet.

Die Round-Table-Diskussion ist Teil des Begleitprogramms des diesjährigen Minderheitenmarathons YOU!MM in Flensburg.
10.08.2007 1. September: Familienausflug zum Planetarium in Jels
Die Friisk Foriining lädt Mitglieder und Freunde für Sonnabend, 1. September, zu einem Familienausflug nach Jels/DK zum Orion-Planetarium ein. Der Bus fährt um 12.30 Uhr ab Risum (Risem Schölj), Dorfstr. 91.
Das Planetarium zeigt in einer großen Kuppel die Sterne und Planeten des Sonnensystems als beeindruckende Multimedia-Vorführung.
Im Cafe an gleicher Stelle werden Kaffee und Torte serviert, bevor ein Spaziergang auf dem Natur- und Planetensteig folgt. Hier werden die Größe der einzelnen Planeten und ihr Abstand zu einander im Maßstab 1:2 Mio. dargestellt.
Wenn es das Wetter zulässt, kann in einem kleinen See, der mit kleinen Hütten umstellt ist, gebadet werden. Um 17.30 Uhr ist die Rückfahrt vorgesehen, so dass man gegen 19 Uhr wieder in Risum ankommen wird.
Anmeldungen können bis 29. August an das Vereinssekretariat (04672-77520, info@friiske.de) oder Risem Schölj (04661-8387) gerichtet werden.
09.08.2007 Friesen und Rio Reiser Haus gehen Partnerschaft ein
Aufmerksamen Fans des traditionellen Rio Reiser - Sommerfestivals dürfte es schon aufgefallen sein. Auch das Plakat des Festivals am 17. und 18. August des Rio Reiser Hauses in Fresenhagen verrät es: Sowohl die Friisk Foriining als auch der ihr angeschlossene Jugendverband Rökefloose sind offizielle Mitausrichter des diesjährigen Musikspektakels.
"Wir haben ja in der Vergangenheit schon einige Veranstaltungen im Rio Reiser Haus laufen lassen und waren mit dem Service vor Ort und den Möglichkeiten, die sich uns als kulturell-politische Organisation dort anbieten, immer sehr zufrieden", so Gary Funck, Kulturkonsulent der Friisk Foriining. "Für diesen Sommer nun suchte unser Jugendverband Rökefloose einen geeigneten Rahmen für ein groß angelegtes Sommerkonzert der beliebten friesischsprachigen Band "Lembek". Durch eine Beteiligung am Festival haben wir ein traditionell großes Publikum und eine technische Ausstattung, die für ein einzelnes Konzert nicht finanzierbar wäre", so Funck weiter.

Auch Thomas Kleis vom Rio Reiser Haus zeigt sich von der vertieften Zusammenarbeit erfreut. "Es ist schon länger unser Anliegen, enger mit den Vereinen und ihren Menschen vor Ort zusammenzuarbeiten. Mit der Friisk Foriining verbinden uns ja nun schon einige gemeinsame Veranstaltungen und wir hoffen, dass wir auch in Zukunft eng zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen können."
Gert Möbius, Bruder des vor zehn Jahren in Fresenhagen gestorbenen Rockidols Rio Reiser, der mit bürgerlichem Namen Ralph Möbius hieß, sieht es nicht anders:" Wir profitieren von den Friesen und die Friesen profitieren von uns. Durch diese Zusammenarbeit kann jetzt zum ersten Mal eine friesischsprachige Band auf einem renommierten und überregional bekannten Musikfestival auftreten, und das am Sonnabend Abend zur besten Zeit. Wir sind gespannt, wie das Publikum das aufnehmen wird."
Das fragt sich auch Marie Hahn, Vorsitzende des Friesischen Jugendverbandes "Rökefloose": "Uns ist klar, dass ein Großteil der Festivalbesucher nicht aus der Region Nordfriesland kommen werden und auch kaum Friesisch verstehen werden. Da ist es um so wichtiger", so betont die junge Frau, "dass wir zahlreiche junge und alte Nordfriesen auf dem Festival begrüßen können. Das Rio Reiser Festival ist inzwischen zu einem Teil der nordfriesischen Identität geworden, und wer noch nie dort gewesen ist, der sollte es am 17. und 18. August dringend nachholen!"

Die Beteiligung des Rökefloose und der Friisk Foriining am diesjährigen Festival wird ermöglicht durch Mittel des Landes Schleswig-Holstein zur Förderung der friesischen Sprache. Und die wird man spätestens am Sonnabend Abend in voller Lautstärke zu hören bekommen. Kartenbestellung ist möglich unter 030-261 14 15.
27.06.2007 "Feerie for frasche bjarne": nur noch wenige Plätze frei!
Zum wiederholten Male gibt es auch dieses Jahr wieder zu Beginn der Sommerferien die beliebte Kinderfreizeit "Feerie for frasche bjarne". Vom 16. bis 20. Juli gibt es in der Turnhalle der "Risem Schölj" (dänisch-friesische Schule in Risum) ein buntes Programm für alle 7 bis 12jährigen, die friesisch sprechen, es in der Schule lernen oder es gerne lernen wollen. Zu den Highlights des diesjährigen Programms zählen ein Ausflug ins Multimar Wattforum nach Tönning, ein Nachmittag am Strand in St. Peter Ording oder auch ein Vormittag mit der bekannten friesischen Malerin und Kinderbuchautorin Marie Tångeberg, die einige spannende Geschichten auf Lager hat.
Und wie jedes Jahr wird auch wieder viel gebastelt, gespielt und ein kleines Theaterstück einstudiert. Die Woche wird am 20. Juli mit einem bunten Elternnachmittag abgeschlossen, wo die jungen Friesen dann stolz die Resultate der Woche präsentieren können.
Die Freizeit kostet pro Kind 45,00 € und 25,00 € für jeweilige Geschwister und beinhaltet eine Ganztagsbetreuung von 9.30 bis 16.30 Uhr einschließlich täglichem Mittagessen in Johannsens Gasthof.
Wer noch mitmachen will, muss schnell sein. Es sind nur noch wenige Plätze frei.
Interessierte wenden sich bitte an das Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum (04672-77520 / info@friiske.de).
06.06.2007 Kieler Landtag behandelt Bericht zur Sprachencharta
Auszüge aus dem Beitrag des SSW von Anke Spoorendonk:

"Mit der zum 1. Januar 1999 in Kraft getretenen Sprachencharta wurde erstmals ein konkretes Instrument geschaffen, woran die nationalen Minderheiten in Europa die Förderung ihrer Sprachen im Alltag und in der Öffentlichkeit messen können. Dabei gibt es für die einzelne Minderheiten- oder Regionalsprache eine ganze Reihe Kriterien, die als staatliche Verpflichtung angemeldet worden sind. Das so genannte Monitoringverfahren, wodurch ein Expertenausschuss des Europarates die Umsetzung der einzelnen Charta-Bestimmungen vor Ort überprüft, sorgt dafür, dass ein permanenter Diskussionsprozess zwischen den Ratifizierungsstaaten und den betroffenen Sprachengruppen über die bisherige und künftige Förderung der Sprachen stattfindet.

Nach knapp vier Jahren wird dem Landtag heute wieder ein Bericht zur Sprachencharta vorgelegt. Wir können feststellen, dass sich in den letzten Jahren wirklich etwas bewegt hat, müssen aber auch klar sagen, dass es immer noch offene Baustellen gibt.

Durch das Friesisch-Gesetz, das 2004 im Landtag beschlossen wurde, hat sich für die Friesen in Schleswig-Holstein sehr viel geändert. Die Zweisprachigkeit - die verstärkte Anwendung von Friesisch im öffentlichen Raum - ist in der Region Nordfriesland ein viel wichtigeres Thema geworden als so manch einer im Vorwege dachte. Und wer genau hinschaut, sieht nun aufgrund von zweisprachigen Behördenschildern oder zweisprachigen Stationsnamen auf Bahnhöfen, dass man sich in einer besonderen Region befindet. Hinzu kommt, dass wesentlich mehr Menschen nunmehr auch ihre Anliegen bei Behördengängen auf Friesisch vortragen. In einer Reihe von Gemeinden hat das Gesetz dazu geführt, dass man nun die etwas eingeschlafene Diskussion über deutsch-friesische Ortsschilder wieder führt. Das heißt, das Gesetz hat nicht nur zum Selbstwertgefühl der friesischen Minderheit beigetragen, es dient auch der konkreten Sprachenarbeit.

Trotz der guten Nachrichten, die mit dem Friesisch-Gesetz verbunden sind, gilt es weiterhin, das Fundament für das Erlernen der friesischen Sprache zu stärken. Auch hier steht der Bereich Schule im Vordergrund, und wiederum hat der SSW eine Ergänzung des neuen Schulgesetzes in die parlamentarische Beratung eingebracht. Dabei ging es uns hauptsächlich um die Absicherung des Friesischunterrichtes und um die Festschreibung der Bestimmung, dass sowohl Eltern ihre Kinder zum Friesischunterricht anmelden können als auch, dass Schulen die Möglichkeit erhalten sollen, den Friesischunterricht selbstständig anzubieten. Dies ließ sich aus verschiedenen Gründen bei der Novellierung des Schulgesetzes nicht umsetzen. Aber wiederum wurde uns von Seiten der Großen Koalition signalisiert, dass eine Lösung gefunden werden soll. Wir können uns sowohl eine Verordnung als auch einen Erlass vorstellen, der das regelt, was wir seinerzeit in unserem Antrag vorschlugen.

Ein zweiter großer Bereich ist der Medienbereich. Friesisch findet im öffentlichen Fernsehen so gut wie nicht statt - der NDR sendet nur zwei bis drei Minuten Friesisch wöchentlich zu einem Zeitpunkt, wo man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass niemand mehr zuhört. Trotz der Bemühungen der Friisk Foriining, für Friesisch das Heft selbst in die Hand zu nehmen und einmal wöchentlich ein zweistündiges Programm im Internet und im Offenen Kanal Westküste zu senden, bleibt die Verpflichtung des NDR, hier für längere und häufigere Sendungen zu einem guten Sendezeitpunkt zu sorgen. So lange man im digitalen Satellitenfernsehen in Nordfriesland sorbische, bretonische, westfriesische, baskische Sendungen und Sendungen vieler anderer Minderheitensprachen sehen kann, darf der NDR eigentlich nicht ruhen, bis er endlich ein qualitativ gleichwertiges Angebot für Nordfriesisch einspeisen kann.

Politisch gesehen fordern wir die Landesregierung auf, schon jetzt in Verhandlung mit den anderen norddeutschen Ländern zu treten, um für die nächste Änderung des NDR-Staatsvertrages gewappnet zu sein."
16.05.2007 Nordfriesisches Sommer-Institut – Programm
Literarische Texte, historische Häuser, Zählen auf Friesisch, Wasser und ein Philosoph


BREDSTEDT (NfI). Nordfriesland in der Literatur steht am Anfang der diesjährigen Reihe Nordúfriesisches Sommer-Institut, zu der das Nordfriisk Instituut zum 17. Male nach Bredstedt einlädt. Den Auftakt bildet eine Veranstaltung im Bredstedter Bürgerhaus am Mittwoch, 27. Juni, 19.30 Uhr. Unter dem Titel ≥Wo Pidder Lyng nicht deichen wollte„ lesen die Schauspielerin Gerlind Rosenbusch und der Autor und Dramaturg Peter Nissen literarische Texte aus Werken, die sich auf Nordfriesland beziehen. Wissenschaftlich nähert sich sodann der Kieler Germanist Prof. Dr. Dieter Lohmeier am zweiten Abend der Reihe am 11. Juli unter der Überschrift ≥Literarische Landgewinnung„ dem Bild Nordfrieslands in der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Bei diesem Vortrag handelt es sich um die 100. Veranstaltung im Rahmen des Nordfriesischen Sommer-Instituts; Prof. Lohmeier ist ehrenamtlicher Kuratoriumssprecher des Nordfriisk Instituut.



Prof. Dr. Carl-Ingwer Johannsen, langjähriger früherer Direktor des Freilichtmuseums Molfsee, betrachtet am 25. Juli die baugeschichtliche Entwicklung der Region von den Anfängen bis heute unter dem Titel ≥Nordfriesland in alten und neuen Häusern„. Dieser Vortrag wird mitveranstaltet von der Interessengemeinschaft Baupflege. ≥Wie heißt die Mehrzahl von Milch?„ unter dieser Fragestellung befasst sich der Frisist Prof. Dr. Jarich Hoekstra von der Nordfriesischen Wörterbuchstelle der Universität Kiel am 8. August mit Zahlen und Zählbarkeit im Nordfriesischen.



Die Ausstellungsmacherin und Autorin Brigitta Seidel von Pellworm befasst sich am 22. August mit der Geschichte der Wasserversorgung in Nordfriesland: ≥Wasser für das platte Land!„ Am 5. September klingt die Reihe aus mit einer Würdigung des Eiderstedter Philosophen Johann Nicolaus Tetens, dessen Todestag sich zum 200. Male jährt. Referent ist Prof. Dr. Holm Tetens, ein Nachfahre, Philosoph an der Freien Universität Berlin. Der Abend wird mitgetragen vom Heimatbund Landschaft Eiderstedt.



Das 17. Nordfriesische Sommer-Institut wendet sich wiederum an Einheimische und Gäste gleicherúmaßen, und zwar an alle Interessierten und nicht etwa an ein akademisches Fachpublikum. Unterstützt wird die Reihe vom Friesenrat sowie von der Nord-Ostsee Sparkasse und der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG. Der Eintritt zur Auftakt-Veranstaltung am 27. Juni im Bredstedter Bürgerhaus kostet sieben Euro. Bei allen anderen Abenden, die jeweils um 19.30 Uhr im Nordfriisk Instituut in der Süderstr. 30 beginnen, wird anstelle eines Eintrittsgeldes jeweils um eine Spende gebeten.
15.05.2007 Europarat: "Minderheitenpolitik Deutschlands mit Licht und Schatten"
Minderheitenrat sieht Bund und Land durch Monitoring-Bericht in der Pflicht

Das Ministerkomitee des Europarats überwacht in regelmäßigen Abständen, ob die Verpflichtungen aus dem Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten von den Unterzeichnerstaaten auch umgesetzt bzw. eingehalten werden. Das gilt für alle Mitgliedsstaaten, so auch für Deutschland. Jetzt liegt der Bericht von der Reise des Beratenden Ausschuss des Europarates vor, der sich vor Ort ein Bild der Situation der nationalen Minderheiten in Deutschland gemacht hatte.
Der Ausschuss sprach mit offiziellen Vertretern von Bund und Länder sowie mit den Minderheitenverbänden. In Deutschland zählen die Sorben aus der Lausitz, die Dänen in Schleswig-Holstein, die Friesen sowie die Sinti und Roma zu den anerkannten nationalen Minderheiten.
Das Ministerkomitee lobt Deutschland ausdrücklich für die Einrichtung des Minderheiten-Sekretariats 2005 in Berlin, sowie die staatliche Unterstützung von Projekten gegen rassistisch motivierte Straftaten.
Neben den Fortschritten werden aber auch fortbestehende Defizite aufgezeigt. Unter anderem wurde kritisiert, dass die Volksgruppenzugehörigkeit von der deutschen Polizei bei der Aufnahme von personenbezogenen Daten erfasst wird und in Einzelfällen sogar an die Presse weitergegeben wird. Das Komitee kritisierte außerdem, dass eine verlässliche und auskömmliche Förderung des Minderheitenschulwesens in Deutschland nicht gewährleistet sei. Dieses sei aber zur Einhaltung des Gleichheitsgrundsatzes unerlässlich. Weitere Schulschließungen, wie in der Lausitz geschehen, seien unbedingt zu vermeiden.
Es bedürfe ebenso weiterer Anstrengungen, um den nationalen Minderheiten einen besseren Zugang zu den deutschen Medien, insbesondere den gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Medien, zu gewähren.
Der Minderheitenrat - bestehend aus Vertretern der vier genannten anerkannten nationalen Minderheiten in Deutschland - wird sich auf seiner nächsten Sitzung mit dem Bericht detailliert auseinandersetzen. Sein Vorsitzender, Karl-Peter Schramm, zeigte sich bereits vor den Beratungen besorgt über die unzureichende Einhaltung der europäischen Verpflichtungen durch Deutschland. Er fordert von Bund und Ländern einen verlässlicheren Rahmen für die Minderheitenpolitik: "Der Status der Minderheiten in Deutschland ist trotz gegenteiliger Sonntagsreden nicht so rosig."

Sydslesvigsk Forening, Flensburg
Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
Domowina
Friesenrat
05.05.2007 Friisk Foriining mit guter Altersstruktur
„Wir sind gut aufgestellt für die Zukunft!“ Das sagte der Vorsitzende Jörgen Jensen Hahn auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Friisk Foriining in Risum-Lindholm. Nachdem jüngst der westfriesische Jugendverband Frysk Ynternatsjonaal Kontakt und das Friesische Forum als Mitglieder aufgenommen werden konnten, sei man jetzt auch direkt mit den jungen Friesen in den Niederlanden und Ostfriesland verknüpft. „Das passt zum Profil unseres modernen Vereins,“ so Hahn weiter. Vor zwei Jahren hatte sich bereits der nordfriesische Jugendverband Rökefloose und der Radioverein Ffnr der Foriining angeschlossen.

Als Höhepunkte im abgelaufenen Jahr nannte der Vorsitzende die Sprachreise zu den Lausitzer Sorben, die friesische Herbsthochschule und die Familientage. Diese Vorhaben wurden ebenso wie die Arbeit des Jugend- und Kulturkonsulenten durch Projektmittel des Bundes gefördert. Aus Eigenmitteln und mit Sponsorenhilfe konnten als weitere Projekte zwei friesische CDs produziert und das wöchentlich zweistündige Webradio über das gesamte Jahr fortgeführt werden. Mit der Durchführung des dreitägigen „European Minority Film Festivals“ wurde erfolgreich Neuland betreten.

Zum Abschluss seines Jahresberichts sprach sich Hahn für die Beibehaltung des Kreises Nordfriesland aus. Die Friisk Foriining lehnt bekanntermaßen die von der Landesregierung geplante Kreisgebietsreform in Schleswig-Holstein ab und fordert dazu auf, die überparteiliche Internet-Kampagne zur Erhaltung des Kreises Nordfriesland zu unterstützen.
„Der Kreis steht allerdings auch in der Verantwortung, nach außen die Verbundenheit mit der friesischen Minderheit zu zeigen“, ergänzte der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms. Die Möglichkeiten, die das Friesisch-Gesetz bietet, könnten da eine gute Hilfe sein. Es wäre ein deutliches Zeichen, wenn der Kreis Nordfriesland auch zweisprachige Beschilderung im Husumer Kreishaus oder auch in den Krankenhäusern anbringen würde. In der Verwaltung sei ein zweisprachiger Briefkopf ebenso denkbar wie das Flaggen mit der friesischen Fahne. Eine so zum Ausdruck gebrachte Verbundenheit mit den Friesen könnte ein gutes Argument sein, den Kreis Nordfriesland zu bewahren.

Auf der Tagesordnung der Versammlung stand auch die Wahl des Vorstandes. Jörgen Jensen Hahn wird für weitere zwei Jahre den Verein anführen. Zu seinen Stellvertretern wählten die Mitglieder Ingwer Nommensen und Lars Harms.
26.04.2007 Friesische Jugendsprachreise zur Isle of Man, 25.-31. Juli
Zum wiederholten Male führt der friesische Jugendverband "Rökefloose" in Zusammenarbeit mit der Friisk Foriining auch dieses Jahr wieder eine Sprachreise für junge Sprachfriesen (und solche, die es werden wollen) im Alter von 12 bis 18 Jahren durch. Dieses Jahr geht es vom 25. bis 31. Juli zur keltischen Minderheit auf der in der irischen See gelegenen Isle of Man. Auf die Teilnehmer wartet ein spannendes Programm inklusiv Spiel und Spaß zusammen mit einer der kleinsten Sprachgemeinschaften Europas.
Die Teilnahmegebühr beträgt nur 250,00 € und beinhaltet sämtliche Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung. Interessierte wenden sich bitte an das Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum.
26.04.2007 Carsten än Alfred Boysen Fång – e tid wårt knååp!
Di 5. moi 2007 wårt wider en sööme giilj (ambai 1200 €) üt e Carsten än Alfred Boysen Fång ferdiiljd. Dåt müülj foon e fång as, e frasche spräke önj Nordfraschlönj tu stipen än tu bewååren. Bit nü san möre bökprojäkte ouers tum baispal uk schölj- unti stuudieräise stiped wörden.

En insäken ma en projäktbeschriwing än en finansiiringsploon schal leestens bit tu e 30. april bai e Friisk Foriining, Moose 4, 25842 Bargum/Beergem, faks 04672-77521, iimäil info@friiske.de, forlade.
24.04.2007 Ålereklub mååget e 9. moi en ütfluch
E Friisk Foriining lååsit da ålere lasmoote in for än weensdi, di 9. moi, tu en latjen ütfluch eefter Jardelund. Eefter en besäk önjt ”Christian Lassens Mindemuseum” jeeft et awäädrie kafe än kååge önj Lorenzens krouf önj Medelby.
Et gungt lüüs am e klook tou (14.00) foont Risem Schölj, Toorpstroote 91.
Et wård am baded, ham önjtumalden bai Luise M. Clasen, tel.: 04661-5102 unti awt sekretarioot, tel.: 04672-77520.

Ausflug der Friisk Foriining

Der Frühjahrsausflug für die älteren Mitglieder der Friisk Foriining führt am Mittwoch, 9. Mai, nach Jardelund. Nach einer Besichtigung des ”Christian Lassens Mindemuseums” gibt es Kaffee und Kuchen in der Gaststätte Lorenzen in Medelby. Die Abfahrt ist um 14 Uhr von Risem Schölj, Dorfstr. 91, in Risum. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen (04661-5102) oder an das Sekretariat.
19.04.2007 Mitgliederversammlung der Friisk Foriining am 4. Mai
Die Mitgliederversammlung der Friisk Foriining findet am Freitag, 4. Mai, von 19 bis 21 Uhr in der Gaststätte Johannsen in Risum statt. Auf der Tagesordnung stehen neben Berichten aus der Vereinsarbeit auch die Wahl des Vorstandes.
Im Anschluss werden ein kurzer Film über die Sprachreise zu den Lausitzer Sorben und eine Bilderserie zu den Vereinsaktivitäten gezeigt.
22.03.2007 Jöögedspräkeräis tu e Isle of Man foon e 25. - 31. juuli
Friisk Foriining än Rökefloose lååsie in tu e jöögedspräkeräis 2007 eefter Isle of Man. Wees sü gödj än dou et widere önj jarnge amfälj unti mald jam önj bai Manfred önjt sekretarioot (04672-77520 / info@friiske.de). Önjmalde koon följk ham bit tu e 30.04.2007, ouers deer san mån 16 plååse, südänji schal huum liiwer wat gauer weese.

Friisk Foriining und Rökefloose laden ein zur Jugendsprachreise 2007 zur Isle of Man. Seid so gut und gebt es in Eurem Bekanntenkreis weiter. Bei Interesse könnt ihr euch bei Manfred Nissen im Sekretariat der Friisk Foriining anmelden oder weitere Informationen einholen (04672-77520 / info@friiske.de). Anmeldeschluß ist der 30.04.2007, allerdings stehen nur 16 Plätze zur Verfügung, so dass man nach der Erfahrung der letzten Reisen lieber etwas schneller sein sollte.


Gary Funck
Kultur- und Jugendkonsulent
Friisk Foriining
23.02.2007 17. NF SOMMER-INSTITUT, 27. Juni bis 5. September
Das 17. NORDFRIESISCHES SOMMER-INSTITUT bietet folgende Veranstaltungen:



27. Juni 2007 (Bürgerhaus)
Wo Pidder Lyng nicht deichen wollte.
Nordfriesland in der Literatur.

Bekannte und weniger bekannte Texte gelesen von Gerlind Rosenbusch und Peter Nissen.



11. Juli 2007
Prof. Dr. Dieter Lohmeier, Kiel:
Literarische Landgewinnung.

Nordfriesland in der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts.
(100. Vortrag des Sommer-Instituts)



25. Juli 2007
Prof. Dr. Carl-Ingwer Johannsen, Molfsee:
Nordfriesland in alten und neuen Häusern.

Die baugeschichtliche Entwicklung von den Anfängen bis heute.
Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Baupflege.



8. August 2007
Prof. Dr. Jarich Hoekstra, Kiel:
Wie heißt die Mehrzahl von Milch?

Über Zahlen und Zählbarkeit im Nordfriesischen.



22. August 2007
Brigitta Seidel, Pellworm:
Wasser für das platte Land!

Zur Geschichte der Wasserversorgung in Nordfriesland.



5. September 2007
Prof. Dr. Holm Tetens, Berlin:
Der Eiderstedter Philosoph Johann Nicolaus Tetens.

Zu seinem 200. Todestag.


Gefördert von der Nord-Ostsee Sparkasse und der
Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG sowie dem Friesenrat.
22.02.2007 Näiste frasche eeftermadi: 21. märts
E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 21. önj e uursmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Cafe önj Lunham. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102 unti awt sekretarioot, 04672-77520. Geeste san hartlik wäljkiimen.

Friesischer Nachmittag

Der nächste friesische Nachmittag, zu dem die Friisk Foriining alle Mitglieder über 60 einlädt, findet am Mittwoch, 21. März, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Vereins-Sekretariat in Bargum, 04672-77520. Gäste sind herzlich willkommen.
12.02.2007 Biikebrennen in Risum-Lindholm, 21. Februar
Kulturbiike mit friesischem Theater und Gästen aus Westfriesland und Cornwall

Die friesischen Vereine in Risum-Lindholm laden zum jährlichen Kulturfest rund um das Biikebrennen ein. Das Feuer wird am Mittwoch, 21. Februar, um 19 Uhr in Lindholm am Üülje Browäi entfacht. Das anschließende Fest mit einer stärkenden Suppe beginnt um 20 Uhr im Nordfriesischen Gasthof (Knopp). Die Biikenrede hält in diesem Jahr der Vorsitzende des Friesenrates, Ingwer Nommensen. Im Anschluss daran präsentiert der Rökefloose das friesisches Theaterstück "E wääre wjard ouert täälelönj", ehe die Wattwöhlers zum Tanz bitten werden. Unter den Gästen werden zum wiederholten Male Besucher aus Fryslân (Niederlande) und Cornwall (Großbritannien) erwartet.

An die 200 Schulkinder aus Risum-Lindholm und Fahretoft werden bereits am Vormittag ihr traditionelles Kinder-Biikefest feiern. Ausrichter ist diesmal die Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm. Das Programm, das vor allem Gesang und mehrere friesische Theaterstücke umfasst, beginnt um 10.00 Uhr. Für das leibliche Wohl der Schüler und Schülerinnen sorgen die Friesenvereine.
05.02.2007 Friesischer Nachmittag am 14. Februar
Frasche eeftermadi

E Friisk Foriining lååsit åle lasmoote ouer 60 tu en meekliken eeftermadi, än weensdi, di 14. önj e biikenmoune am e kl. huulwe trii önjt Galerie-Cafe önj Lunham. Följk koon ham önjmalde bai Luise M. Clasen, tel. 04661-5102 unti awt sekretarioot, 04672-77520. Geeste san hartlik wäljkiimen.

Der nächste friesische Nachmittag, zu dem die Friisk Foriining alle Mitglieder über 60 einlädt, findet am Mittwoch, 14. Februar, um 14.30 Uhr Galerie-Café in Lindholm statt. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Vereins-Sekretariat in Bargum, 04672-77520. Gäste sind herzlich willkommen.
24.01.2007 Friisk Foriining unterstützt Initiative „Wir sind Nordfriesland“
Die Friisk Foriining lehnt die „von oben“ verordnete Kreisgebietsreform in Schleswig-Holstein ab und fordert alle Nordfriesen auf, die überparteiliche Internet-Kampagne zur Erhaltung des Kreises Nordfriesland zu unterstützen. Nach dem Vorbild der Initiative aus dem südlichen Nachbarkreis „Wir sind Dithmarschen!“ können sich Bürger und Bürgerinnen unter der Adresse „wir-sind-nordfriesland.de“ mit ihrer Meinung zu Wort melden und ihre Stimme gegen die geplante Reform abgeben
Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining, sagt dazu: „Der 1970 geschaffene Kreis hat sich verwaltungstechnisch bewährt und gehört, was die Fläche angeht, zu den größten in der gesamten Bundesrepublik. Zudem entspricht er der historisch gewachsenen Identität der Bevölkerung und bildet die Verwaltungseinheit, die nicht zuletzt auch der friesischen Volksgruppe am besten dient.“
18.01.2007 Friisk wunterfäst, 2. februar önj Lunham
E Friisk Foriining lååsit lasmoote än waane in tut wunterfäst ma gräinküüljääsen än doons, än fraidi, di 2. februar am e klook soowen aw e Knup önj Lunham. E teooterfloose foon e famiiliedeege wiset di 1. frasche western ”Floyd”, än for e doonsmusiik as wider Detlef Petersen üt Naibel tustandi. Följk koon ham önjmalde bit tu e 29. januar awt sekretarioot önj Beergem, tel. 04672-775-20, faks -21, iimäil: info@friiske.de.

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Friisk Foriining feiert Winterfest in Lindholm

Die Friisk Foriining lädt alle Mitglieder und Freunde des Vereins zum Winterfest mit Grünkohl und Tanz ein, das am Freitag, 2. Februar, im Nordfriesischen Gasthof in Lindholm stattfindet. Beginn ist um 19 Uhr. Nach dem Grünkohlessen gibt es eine Premiere: Schüler und Schülerinnen präsentieren mit dem Theaterstück "Floyd" den ersten friesischen Western. Detlef Petersen aus Niebüll sorgt für Tanzmusik und Unterhaltung. Anmeldungen für das Winterfest werden bis zum 29. Januar im Sekretariat in Bargum entgegengenommen, Tel. 04672-77520, Fax -21, E-mail info@friiske.de.
17.01.2007 Lars Harms informiirt ouert nai schöljgesäts, 30. januar
Täisdi, di 30. januar am e kl. 20.00 önj Risem Schölj:

Üüsen loondäismoon Lars Harms informiirt ouer et nai schöljgesäts än wat et for e schöljstruktuur önjt lönj bedjüse wårt (realschoule/gemiinschapschoule).

Et lååsit in:
Risum Skole/Risem Schölj – Samarbejdsrådet og lærerkollegiet
08.01.2007 Friesisch und Dänisch in Risum, Beginn 15./17. Januar
In Risum können Interessierte gleich im neuen Jahr im Rahmen der Erwachsenenbildung wieder Friesisch und Dänisch lernen oder bereits vorhandene Kenntnisse vertiefen.

Friesisch für Fortgeschrittene (Mooringer Frasch) mit Ute Jessen startet am Montag, 15. Januar 2007.

Zwei Dänischkurse, einer für Anfänger mit Rikke Gammelgaard und einer für Fortgeschrittene mit Kirsten Lumbye Nielsen, beginnen jeweils am Mittwoch, 17. Januar, um 20 Uhr.

Anmeldungen für alle Kurse snd zu richten an: Risem Shölj/Risum Skole, Telefon 04661-8387 oder 5620, Fax 6198.
04.01.2007 Jülbuume fort biikebrånen insoomle, 13. januar
Da frasche feriine önj Risem-Lunham doue bekånd, dåt da jülbuume fort biikebrånen bit än saneene, di 13. januar, klook tweelwen bai da bekånde soomelplåtse ouflääwerd wårde koone:
Moosbel –Bielenberg
Risem – ridhåle
Lunham – toorpsplåts



Tannenbäume für die Biike

Die Friesenvereine in Risum-Lindholm weisen darauf hin, dass Tannenbäume fürs Biikebrennen bis Sonnabend, 13. Januar, um 12 Uhr an den drei bekannten Sammelplätzen abgegeben werden können:
Maasbüll – Bielenberg
Risum – Reithalle
Lindholm – Dorfplatz
02.01.2007 Saterfriese Karl-Peter Schramm neuer Vorsitzender des Minderheitenrates
Satzungsgemäß wechselt zum neuen Jahr auch der Vorsitz im Minderheitenrat der vier autochthonen nationalen Minderheiten Deutschlands. Auf Jan Nuck von der Domowina - Bund Lausitzer Sorben e.V. folgt 2007 Karl-Peter Schramm vom Seelter Buund aus dem Saterland/Niedersachsen. Schramm vertritt die ca. 2.000 Friesen aus dem Oldenburger Münsterland im Minderheitenrat. Das Saterland gilt damit als die kleinste Sprachinsel Europas.

Der 58jährige ausgebildete Sonderschullehrer verbindet in Personalunion den Vorsitz des Minderheitenrates 2007 mit der Präsidentschaft des Europäischen Büros für Sprachminderheiten (EBLUL) in Deutschland, die er seit 2000 innehat.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit des Minderheitenrates soll im kommenden Jahr die Intensivierung des Dialogs mit den Bundespolitikern im Arbeitskreis für Minderheitenfragen am Bundestag sein, sagte Schramm. "Die Liste der Themen, die dem Minderheitenrat unter den Nägeln brennt, ist lang. Im zweiten Teil der Föderalismusreform muss der gesamtstaatlichen Verantwortung für die nationalen Minderheiten Rechnung getragen werden."

Die EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands im ersten Halbjahr wollen die deutschen Sorben, Dänen, Friesen sowie Sinti und Roma dazu nutzen, auf die Scharnierfunktion nationaler und sprachlicher Minderheiten in einem zusammenwachsenden Europa aufmerksam zu machen. Schramm: "Die Mehrsprachigkeit und die differenzierten Identitäten der Minderheitenangehörigen galten früher als schädlich für die Nationalstaaten. Heute sind es unverzichtbare Eigenschaften für ein modernes und gedeihliches Miteinander in Europa."

"Ferner wollen wir auch 2007 unserem langfristigen Ziel, der Verankerung eines Minderhei¬tenartikels im Grundgesetz ein Stück näher kommen. Das ist ein längst überfälliger Schritt, denn schließlich hatte sowohl die Frankfurter Paulskirchenverfassung als auch die Weimarer Verfassung einen entsprechenden Minderheitenschutz", so Schramm weiter.
16.12.2006 Olaf Schmidt liest aus "Friesenblut"
Olaf Schmidt, 1971 auf Föhr geboren und dort aufgewachsen, lieferte mit "Friesenblut" das Überraschungsdebüt des Frühjahrs: Der Roman ist ein sprachmächtigen Epos über ein Provinzgenie, zwei Jahrhunderte deutsch-dänischer Geschichte - und viele menschliche Tragödien. Anselm hat schon lange die verschworene Inselgemeinschaft, in die er hineingeboren wurde, hinter sich gelassen, seine Doktorarbeit gilt aber Oluf Braren, einem autodidaktischen Malergenie, von dessen Meisterwerk auf der Insel Föhr ein Fragment zu sehen sein soll. Anselm macht sich auf die Reise; da ist es schon wieder verschwunden. Seine Suche wird zu einer atemberaubend erzählten Expedition in die von Grenzkonflikten und dem Kampf gegen die Naturgewalten geprägte friesische Geschichte...

Veranstalter ist die Friisk Foriining, Unterstützt wird die Lesung von Sydslesvigsk Forening und Bücher Bahnsen, Bredstedt
30.10.2006 Friisk Foriining organisiert Minderheiten Filmfestival




Filme von Friesland bis Lappland




Unter dem Motto "Große Filme kleiner Völker" organisiert die Friisk Foriining in Zusammenarbeit mit dem europäischen Dachverband für nationale Minderheiten, der "Federal Union of European Nationalities (FUEN)", vom 16. bis 18. November das EUROPEAN MINORITY FILM FESTIVAL im Kino Center Husum.

Das EUROPEAN MINORITY FILM FESTIVAL ist ein Forum für Spielfilme, gedreht in den Sprachen von europäischen Völkern, die sich nicht auf ein kulturelles Mutterland beziehen können. An drei Abenden werden auf dem diesjährigen Festival Spielfilme der Friesen aus den Niederlanden, der Samen aus Skandinavien, der Kelten aus Schottland, der Ladinier aus Italien und der Rätoromanen aus der Schweiz gezeigt, alle in Originalton mit deutschen oder englischen Untertiteln. Alle Filme werden durch die Regisseure oder Produzenten im Rahmen einer Einführung persönlich vorgestellt.

Das Festival schließt ab mit einer großen Gala im Saal des Veranstaltungshauses HUSUMHUS auf der Husumer Neustadt, in deren Mittelpunkt die Verleihung des EUROPEAN MINORITY FILM AWARD 2006 steht. Für den musikalischen Rahmen konnten die bretonische Sängerin Claude Nadeau, die friesischsprachige Rockband "Lembek" und die dänisch-schottische Folkgruppe "Drones and Bellows" gewonnen werden.
Die Abschlussgala steht allen Interessierten offen und der Eintritt ist kostenfrei.

Das EUROPEAN MINORITY FILM FESTIVAL 2006 ist das einzige Festival
dieser Art in Europa und steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten
des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen.

Alles Nähere zum Programm auf der offiziellen Homepage des Festivals www.minority-film.net.
27.10.2006 Friisk Foriining lehnt Kreisgebietsreform ab
Kreis Nordfriesland ist ein Stück friesischer Identität und soll es nach Meinung der Friesen auch bleiben

In Berlin fand in dieser Woche die Implementierungskonferenz zum dritten Staatenbericht zur europäischen Sprachencharta statt. Die Vertreter der Minderheiten diskutieren mit Vertretern der Bundesregierung die Situation der autochthonen Minderheiten in Deutschland.

Bei der Gelegenheit kritisierte der Friesenrat die geplante Kreisgebietsreform in Schleswig-Holstein, weil der Kreis Nordfriesland aufgelöst werden soll. Der Kreis Nordfriesland umfasst, abgesehen von der Insel Helgoland, das gesamte Siedlungsgebiet der friesischen Volksgruppe in Schleswig-Holstein. Vertreter der friesischen Volksgruppe befürchten, dass die mühsam errungenen sprach- und kultur-politischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte verloren gehen. In einem neuen Großkreis wird die friesische Volkgruppe an den Rand gedrängt.

Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining fordert die Erhaltung des Landeskreises Nordfriesland: „Der 1970 geschaffene Kreis hat sich verwaltungstechnisch bewährt. Zudem entspricht er der historisch gewachsenen Identität der Bevölkerung. Die Identifikation der Bürger mit den kommunalen Strukturen ist für die erfolgreiche Umsetzung von Politik in vielen Bereichen unerlässlich, insbesondere auch für eine moderne Minderheitenpolitik.“
26.10.2006 Friesisch-Kursus im Rio Reiser Haus, Beginn am 13.11.
In Zusammenarbeit mit dem Rio Reiser Haus bietet die Friisk Foriining über Winter einen friesischen Schnupper-Kursus an.

In zweiwöchigem Rhythmus gibt es Montags von 19:00 bis 21:00 Uhr einen Einblick in die friesische Sprache, Geschichte und zeitgenössische Kultur. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei, wie könnte es im Rio Reiser Haus anders sein, die friesischsprachige Rockmusik aus Nord- und Westfriesland.

Im Rahmen des Sprachkursus soll ein Eindruck vermittelt werden über das gegenwärtige kulturelle Leben der friesischen Minderheit in Schleswig-Holstein, das entgegen der stereotypischen Vorstellung weit mehr beinhaltet als Trachtentanz und Volksmusik.

Der kostenlose Sprachkursus beginnt am 13.11. 2006 um 19:00 im Rio Reiser Haus in Fresenhagen (www.rioreiserhaus.de) und schließt ab mit dem Besuch eines friesischen Theaterstückes auf der Biike in Risum-Lindholm am 21.Februar 2007.

Anmeldung und weitere Informationen unter 04662 - 5222 oder 04672-77520
12.10.2006 Friesisch-Unterricht im Schulgesetz absichern
Der SSW hat einen Gesetzentwurf im Landtag eingebracht, mit dem der Friesisch-Unterricht in den öffentlichen Schulen gestärkt werden soll. „Wenn jetzt ohnehin das Schulgesetz umfassend geändert wird, dann muss dort endlich festgeschrieben werden, dass in den Schulen Nordfriesland und auf Helgoland Friesischunterricht angeboten und friesische Kultur vermittelt wird“, sagt der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms.

„Wir wollen, dass die Eltern oder die Schulen in Nordfriesland und auf Helgoland zukünftig entscheiden können, ob vor Ort die friesische Sprache unterrichtet wird. Das Land soll verpflichtet werden, die Kosten für die friesischsprachigen Lehrkräfte zu tragen. Durch die rechtliche Anerkennung von Friesisch als zweite oder dritte Fremdsprache soll unsere Minderheitensprache zudem mit anderen Sprachen gleichgestellt und so gestärkt werden“,erläutert Harms.

Der friesische Abgeordnete bedauert, dass der Friesisch-Unterricht bisher häufig an dem Argument scheitert, dass die Nachfrage zu gering ist. „Deshalb sieht unser SSW-Gesetzentwurf zukünftig eine Mindestgruppengröße von 5 Schülern vor. Außerdem soll es möglich sein, jahrgangsübergreifenden Unterricht zu erteilen oder die Jahrgänge mehrerer Schulen zusammenzufassen. So vermeiden wir die unglückliche Situation, dass Kinder Friesisch lernen wollen, aber es aus formalen Gründen nicht können.

Außerdem wollen wir die Schulen in Nordfriesland und auf Helgoland verpflichten, den Kindern die Geschichte und die Kultur der Friesen zu vermitteln. Es muss selbstverständlich sein, dass unsere Kinder in Nordfriesland auch einen Einblick in die friesische Kultur ihrer Heimat bekommen“, so Lars Harms.

Die Stärkung des Friesisch-Unterrichts ist Teil eines umfassenden Gesetzentwurfs des SSW zur Änderung des Schulgesetzes, mit dem auch die Gleichstellung derKinder an dänischen Schulen bei den Schülerbeförderungskosten geregelt werden soll.
25.09.2006 „Da Säkstante“ präsentieren ihre zweite CD
Neue Songs in friesischer Sprache

Am Sonnabend, 30.9., um 20 Uhr stellt die friesische Musikgruppe „Da Säkstante“ ihre neue CD vor. Sieben Jahre nach der Debut-CD „Samerdruum“ und pünktlich zum 10-jährigen Bestehen der Band erscheint jetzt “Frihäid”, eine CD mit 15 neuen friesischen Liedern.
„Da Säkstante“ ist eine Gruppe junger Leute zwischen 14 und 18 Jahren, die Musik in friesischer Sprache einübt und bei verschiedenen Anlässen präsentiert. “Wir treffen uns ein bis zwei Mal im Monat in der dänischen Schule Bredstedt und nehmen jedes Jahr neue Mitglieder auf, die mindestens 12 Jahre alt sind, friesisch sprechen oder lernen und musikalisch sind”, s Christiane Bodenhagen, die für die musikalische Leitung steht.
Die Präsentation der CD ist eingebunden in den Rahmen der diesjährigen Herbsthochschule der Friisk Foriining, die in der Dänischen Heimvolkshochschule in Jarplund, Lundweg 2, stattfindet.
Das Konzert ist öffentlich, alle Interessenten sind herzlich willkommen.
24.09.2006 LEMBEK im Landesfinale! Am 21.10. in Bredstedt
Beim Wettbewerb für Nachwuchsband´s ist die Gruppe Lembek mit friesischer Rockmusik dabei!



Eine große Chance bietet seit einigen Jahren der 1x jährlich bundesweit stattfindendende Wettbewerb "Local Heroes" für junge Nachwuchsband´s. Hierbei wird in jedem Bundesland von einem örtlichen Veranstalter eine Landessiegerband ermittelt, alle Landessieger fahren dann im November zum großen Bundesfinale nach Magdeburg. Für die Organisation des Wettbewerbs in Schleswig-Holstein hat die Rockinitiative Nordfriesland (Kurz Rocki NF genannt) die Federführung übernommen. Insgesamt haben sich bei Rocki NF über 40 Amateurband´s aus ganz Schleswig-Holstein für eine Teilnahme beworben, hiervon wurden 5 Band´s ausgewählt, die nun am Samstag, den 21. Oktober in der Bredstedter Rock-Music-Hall jeder 30 Minuten Zeit haben ihr Können auf der großen Livebühne unter Beweis zu stellen. Es haben sich in diesem Jahr für die Teilnahme qualifiziert: "REZET" aus Jagel, "Lembek" aus Kiel, "preem" aus Bredstedt, "ATTIC CELL" aus Wesselburen sowie die Gruppe "Bild in Ton", ebenfalls aus Kiel. Breit gefächert ist das Musikspektum an diesem Abend: Von Metal bis zur Rockmusik mit friesischen Gesang sind zu hören, man darf gespannt sein...
14.09.2006 Slowenisch-Friesischer Abend im Andersen-Haus
Männergesangverein von den Slowenen aus Kärntner zu Besuch in Nordfriesland

Zu einem öffentlichen Musikabend, der am Freitag, 22. September um 20 Uhr, im Andersen-Haus stattfindet, laden Friisk Foriining und Frasche Feriin for e Ååstermååre gemeinsam ein. 28 Teilnehmer vom Männergesangverein "Kralj Matjaz" aus Loibach in Kärnten, die sich auf Einladung der Foriining in der Gemeinde Risum-Lindholm aufhalten und hier auch privat untergebracht sind, möchten sich und ihre Heimat an diesem Abend den Friesen vorstellen. Von Seiten der Friesen treten der Chor des Frasch Scheew foon Naibel, Deesbel än trinambai und die Jugendgesangsgruppe Da Säkstante auf.
30.08.2006 Herbsthochschule und Familientage
Friisk Foriining mit neuem Herbstprogramm


Von Freitag, 29. September, bis Dienstag, 3. Oktober, bietet die Friisk Foriining wieder eine friesische Herbsthochschule an, die in der dänischen Heimvolkshochschule in Jarplund stattfindet. In diesem Jahr wieder in Verbindung mit den friesischen Familientagen, parallel aber mit eigenem Programm ebenfalls in Jarplund. Das kombinierte Angebot richtet sich zum einen an Erwachsene und ältere Jugendliche, die bereits über friesische Sprachkenntnisse verfügen und darüber hinaus bereit sind, sich in bisher nicht so vertraute friesische Sprachvariationen hineinzuhören. Das Programm enthält bisher einen friesischen Schreibkurs, das Arbeiten mit Ton und Filz sowie das Malen mit Aquarellfarben. Weitere Kurse sind möglich. Wer gerne etwas auf Friesisch anbieten möchte oder spezelle Wünsche hat, kann sich an das Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum wenden, Tel. 04672-77520.
Die Familientage haben ein eigenes Programm, bei dem ein Theaterstück im Mittelpunkt steht, das zu einem späteren Zeitpunkt in Nordfriesland präsentiert werden wird. Weitere Arbeitsgruppen, eine Schnitzeljagd und ein Ausflug zum Danfoss Universe auf Alsen ergänzen das Angebot.

Anmeldungen nimmt ab sofort das Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum entgegen, Tel.: 04672-77520, Fax -21, Email: info@friiske.de.

Lök uk uner "Harfsthuuchschölj" önjt menüü "Forheewen", deer stoont mör amr program!
30.08.2006 Herbsthochschule und Familientage
Friisk Foriining mit neuem Herbstprogramm


Von Freitag, 29. September, bis Dienstag, 3. Oktober, bietet die Friisk Foriining wieder eine friesische Herbsthochschule an, die in der dänischen Heimvolkshochschule in Jarplund stattfindet. In diesem Jahr wieder in Verbindung mit den friesischen Familientagen, parallel aber mit eigenem Programm ebenfalls in Jarplund. Das kombinierte Angebot richtet sich zum einen an Erwachsene und ältere Jugendliche, die bereits über friesische Sprachkenntnisse verfügen und darüber hinaus bereit sind, sich in bisher nicht so vertraute friesische Sprachvariationen hineinzuhören. Das Programm enthält bisher einen friesischen Schreibkurs, das Arbeiten mit Ton und Filz sowie das Malen mit Aquarellfarben. Weitere Kurse sind möglich. Wer gerne etwas auf Friesisch anbieten möchte oder spezelle Wünsche hat, kann sich an das Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum wenden, Tel. 04672-77520.
Die Familientage haben ein eigenes Programm, bei dem ein Theaterstück im Mittelpunkt steht, das zu einem späteren Zeitpunkt in Nordfriesland präsentiert werden wird. Weitere Arbeitsgruppen, eine Schnitzeljagd und ein Ausflug zum Danfoss Universe auf Alsen ergänzen das Angebot.

Anmeldungen nimmt ab sofort das Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum entgegen, Tel.: 04672-77520, Fax -21, Email: info@friiske.de.

Lök uk uner "Harfsthuuchschölj" önjt menüü "Forheewen", deer stoont mör amt program!
31.07.2006 Interfriesischer Abend im Rio Reiser Haus
Als Abschlussveranstaltung der Interfriesischen Jugendwoche, zu der sich Teilnehmer aus West-, Ost- und Nordfriesland in der Tagungsstätte des Rio Reiser Hauses eingefunden haben, findet am Freitag (4.8.) ein Friesischer Abend statt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Der Abend beginnt um 19 Uhr mit einem gemeinsamen Grillen. Im Anschluss daran werden die von den Kursteilnehmern während der Woche einstudierten Beiträge vorgestellt. "Wir arbeiten täglich in Workshops, die dem Verstehen lernen der unterschiedlichen friesischen Sprachformen dienen", so der Kulturkonsulent der Friisk Foriining, Gary Funck, der zusammen mit dem friesischen Jugendverband Rökefloose die Tagung organisiert. "Die Besucher können sich auf interfriesische Sketche und Musikdarbietungen freuen, und den jungen Friesen wäre ein größeres Publikum zu wünschen", meint Gary Funck.
28.07.2006 Kutschfahrt zur Hallig Südfall
Friisk Foriining lädt zum Familienausflug ein


Die Friisk Foriining lädt Mitglieder und Freunde für Sonnabend, 26. August, zu einem Familienausflug auf die Hallig Südfall ein. Ein Bus, der die Teilnehmer nach Nordstrand fährt, wird um 6.15 Uhr ab Niebüll eingesetzt, weitere Haltestellen sind Lindholm (B5) und Bredstedt (Bahnhof). Von Nordstrand aus geht die Fahrt per Pferd und Wagen weiter nach Südfall, der unmittelbar an die Schutzzone I des Nationalparks angrenzenden Hallig. Gegen Mittag wird dann wieder Nordstrand erreicht sein, wo bei gutem Wetter am Holmer Siel gebadet werden kann.
Anmeldungen für den Ausflug werden bis zum 21. August auf dem Vereinssekretariat in Bargum, Telefon 04672-77520 oder Email info@friiske.de, entgegengenommen.
16.06.2006 Neu: Informationen zum friesischen Schulunterricht
Mehrsprachigkeit ist eine große Chance

„Die nordfriesische Mehrsprachigkeit ist eine große Chance für unsere Kinder, und wir haben die Aufgabe, für kommende Generationen die Tür zu dieser Chance zu öffnen“, sagt der Vorsitzende der Friisk Foriining, Jörgen Jensen Hahn, anlässlich der Herausgabe eines Flyers, der über die Möglichkeiten des Friesischunterrichts in Nordfriesland und auf Helgoland informiert.

„Mit unserem Faltblatt wollen wir deutlich machen, dass gerade auch der friesische Schulunterricht dazu beitragen kann, Schülerinnen und Schülern ein noch besseres Rüstzeug zu bieten, um sich in der Region Nordfriesland und im zukünftigen Europa zurechtfinden zu können. Die jungen Menschen von heute werden noch mehr als vorherige Generationen mit der europäischen Mehrsprachigkeit in Kontakt kommen. Daher gilt es, unsere vorhandenen Potentiale in diesem Bereich auszunutzen und unseren Kindern und Jugendlichen einen besseren Start zu ermöglichen. Hierzu kann gerade der Friesischunterricht beitragen. Darüber hinaus kann jeder mithelfen, dass der friesische Charakter Nordfrieslands erhalten bleibt. Dazu muss die friesische Sprache in den Schulen gefördert werden.“, stellt Hahn fest.

Der von der Friisk Foriining herausgegebene Flyer stellt kurz und übersichtlich die Vorteile des Friesischunterrichts dar und gibt Informationen darüber, an welchen Schulen es heute schon Friesischunterricht gibt. Weiter sind die Adressen von Institutionen enthalten, die sich mit dem Friesischunterricht befassen. Das Faltblatt wird an die Schulen in Nordfriesland verschickt, als Beilage in Wochenzeitungen verteilt und ist außerdem im Sekretariat der Friisk Foriining erhältlich und kann unter der Telefonnummer 04672-77520 angefordert werden.
12.06.2006 14. bis 21. Juli: Sprachreise zu den Sorben
Die Friisk Foriining bietet in den Sommerferien eine Sprachreise zu den Sorben an, bei der noch einige Plätze frei sind. Hier das vorläufige Programm der Reise:


Einwöchige Sprachreise der Friisk Foriining vom 14. - 21. Juli 2006


Freitag: Anreise in Bautzen - Begrüßung, geselliger Abend

Samstag: Besichtigung der Stadt Bautzen, Altstadtbesichtigung und Besuch im Sorbischen Museum
abends, Radibor Konzert an der Alten Kirche

Sonntag: Exkursion in die kath. Region
(sorb. Gottesdienst), Besichtigung des Klosters Marienstern, Wandern nach Schweinerden (Rundlingsdorf)........., Baden im Steinbruch

Montag: Bautzen – Kennen lernen sorb. Institutionen, Sorbisches Nationalensemble, Im Haus der Sorben: Domowina, Stiftung, Rundfunk MDR u. a., Im Verlag: Buch und Zeitungsherstellung, Sorbisches Institut, Gespräch mit dem OB Christian Schramm u/o mit dem Landrat Wolfgang Harig, abends: Theater- oder Konzertbesuch

Dienstag: Bautzen - Bildungstag
wird gestaltet vom WITAJ Sprachzetrum,
13.30 h „Zhubjene a namakane/Ein Herz und andere Dinge,“ deutsch-
sorbisches (2 Mann) Theaterstück - im Wirtschaftsgymnasium,
Gespräch mit (deutschen) Verantwortlichen des Schulamtes Bautzen, Literaturabend – Smolersche in der Buchhandlung

Mittwoch: Exkursion in die mittlere- und Niederlausitz, Besichtigung des Braunkohlegebietes, Lohsa - Smoler/Zejler-Haus und Gedenkstätten, Schleife - Sorbisches Kulturzentrum, Schule, Schwarzkollm - Tourismus, Vermarktung, In Cottbus: Besuch des „Wendisches Hauses“, Wendischen Museum, RBB Rundfunk,
Kahnpartie im Spreewald

Donnerstag: Zur freien Verfügung,
eventuell Fahrt nach Dresden oder nach Liberec/ČR mit Abendessen auf dem Ještěd (1012 m ü M), „Friesischer Abend“ mit Sorbisch- und Friesisch-Kursus

Freitag: Rückreise
12.05.2006 Friesischer Rock im Rio Reiser Haus


Die Hamburger Rockband "Lembek" mit der friesischsprachigen Sängerin Anna Meyer


Friisk Foriining veranstaltet Rock Konzert im Rio Reiser Haus

Wieder einmal beweist die nordfriesische Organisation "Friisk Foriining", dass friesische Sprache und Kultur nicht rückwärtsgewandt sein müssen, sondern auch ihren Platz in der heimischen Jugendkultur beanspruchen.

Zusammen mit der Hamburger Rockband "Lembek" um die friesischsprachige Sängerin Anna Meyer realisierte die Friisk Foriining die Produktion einer friesischsprachigen CD mit dem Titel "Hoker as eentelk Annemarleen?". Alle Titel der CD stammen aus der Feder der Band und teilen sich auf in Föhrer Friesisch (Fering) und Festlandsfriesisch (Frasch).
"Es ist unser Anliegen, der friesischen Sprache einen festen Platz im modernen Alltag zu geben, und zwar in alle Richtungen. Friesische Rockmusik ist daher für uns etwas ganz normales", so Gary Funck, Kulturkonsulent der Friisk Foriining und Initiator des Musik-Projekts. "Mit der Gruppe Lembek haben wir da eine tolle und auch rebellische Band gefunden, die diese Einstellung teilt und es geschafft hat, dieses Vorhaben mit entsprechender Professionalität zu realisieren".

Natürlich wird das Erscheinen der CD auch entsprechend gefeiert. In enger Zusammenarbeit mit dem Rio Reiser Haus e.V. findet eine Release Party in Form eines Live-Konzertes der Gruppe und anschließendem Beisammensein im Rio Reiser Haus in Fresenhagen statt. Dort zeigte man sich sofort bereit, an dem Konzert mitzuwirken.
"Rio Reiser lebte und arbeitete 20 Jahre in Nordfriesland. Es ist daher unser Anliegen, uns auch für Musik und Sprache der Region einzusetzen," so der Geschäftsführer des Rio Reiser Hauses, Heiko Wenzel," sofern es zu dem Wirken und der Person Rio Reisers passt, so wie in diesem Fall."
Gary Funck und Heiko Wenzel hoffen, in Zukunft noch weitere gemeinsame Projekte realisieren zu können.

Das Konzert findet statt am Freitag, 19. Mai, im Rio Reiser Haus in Fresenhagen. Beginn ist um 20.30 (Einlass ab 19.30) und der Eintritt beträgt 5 Euro. Kartenvorbestellungen unter 04662/5222. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Rio Reiser Hauses (www.rioreiser.de).
Die CD "Lembek - Hoker as eentelk Annemarleen" ist für 10 Euro erhältlich bei der Friisk Foriining (www.friiske.de).
05.05.2006 Nordfriesisch gehört zur kulturellen Vielfalt Europas
Prof. Dr. Thomas Steensen, Dr. Alastair Walker und Jörgen Jensen Hahn (von links) auf der Konferenz in Brüssel




EU-Konferenz "Regional- und Minderheitensprachen" in Brüssel


BREDSTEDT / BRÜSSEL (NfI). Die sprachliche Vielfalt ist ein Reichtum Europas und Nordfriesisch gehört dazu! Dies wurde auf einer von mehr als 200 Experten und Praktikern besuchten Konferenz der Europäischen Kommission in Brüssel deutlich. Die friesische Sprachgemeinschaft in Schleswig-Holstein war vertreten durch Jörgen Jensen Hahn, Leiter der Risem Schölj/Risum Skole in Risum, Prof. Dr. Thomas Steensen, Direktor des Nordfriisk Instituut in Bredstedt, und Dr. Alastair Walker, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Nordfriesischen Wörterbuchstelle der Universität Kiel.

Alastair Walker war Mitglied des international besetzten Vorbereitungskomitees. Außerdem hielt er das einleitende Referat in einer Arbeitsgruppe über die Ausbildung von Lehrkräften in Regional- und Minderheitensprachen. Diese sollten, so regte er an, nicht nur die Sprache der eigenen Gruppe studieren, sondern auch Kenntnisse über andere Minderheiten Europas erwerben.

Auf der Konferenz wurde die in Nordfriesland erdachte Aktion "Sprachenfreundliche Gemeinde" als eine von sechs vorbildlichen Initiativen zur Förderung der sprachlichen Vielfalt in Europa gewürdigt. Den dahinter stehenden Aktionsausschuss "Sprachenland Nordfriesland" vertrat in Brüssel Thomas Steensen.

Beachtung fand in der europäischen Hauptstadt auch die Risem Schölj/Risum Skole in Risum, die einen Modellcharakter für manche Region in Europa hat. Denn dort wird der Unterricht, so berichtete Jörgen Jensen Hahn, in drei Sprachen erteilt: Dänisch, Deutsch und Friesisch.

Die Konferenz unterbreitete der Europäischen Kommission zahlreiche Vorschläge zur Förderung der "kleinen Sprachen". Kommissar Ján Figel‚ hatte zu Beginn darauf hingewiesen, dass die etwa 60 Regional- und Minderheitensprachen in der EU von über 50 Millionen Menschen gesprochen werden. Sprache sei der direkte Ausdruck von Kultur und Identität.
22.04.2006 Mitgliederversammlung der Friisk Foriining
Die Jahresversammlung 2006 der Friisk Foriining fand am Freitag, 21. April, in der Gaststätte Johannsen in Risum statt.
Auf der Tagesordnung standen Berichte aus der Vereinsarbeit, die Jahresabrechnung 2005, der Haushaltsplan für das Jahr 2007 sowie ein Vortrag von Dr. Alastair Walker von der Nordfriesischen Wörterbuchstelle in Kiel zur aktuellen Lage der europäischen Kleinsprachen.

Es waren zahlreiche Mitglieder und Gäste erschienen, darunter der Dänische Generalkonsul, Henrik Becker Christensen, aus Flensburg und der Bürgermeister der Gemeinde Risum-Lindholm, Hauke Christiansen.

Vereinsvorsitzender Jörgen Jensen Hahn legte den Arbeitsbericht für das abgelaufene Berichtsjahr vor, den Sie übrigens hier auf der Homepage unter'Presse & Archiv' - 'Reden und Artikel' nachlesen und auch downloaden können.
28.03.2006 Friisk Foriining: 1 Jahr Friesisches Webradio
Das erste und bisher einzige Webradio in nordfriesischer Sprache - NFR (Nordfriisk Radio) - kann auf ein Jahr regelmäßiger Programmausstrahlung zurückblicken. Seit dem 1. April letzten Jahres sendete NFR jeden Werktag ein buntes Programm mit Musik und Nachrichten aus der Region. Wenn auch ursprünglich als Angebot für die Sprachfriesen gedacht, so hat das friesische Webradio inzwischen zahlreiche Freunde gefunden, und das weltweit. Denn NFR sendet nicht über UKW sondern über das Internet. Unter der Adresse www.nfradio.de kann man das Programm ohne zusätzliche Gebühren empfangen.
„Das Jahr hat uns viel Spaß gemacht,“ sagt Ingwer Boysen, einer der Moderatoren, „aber es kostet natürlich auch viel Zeit und verlangt einige private Opfer.“ Gary Funck, Kulturkonsulent der Friisk Foriining, die das Projekt mit Eigenmitteln trägt, sind diese Probleme bewusst: „Ursprünglich war das Projekt für den Zeitraum von einem Jahr geplant, trotzdem machen wir weiter. Allerdings in anderer Form, als es unsere Zuhörer bislang gewohnt waren.“ Ab April wird die Sendezeit auf vier Stunden wöchentlich zurückgeschraubt, Nordfriisk Radio sendet dann jeweils am Freitagvormittag von 10 bis 12 Uhr ein Live-Programm, das von 17 bis 19 Uhr noch einmal wiederholt wird.
„Wir haben uns für die neue Sendezeit entschieden, da wir zum einen Rücksicht auf die personellen Ressourcen nehmen mussten, andererseits können wir jetzt auch die Zuhörer am Arbeitsplatz erreichen. Die reduzierten Programmstunden hoffen wir durch eine verbesserte Qualität des Programms auszugleichen,“ sagt Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining.
Starttermin für das neue Konzept ist Freitag, 7. April, um 10 Uhr. Dann heißt es wieder: „Moin följkens, jam hiire Nordfriisk Radio auf www.nfradio.de“
28.02.2006 Spräkeräis tu e Sorbe – Inlååsing
E Friisk Foriining ploont foon e 14. bit 21. juuli 2006 en friisk spräkeräis eefter e Lausitz tu e Sorbe. Dåt müülj ma e räis as än kam önj kontakt tu da sorbisch snååkene manschne än liir wat foon jare spräke- än kultuurårbe. Di räisespräke as friisk önj ünlike wariatsjoone. Huum inträse heet än mör ouer e räis waase wal, koon ham awt feriinssekretarioot önj Beergem malde, tel. 04672-77520, faks –21 än iimäil info@friiske.de.
13.02.2006 Biikebrennen in Risum-Lindholm
Biikebrennen - für viele Friesen das wichtigste Fest im Jahr

Die friesischen Vereine in Risum-Lindholm laden zum jährlichen Kulturfest rund um das Biikebrennen ein. Das Feuer wird am Dienstag, 21. Februar, um 19 Uhr in Lindholm am Üülje Browäi entfacht. Das anschließende Fest mit einer stärkenden Suppe beginnt um 20 Uhr im Nordfriesischen Gasthof (Knopp). Die Biikenrede hält in diesem Jahr der neue Minderheitensekretär in Berlin, Thede Boysen. Im Anschluss daran präsentiert der Rökefloose das friesisches Theaterstück "Dåt rümschap Mannigfual", ehe die Wattwöhlers zum Tanz bitten werden. Unter den Gästen werden auch acht Personen aus Cornwall/Kernow sein, die sich eine Woche lang auf Einladung der Friisk Foriining in Nordfriesland aufhalten.
An die 200 Schulkinder aus Risum-Lindholm und Fahretoft werden bereits am Vormittag ihr traditionelles Kinder-Biikefest feiern, in diesem Jahr sogar mit einem kleinen Feuer. Ausrichter ist diesmal die Risem Schölj/Risum Skole. Das Programm, das vor allem Gesang und mehrere friesische Theaterstücke umfasst, beginnt um 9.30 Uhr. Für das leibliche Wohl der Schüler und Schülerinnen sorgen die örtlichen Friesenvereine.
10.02.2006 „Inselklang – Die Sylter Sprache vergessen wir nicht“
Mehr als zwei Jahre war die junge Sylter Filmemacherin Anne Goltz (28) mit ihrem Kameramann Oliver Rensch auf der Spurensuche der sylt-friesischen Sprache. Auf die Frage „Stirbt Sölring wirklich aus?“ haben die beiden eine verblüffende Antwort gefunden.

Der 30 Minuten lange Dokumentarfilm ist im Rahmen von Filmtrain (www.filmtrain.de) entstanden sowie mit Unterstützung durch die Kulturelle Filmförderung Schleswig-Holstein e.V. und der Friisk Foriining.

Anne Goltz Abschluss-Film „Inselklang“ läuft am Montag, den 20. Februar 2006 um 19 Uhr in der Westerländer Kinowelt,
am Donnerstag, den 23. Februar 2006 im Rahmen eines Sylter-Heimatkultur-Abends im Hamburger Zeise-Kino (näheres unter www.beyondframes.org), wo auch der Sylter Künstler Peter Klint ausstellen wird (www.portraitfirma.de)
und in der Zeit vom 28. Februar bis 02. März 2006 im Rahmen der offiziellen Filmtrain-Abschluss-Veranstaltung im Kommunalen Kino in Kiel (näheres unter www.diepumpe.de)
04.02.2006 130 Mitglieder und Gäste zum Winterfest in Bongsiel
Die Friisk Foriining feierte mit Mitgliedern und Freunden des Vereins ein überaus gut besuchtes Winterfest mit Grünkohl und Tanz. Im Gasthaus Bongsiel konnte Vorsitzender Jörgen Jensen Hahn über 130 Gäste – darunter viele Jugendliche und Kinder – begrüßen. Nach dem Grünkohlessen war für humorvolle Unterhaltung gesorgt: eine Theatergruppe, bestehend aus Schülerinnen und Schülern, trat mit einem friesischen Stück auf, das bei den Familientagen der Foriining im Herbst entstanden war: “Danny Superstar”.
Für die anschließende Tanzmusik sogte Detlef Petersen aus Niebüll.
10.01.2006 Neue Briefmarke würdigt Friesenrat
Anlässlich des 50. Jubiläums des Friesenrates erscheint am 9. Februar eine 90-Cent-Briefmarke, die das Wort "Friesenrat" in den drei friesischen Sprachen und den entsprechenden Farben der jeweiligen friesischen Fahnen präsentiert. Den Hintergrund bildet das verbindende Element der drei Frieslande, die Nordsee.
08.12.2005 Friesisches Manifest – Vorsitzender der Friisk Foriining bezieht Stellung
Nachdem die Friisk Foriining unser friesisches Manifest neu überarbeitet hatte und es dem Inter-friesischen Rat zur weiteren Behandlung übergab, kamen auch bald die ersten Reaktionen. Eine der führenden Personen im Nordfriesischen Verein unterstellte der Friisk Foriining, die Friesen in gute und weniger gute spalten zu wollen. Die Botschaft lautet wie folgt:
’Liebe Friesen,
der Entwurf für ein "neues" Friesisches Manifest ist KEIN Fortschritt! Vor 50 Jahren fand man für die Friesen in Ost, West und Nord eine gemeinsame Arbeitsgrundlage. Jetzt sind wieder Spalter am Werk, die zwischen guten Friesen - aktiv friesisch sprechenden - und weniger guten Friesen -hochdeutsch, niederländisch oder plattdeutsch sprechenden – unterscheiden wollen. Was soll uns Friesen ein neuer Kulturstreit nützen?’
- Dies sagt mehr aus über den Absender als über den Empfänger. Denn der Friisk Foriining geht es mitnichten um eine Spaltung der Friesen, sondern gerade um das Gegenteil. – Es sollen hier alle Friesen für ein gemeinsames Ziel motiviert werden, nämlich für den Erhalt und Ausbau unserer ge-meinsamen sprachlich-kulturellen Grundlage. Angesprochen werden sollen übrigens auch alle, denen ganz allgemein der Erhalt sprachlich-kultureller Vielfalt wichtig ist.
Unser mittlerweile 50 Jahre altes friesisches Manifest ist in vielerlei Hinsicht ein bemerkens-wertes Dokument. Es ist für seine Zeit europäisch vorausschauend. Es manifestiert eine grenzüber-greifende europäische und friesische Identität im Europa der Nationalstaaten und ist für Friesen unge-wöhnlich zukunftsorientiert. Aber es ist auch ein Kind seiner Zeit, das wie alles im Leben ab und an eine neue Form braucht, seinen Inhalt aktualisieren und sich neuen kulturell-politischen Rahmenbe-dingungen anpassen muss. Der Wortlaut muss mit dem Sprachverständnis der heutigen Zeit überein-stimmen und der Inhalt präziser formuliert werden. Vor 50 Jahren steckte die europäische Union noch in den Kinderschuhen. Im Manifest von 1955 heißt es: ”Die Zeit drängt nach größeren Zusammen-schlüssen.” Inzwischen ist die EU seit langem politische Realität.
Vor 50 Jahren mag es nötig gewesen sein, die plattdeutsche Sprache mit einzubeziehen. Im Manifest von 1955 heißt es noch: ”Muttersprache, sei sie friesisch oder plattdeutsch!” Das nieder-deutsche Element des Manifestes hat sich seither zu einer eigenen Größe entwickelt und kann heute für sich alleine stehen; es ist ein berechtigtes Anliegen aller Niederdeutschen in Europa geworden. Wohingegen die friesische Sprache und Kultur als gemeinsames Identifikationsmerkmal aller Friesen in Europa und allen anderen Ländern dieser Welt heute deutlicher hervorgehoben wird.
Ein Mitglied des Friesenrates aus Ostfriesland formulierte es als Antwort auf die oben erwähnte Aussage so: ’Ich bin selber muttersprachlich plattdeutsch, gleichwohl meine ich, dass der Inter-friesische Rat sein Profil hinsichtlich der friesischen Sprache schärfen sollte. Darum geht es mir: Um eine stärkere Akzentuierung auf das Friesische, nicht aber um eine Ausgrenzung der Plattdeutschen (wer will sich schon selber ausgrenzen?). –
Und darüber lohnt sich meines Erachtens auch ein Meinungsstreit (meinetwegen auch ein Kulturstreit); dieser kann und sollte so geführt werden, dass das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen verloren wird.’
Damit bringt er die Sache auf den Punkt. Denn weder die niederdeutsche Sprache noch ihre Sprecher sollen ausgegrenzt werden. Aber wie bereits erwähnt, haben sich für diese Gruppe inzwisch-en besonders in Norddeutschland eigene Strukturen mit entsprechenden Organisationen entwickelt, mit denen eine Zusammenarbeit nicht nur denkbar, sondern auch wünschenswert ist.
Ebenso ist es eine Tatsache, dass die Friesen in den letzten Jahrzehnten als anerkannte Minder-heit gesondert herausgehoben und abgesichert worden sind. Dies wird u. a. in der Landesverfassung, im Friesisch-Gesetz, in der Sprachencharta und im Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten deutlich. Hier wurden ganz neue Rahmenbedingungen für die Friesen und das Frie-sische geschaffen.
Dieser Entwicklung müssen wir uns auch bei der Betrachtung des friesischen Manifestes von 1955 stellen. Das ist verständlich in Fryslân, im Saterland und auch bei den Ostfriesen - und müsste es auch im Sprachenland Nordfriesland sein.
Es macht also Sinn, unser gemeinsames Manifest zu aktualisieren. Und das in den drei erwähn-ten Bereichen Wortlaut, Inhalt und Rahmenbedingungen. Die Redewendungen und Ausdrücke des alten Manifestes mögen für die damalige Zeit die richtigen gewesen sein. Ob allerdings unsere heuti-gen Adressaten für moderne Sprach-und Kulturarbeit sich als Angehörige eines Stammes fühlen, des-sen Kultur in den Tiefen des Volkstums wurzelt, das gleichsam als Deich gegen die gleichmachende Flut der Massen Schutz bietet, ist nicht anzunehmen. Ob diese Formulierungen heute noch greifen, kann bezweifelt werden. Eher stärken sie wohl die altbekannten Klischees über Friesen, wie sie oft in den Medien zur Anwendung kommen. Hier entsteht dann das Bild eines eher vergangenheits-bezogenen und rückständigen Menschen.
Das genaue Gegenteil ist der Fall: Friesen sind moderne Menschen mit viel Kompetenz für das Leben in einer mehrsprachigen, europäischen Welt, ohne dabei ihre eigene sprachliche-kulturelle Identität zu verlieren. Das muss auch in unserem gemeinsamen Manifest zum Ausdruck kommen!
Dass die EU sich in den letzten 50 Jahren von einem losen Staatenbund zu einer Union und wirtschaftlichen Weltmacht entwickelt hat, ist eine Tatsache. Dies hat auch die Rolle der sprach-lichen-kulturellen Minderheiten ohne eigenen Nationalstaat geändert. Diese werden sich in Zukunft aus gemeinsamen Interesse viel enger vernetzen und tun dies zum Teil auch jetzt schon. Friesen rücken hier enger zusammen mit z.B. Sorben, Rätoromanen und den Kelten aus Großbritannien.
Auch der allmähliche Übergang von nationaler Grenzlandspolitik zur Minderheitenpolitik in un-serer eigenen Region hat zu einer Trennung von friesischer und plattdeutscher Sprach- und Kultur-arbeit geführt, ohne dass hier von Ausgrenzung die Rede ist. Die meisten Friesen sprechen beide Sprachen. Das gilt auch für den Verfasser dieses kleinen Textes. Einer Zusammenarbeit beider Gruppen im Bereich der gemeinsamen Interessen sollte nichts im Wege stehen, sondern wäre, wie schon erwähnt, wünschenswert.
Wir sollten uns daher alle zu einem zeitgemäßen Manifest entschließen können. Das ist vermut-lich in Fryslân, im Saterland und in Ostfriesland kein Problem. In Nordfriesland (siehe oben) scheint es noch zu haken. Das hat historische Gründe. - Für den einen oder anderen ist es sicher auch heute noch schwer, das Bewahren unserer gemeinsamen Sprache und des damit verbundenen kulturellen Ausdrucks von überholten nationalpolitischen Vorstellungen zu trennen. - Aber es geht immer öfter.
Unser überarbeitetes Manifest sollte aber kein ’angepasstes’ sein. Das ist das Original auch nie gewesen. Sondern es muss ein Dokument sein, das in die Zeit passt. So dass die, die nach uns auch mit unserer Sprache und Kultur leben wollen, für die Zukunft eine Plattform haben.
’Wan huum foon e üülj tid inönj e nai wal, scheent et as wan da fiile for en schör stal stönje än e tid ham ferpüstet for en nai runde. Sün tid heet sin ünsääkerhäide, ouers nuch mör sin grute naie möölikhäide. Än da wan we tu påken heewe. - Dan we hääwe dåt waasen än dåt koonen, di spräng eefter foorne tu woogen, ap önj e modärne, am for üs frasche en plååts önj e tukamst tu sääkern. Deer gunge we haane, fülid foon da goue wansche än fründlike toochte foon da üülje, tuhuupe ma da junge än dåt latj fölkj bai e hönj. - Önj di san!’


Jörgen Jensen Hahn – Friisk Foriining



08.12.2005 Kürzungen bei den Friesen auf Antrag des SSW zurückgenommen
Der Landtags-Finanzausschuss hat heute auf Antrag des SSW die Kürzungen bei den Minderheiten zurückgenommen, die im Haushaltsentwurf 2006 der Landesregierung geplant waren. Hierzu erklärt der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms:

≥Die Rücknahme der Kürzungen bei den Organisationen der dänischen Minderheit und der friesischen Volksgruppe ist ein positives Signal der Regierungsfraktionen an die Minderheiten des Landes. Angesichts der sehr angespannten Haushaltslage wissen wir das Entgegenkommen von SPD und CDU bei den Haushaltsanträgen zu schätzen.

Für Nordfriesland ist es besonders positiv, dass die Kürzung beim Nordfriisk Instituut sowie bei der Kulturarbeit der friesischen Volksgruppe und der dänischen Minderheit zurückgenommen worden sind. Damit wurde für diese wichtige kulturelle und sprachliche Arbeit der finanzielle Status Quo erhalten. Beim Nordfriisk Instituut ging es aus Sicht des SSW auch darum, das Institut mit anderen wissenschaftlichen Institutionen im Land gleichzustellen und zumindest einen teilweisen Ausgleich für die Personalkostensteigerungen zu erreichen.„

Auf Antrag des SSW wurden vom Finanzausschuss die Zuschüsse für das Nordfriisk Instituut in Bredstedt um 5.000 Euro auf 214.600 Euro erhöht. Die Zuschüsse für die friesische und dänische Kulturarbeit werden um 3.400 auf 53.400 Euro bzw. um 5.900 auf 415.900 Euro erhöht.
10.11.2005 Friesisch-Gesetz zeigt Wirkung
Vor genau einem Jahr, am 11.11.2004, ist das Friesisch-Gesetz im Schleswig-Holsteinischen Landtag verabschiedet worden.

"Heute zeigt sich anhand mehrerer konkreter Beispiele, dass das Gesetz auch Wirkung zeigt", äußert sich Lars Harms, Vorstandsmitglied der Friisk Foriining, zufrieden. "Mit Hilfe des Friesisch-Gesetzes sind den Friesen in jüngster Zeit einige Erfolge gelungen, die wichtig für die weitere Entwicklung der Minderheit sind", so der SSW-Landtagsabgeordnete, der seinerzeit die Initiative zu dem Gesetz ergriffen hatte.


Harms nennt konkret die aktuelle zweisprachige Beschilderung auf den Bahnhöfen von Husum bis Westerland mit den dazugehörigen Erläuterungen über die Volksgruppe auf den Bahnhöfen. Ganz neu sei in diesem Zusammenhang die Zusage der Nord-Ostsee-Bahn, zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember in den Zügen die Haltestellen in Nordfriesland nicht nur auf deutsch, sondern auch in den jeweiligen friesischen Entsprechungen anzukündigen.
Als erste Beispiele für gelungene zweisprachige Beschilderung an öffentlichen Gebäuden werden die Finanzämter in Husum und Leck genannt. Weitere zweisprachige Beschilderungen werden in der nächsten Zeit folgen.

"Wir stellen fest, dass auch die Nutzung der friesischen Sprache vor den Behörden viel selbstverständlicher erfolgt. Und das bedeutet, dass die Verankerung des Friesischen als offizielle Sprache in Nordfriesland und auf Helgoland seine Wirkung nicht verfehlt hat, sondern zu einer modernen Sprachförderung beiträgt. Aber nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Behörden sollten so umfassend wie möglich die Möglichkeiten, die durch das Friesisch-Gesetz geschaffen worden sind, nutzen," regt der Abgeordnete mit Blick auf das Land, den Kreis und die Kommunen an.

Im Friesisch-Gesetz wird die Förderung des Friesischen im öffentlichen Raum geregelt. Den Friesen wird eingeräumt, ihre Sprache in Nordfriesland und auf der Insel Helgoland gleichberechtigt zu verwenden. So können z.B. Urkunden, Eingaben, Belege in friesischer Sprache bei Behörden vorgelegt und die friesische Sprache auch mündlich in Behörden benutzt werden, wodurch das Friesische einen hohen Grad der Gleichstellung gegenüber der Amtssprache Deutsch erhält. Das Land ist verpflichtet, seine Behörden zweisprachig zu beschildern und es soll fortan darauf hinwirken, dass topografische Bezeichnungen und Beschilderungen an öffentlichen Gebäuden ebenfalls zweisprachig ausgeführt werden. Der Kreis Nordfriesland und seine Gemeinden sowie die Gemeinde Helgoland haben ebenfalls das Recht, die friesische Sprache umfassend in Verwaltungsangelegenheiten und in der Beschilderung zu nutzen. Darüber hinaus ist in dem Gesetz auch das freie Bekenntnis zur friesischen Volksgruppe abgesichert.
31.10.2005 Sprachminderheiten in Deutschland untersuchen Förderprogramme der EU
AURICH. Ab 2007 werden die Karten neu gemischt. Spezielle Programme der EU für Regional- und Minderheitensprachen wird es nicht mehr geben. Dies war das zentrale Thema eines Seminars am vergangenen Wochenende im Europahaus in Aurich/Ostfriesland. Es wurde veranstaltet von EBLUL Deutschland, dem deutschen Komitee des Europäischen Büros für weninger verbreitete Sprachen, dem auch die Friisk Foriining angehört.
EBLUL existiert seit 1982, das deutsche Komitee hat sich kürzlich als eingetragener Verein konstituiert, um den Anforderungen der Europäischen Union besser entsprechen zu können.
Frau Marlies Puls, Expertin in Sachen EU-Programme von Meyer Consulting in Oldenburg, informierte über die sprachenrelevanten Förderprogramme der EU und zukünftig zu erwartende Entwicklungen. EBLUL Deutschland sieht insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit auch in Zukunft gute Möglichkeiten für Sprachförderprojekte.
Die Delegierten der Sprachminderheiten in Deutschland wurden zum Abschluss ihrer Tagung von Landschaftsdirektor Dr. Walter Schulz im historischen Ständesaal der Ostfriesischen Landschaft empfangen. Dieser ermutigte die Delegierten, weiterhin für die sprachliche Vielfalt in Deutschland und Europa einzutreten.
30.09.2005 Herbstusflug nach Tondern und Mögeltondern
E Friisk Foriining lååsit da ålere lasmoote in for weensdi, di 5. oktoober, tu en ütfluch eefter Tuner än Möögeltuner. Eefter en besäk önjt Tønder Museum jeeft et awäädrie kafe än kååge önj Mormor's lille Café önj Möögeltuner. Et gungt lüüs am e klook huulwe tou (13.30) foont Risem Schölj, Toorpstroote 91. Wees sü gödj än mald jam aw arken fål önj bai Luise M. Clasen, tel.: 04661-5102 unti awt sekretarioot, tel.: 04672-77520.


Der Herbstausflug für die älteren Mitglieder der Friisk Foriining führt am Mittwoch, 5. Oktober, nach Tondern und Mögeltondern. Nach einem Besuch im Tønder Museum gibt es im Anschluss Kaffee und Kuchen in Mormor's lille Café in Mögeltondern. Die Abfahrt ist um 13.30 Uhr von Risem Schölj, Dorfstr. 91, in Risum. Anmeldungen werden erbeten an Luise M. Clasen, Telefon 04661-5102 oder an das Sekretariat, Telefon 04672-77520.
08.09.2005 Herbsthochschule, Theater-Workshop und Familientage
Von Freitag, 30. September, bis Montag, 3. Oktober, bietet die Friisk Foriining wieder eine friesische Herbsthochschule an, die erstmals im Jugendhof Knivsberg, der Bildungsstätte des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig (DK), stattfindet. In diesem Jahr wird auch der friesische Theater-Workshop Teil der Herbsthochschule sein. Das kombinierte Angebot richtet sich an Erwachsene und ältere Jugendliche, die bereits über friesische Sprachkenntnisse verfügen und darüber hinaus bereit sind, sich in bisher nicht so vertraute friesische Sprachvariationen hineinzuhören. Auf dem Programm stehen neben dem Schwerpunkt Theater ein Geschichts-Workshop, Computer und Internet, Rockmusik sowie eine Bastel-AG. Vorträge, ein kleiner Ausflug und Vorführungen stehen ebenfalls auf dem Programm.

Vom 7. bis 11. Oktober finden in der dänischen Heimvolkshochschule in Jarplund die ersten friesischen Familientage statt. Die fünftägige Begegnung für Eltern und Kinder ist als Ergänzung zur bisherigen friesischen Herbsthochschule gedacht, die sich fortan ausschließlich auf Erwachsene und ältere Jugendliche konzentriert. Die Familientage haben ein neu zu gestaltendes Theaterstück mit Musik und Tanz zum Mittelpunkt, das zu einem späteren Zeitpunkt in Nordfriesland präsentiert werden wird. Weitere Arbeitsgruppen wie Malen und Handarbeit sowie ein Ausflug zum Hansapark ergänzen das Angebot.
01.09.2005 Friisk Foriining fordert neues Friesisches Manifest
Das Friesische Manifest, dessen 50-jähriges Jubiläum gerade am Upstalsboom bei Aurich/Ostfriesland feierlich begangen wurde, bedarf einer grundlegenden Überarbeitung. Dieser Auffassung ist die Friisk Foriining, die politisch aktive Sprach- und Kulturvereinigung in Nordfriesland. Ein neu gefasster Entwurf für eine gesamtfriesische Willenserklärung wurde dem Friesenrat zur Beratung übergeben (s.u.).

Die Friisk Foriining bewertet das alte Manifest als überholt. ”Wir möchten gerade die nordfriesische Jugend dafür gewinnen, sich gemeinsam mit Ost- und Westfriesen zu einem neuen, gestärkten friesischen Bewusstsein zu bekennen. Obwohl für seine Zeit modern und in die Zukunft weisend hat das Friesische Manifest von 1955 leider keine durchschlagende Bedeutung gehabt, und das versuchen wir jetzt zu ändern”, sagt Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining. Unterstützt wird die Foriining vom Friesischen Forum aus Ostfriesland und der Bürgerinitiative Te Mâl aus Westfriesland (NL).

Die Nordfriesen wollen mit ihrer Initiative niemanden ausgrenzen, fordert jedoch den Gesamtfriesenrat auf, die friesische Sprache in den Mittelpunkt des Manifests zu stellen. ”Die Menschen in West-, Ost- und Nordfriesland haben gemeinsam den Wunsch, ihre friesische Identität zu bewahren, und das wichtigste Merkmal dieser Identität ist nun mal die friesische Sprache”, so der Vorsitzende der Friisk Foriining abschließend.


Der Wortlaut des Friesischen Manifests in der neuen Fassung:

Friesisches Manifest
Am Tage des fünfzigsten Jubiläums des Friesischen Manifestes verkünden Friesen aus Nord, Ost und West:
Wir fühlen, dass wir zusammengehören und als Teil Europas der sprachlichen und kulturellen Vielfalt verpflichtet sind.
Gemeinsam sind uns das Volkstum und das Bewusstsein, als Friesen einen wichtigen Beitrag zum sprachlichen und kulturellen Reichtum Europas zu leisten. Die drei Frieslande bejahen alle Bestrebungen, die zu einem gemeinsamen Europa führen. Wir gehören mehr als einem Staate an, fühlen uns aber über alles Trennende hinweg als Angehörige eines Volkes, gewohnt und gewillt, unsere friesische Sprache und Kultur zu pflegen und auszubauen.
Wir bekennen uns zu unserer friesischen Sprache, die für uns identitätsstiftend ist und die wir pflegen wollen vor allem anderen. Wir appellieren an Kindergarten, Schule, Kirche, öffentliche Verwaltung, Vereine und auch die Medien uns bei unserem Bestreben nach Förderung der friesischen Sprache zu unterstützen. Deshalb weisen wir vor allem alle staatlichen und öffentlichen Stellen darauf hin, und bitten sie, Größe und Wert dieser Aufgabe zu erkennen.
Wir bekennen uns zu einer gemeinsamen friesischen Kultur, die in unserer eigenen Sprache und unserem eigenen Volkstum wurzelt. Gemeinsam wollen wir sie pflegen. Wir fordern alle verantwortlichen Stellen auf, die kulturelle Arbeit unserer friesischen Institute und Verbände so zu fördern, dass wir Friesen in Deutschland und den Niederlanden eine dem europäischen Standard entsprechende Unterstützung erhalten.
Wir bekennen uns zu unserer gemeinsamen Arbeit. Die Friesen in Nord, Ost und West werden auch in Zukunft die Aufgabe haben, die Zusammenarbeit zu verstärken, um friesische Sprache, friesische Kultur, Wissenschaft und Schrifttum und alles schöpferische Streben zu fördern, damit die sprachliche und kulturelle Vielfalt in den Frieslanden und in Europa gestärkt wird.
Vorschlag für ein erneuertes Friesisches Manifest, eingebracht von der Friisk Foriining (Nordfriesland), mit Unterstützung vom Friesischen Forum (Ostfriesland) und der Bürgerinitiative Te Mâl (Westfriesland)
30.08.2005 Minderheitenrat begrüßt Staatsziel
Der Minderheitenrat der vier anerkannten nationalen Minderheiten Deutschlands, Dänen, Sorben, Friesen sowie Sinti & Roma, hat auf seiner Sitzung am 29. August in Flensburg die Empfehlung der Enquete-Kommission des Bundestages »Kultur in Deutschland« Schutz und Förderung der Kultur ins Grundgesetz zu schreiben, begrüßt. Der Schutz und die Förderung müssen aber auch zwingend die autochthonen (heimischen) nationalen Minderheiten umfassen. »Ansonsten grenzt eine solche Bestimmung aus, statt der gewachsenen kulturellen Vielfalt in Deutschland zu dienen«, so der Sprecher des Minderheitenrates Dieter Paul Küssner, Jarplund.

Für Mitte November plant der Minderheitenrat einen Parlamentarischen Abend in Berlin, bei dem den Abgeordneten des neuen Bundestages u.a. dieses Minderheitenanliegen nahe gebracht werden soll. Für den kontinuierlichen Dialog mit den Entscheidungsträgern aus Politik und Ministerien stellt das mit Unterstützung des Bundesinnenministers eingerichtete Sekretariat des Minderheitenrates in Berlin eine wichtige Hilfe dar. Die Förderung dieser Berliner Anlaufstelle muss daher über den 31.12.2005 hinaus verlängert werden, forderte der Minderheitenrat.

Ein weiteres Thema des Minderheitenrates war das Fehlen der sorbischen Ortsnamen im neuen Postleitzahlenbuch. Dieses ist Anlass für den Minderheitenrat sich sowohl an den Europarat wie an den Bundesinnenminister zu wenden. Ziel ist es, die Deutsche Post AG zu einer Änderung ihrer zurzeit minderheiten-feindlichen Praxis zu bewegen. Die Streichung der sorbischen Namen ist nicht nur gegen den Geist der europäischen Sprachencharta, sondern verstößt nach Ansicht des Minderheitenrates auch gegen den deutschen Einigungsvertrag, der den Sorben ihre Rechte in der Bundesrepublik sichert.
26.08.2005 Friesisch-Kurse in Risum-Lindholm
In Risum-Lindholm können Interessierte auch in diesem Jahr wieder in jeweils 10 Doppelstunden Friesisch lernen oder bereits vorhandene Kenntnisse vertiefen.

Friesisch für Anfänger bei Dörte Flor beginnt am Montag, 5.9., Friesisch für Fortgeschrittene bei Ute Jessen startet am Mittwoch, 7.9., jeweils um 20 Uhr in der Risem Schölj/Risum Skole. Anmeldungen für die Friesischkurse nimmt unser Geschäftsführer unter Telefon 04672-77520 gerne entgegen.

Wer an einer friesischen Gesprächsrunde (frasch scheew) teilnehmen möchte, kann sich direkt bei den Ausrichtenden anmelden. Das sind in Deezbüll Greta Johannsen, Tel. 04661-4428, in Efkebüll Marie Tångeberg, 04672-669, oder Dörte Flor, 04661-941729, in Klockries Karsten Nickelsen, 04661-4515, in Risum Elke Petersen, 04661-5283 oder Jörgen Jensen Hahn, 04661-8387 und in Langenhorn Käthe Jürgensen, 04671-3572.
06.08.2005 Fahrt zur Jubiläumsveranstaltung nach Aurich
Die Friisk Foriining lädt alle interessierten Nordfriesen zu einer zweitägigen Fahrt nach Aurich/Ostfriesland ein. Anlässlich der Feier zum 50-jährigen Jubiläum des Friesischen Manifests findet am Sonnabend, 27. August, am Upstalsboom in der Nähe von Aurich ein Festprogramm mit Teilnehmern und Beiträgen aus den drei Frieslanden statt. Die Nordfriesen sind mit einer Vorführung im Gibseln, einem alten friesischen Mannschaftsspiel, sowie einer Aufführung der Musikgruppe "Säkstante" vertreten. Aus Ostfriesland treten Trachtengruppen auf. Nach einem gemeinsamen Abendessen soll die Veranstaltung mit Unterhaltung und Tanz ausklingen. Die Reisegruppe der Nordfriesen ist in einem Jugendcamp untergebracht, auf Wunsch können aber auch Hotelzimmer gebucht werden. Für Sonntag Vormittag ist eine Rundfahrt mit dem Bus in und um Aurich vorgesehen, ehe man sich gegen Mittag wieder auf die Heimfahrt begibt.
Anmeldungen für die Busfahrt nimmt der Geschäftsführer der Friisk Foriining, Manfred Nissen, entgegen, Tel. 04672-77520.
01.08.2005 Nordfriisk Radio wider live
E kort samerpause bait Nordfriisk Radio (NFR) as tu iinje!
Arken een ouf e klook soowen as er wi en liveprogram tu hiiren uner: www.nfradio.de.

NFR Nordfriisk Radio – 15 stüne nordfriisk radio önje waag trinam e wråål!
27.05.2005 Internationale Jugendkonferenz im Deutsch-Dänischen Grenzland
Anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Bonn-Kopenhagener Erklärungen führen
die Organisationen der deutschen, dänischen und friesischen Minderheit eine
internationale Jugendkonferenz vom 17. bis zum 30. Juli 2005 durch.
Wieder und wieder ist anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten die europäische Perspektive
der Bonn-Kopenhagener Erklärungen hervorgehoben worden, und Cultures in Dialogue
soll den Jugendlichen die Möglichkeit geben diese europäische Perspektive in praktische
Politik umzusetzen. 180 Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren aus
Minderheitenregionen in ganz Europa werden 14 Tage lang Gäste der Minderheiten an
der Jaruplund Højskole bei Flensburg, der Deutschen Nachschule Tingleff und der
Højskolen Østersøen in Apenrade sein.
Die Konferenz wird getragen von einem eigens gegründeten Verein Cultures in Dialogue
mit folgenden Mitgliedern: Grænseforeningen, Bund Deutscher Nordschleswiger,
Sydslesvigsk Forening, Friisk Foriining, Deutscher Jugendverband für Nordschleswig,
Sydslesvigs danske Ungdomsforening und die drei mitwirkenden Schulen. Die Planung
und Durchführung der Konferenz selbst ist somit ein praktisches Beispiel für die
Kooperation von Minderheiten und Mehrheiten im deutsch-dänischen Grenzland.
Konkret werden die Jugendlichen in der ersten Hälfte der Konferenz einen Einblick in das
Zusammenleben von Minderheiten und Mehrheiten in der Grenzregion gewinnen. Sie
werden vor Ort die Bedeutung der Bonn-Kopenhagener Erklärungen für die Entwicklung
von der Konfrontation zur Kooperation studieren. Dabei geht es vorrangig um die
Vermittlung der Erkenntnis, dass Minderheiten vor allem eine Bereicherung – und nicht ein
Konfliktpotenzial – darstellen.
In der zweiten Woche werden sie auf verschiedene Weise diese Einblicke aufarbeiten und
in eine Form bringen, die sie in ihren Heimatländern verbreiten können, in der Form von
Artikel und ähnlichem. Des Weiteren wird ein Film produziert werden, der über
Regionalsender in ganz Europa ausgestrahlt wird und in Dänemark als Unterrichtsmaterial
zur Verfügung gestellt wird. Hauptziel der Aktivitäten der zweiten Woche ist das Erarbeiten
und Verhandeln einer Resolution, in der die Jugendlichen ihre minderheitspolitischen
Forderungen an die Europäische Union stellen. Darüber hinaus kann jede Schule eigene
Schwerpunkte setzen.
02.04.2005 Karl August Kruse leest Nis Albrecht Johannsen
Karl August Kruse leest Nis Albrecht Johannsen
Die Friisk Foriining hat ein neues friesisches Hörbuch herausgegeben: "Karl August Kruse liest Nis Albrecht Johannsen". Das mit Zeichnungen von Gisela Backmann ergänzte 64-seitige Textbuch, dem eine CD beigefügt ist, enthält Prosastücke von Nis Albrecht Johannsen senior sowie die bekanntesten Gedichte von dessen Sohn Albrecht Johannsen. Sprecher der Texte und Gedichte ist der inzwischen verstorbene Lindholmer Karl August Kruse, der zu den herausragenden friesischen Erzählern gehörte. Die Neuerscheinung ist bei der Friisk Foriining in Bargum und im örtlichen Buchhandel erhältlich und kostet 10 Euro.
15.02.2005 Friesischer Wahlabend mit Besuchern aus Cornwall
Am Sonntag, 20.02., hatte die Friisk Foriining wieder zu einem friesischen Abend in ihr Versammlungshaus nach Stedesand eingeladen. Ab 18 Uhr gab es die ersten Hochrechnungen zur schleswig-holsteinischen Landtagswahl im Großformat zu sehen. Vorsitzender Jörgen Jensen Hahn freute sich besonders über den Besuch von vier Vertretern der kornischen Minderheit, die sich auf Einladung der Foriining zu einem mehrtägigen Besuch in Verbindung mit dem Biikebrennen in Nordfriesland aufhielten. Als dritter Punkt stand an diesem Abend ein Film über die Friesische Herbsthochschule 2004 auf dem Programm.