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Vereine und Organisationen feiern rund um das Nordfriisk Instituut
BREDSTEDT (NfI). Am 12. September findet von 10 bis 17 Uhr in der Süderstraße in Bredstedt ein buntes Straßenfest statt. Der Aktionsausschuss „Sprachenland Nordfriesland“ nimmt das 40-jährige Bestehen des Kreises zum Anlass, die Vielfalt der nordfriesischen Kultur darzubieten, insbesondere die Sprachen, die von friesischen, plattdeutschen, hochdeutschen und dänischen Vereinen und Einrichtungen präsentiert werden. Nach einem mehrsprachigen Gottesdienst in der Bredstedter St. Nikolai-Kirche wird Landrat Dieter Harrsen die Veranstaltung eröffnen. Ein reichhaltiges kulturelles Programm verspricht einen aufregenden Tag mit u. a. einem mittelalterlichen Lager, Trachtentanz, Theater, Musik, friesischem Sprach-Crash-Kurs, dänischen Pfadfindern, Namenskunde, Kochtipps von und mit Landfrauen oder Vogelkunde in den verschiedenen Regionalsprachen. Für die ganz Kleinen gibt es eine Hüpfburg, für Trödelverliebte einen Flohmarkt. Kreispräsident Albert Pahl wird unter den Teilnehmenden des Sprachrätsels einen Rundflug über Nordfriesland auslosen. Als Zugabe findet um 19.00 Uhr in der Gemeinschaftsschule ein großes Chorkonzert in den Sprachen Nordfrieslands statt (Eintritt frei). In Risum-Lindholm können Interessierte auch in diesem Jahr wieder in jeweils 10 Doppelstunden Friesisch oder Dänisch lernen oder bereits vorhandene Kenntnisse vertiefen.
Friesisch für Fortgeschrittene bei Ute Jessen startet am Montag, 6.9., um 20 Uhr in der Risem Schölj/Risum Skole, Dorfstr. 91 in Risum-Lindholm. Anmeldungen können telefonisch unter 04661-8387 oder 5620, per Fax unter 04661-6498 oder auch per E-Mail unter Risem_Schoelj@skoleforeningen.de erfolgen. Der nächste Anfängerkurs ”Frasch” beginnt im Januar 2011. Zwei Dänischkurse werden von Sönke Klüver angeboten, einer für Anfänger (Beginn am Montag, 6.9.) und einer für Fortgeschrittene, für den das erste Treffen ebenfalls am Montag, 6.9., um 19.30 Uhr stattfindet. Anmeldungen nehmen Sönke Klüver, Tel. 04662-881842, oder Risem Schölj/Risum Skole entgegen.
Von links: Martin Lorenzen (SSW), Johanna Evers (Saterfriesin), Judith Walde (Sorbin), Dieter Küssner (SSF), Johanna Christiansen (Friesenrat-Nord) und Marlene Christiansen (Nordfriesin) am Stand der nationalen Minderheiten am Tag der offenen Tür in Berlin. (Foto: Minderheitensekretariat) Berliner leisten Unterschriften gegen die Kürzungen FLENSBURG-BERLIN. Das Bundesministerium des Innern, das für die Belange der nationalen Minderheiten zuständig ist, gab auch dieses Jahr den Minderheitenverbänden die Gelegenheit sich am Tag der offenen Tür am 21. und 22. August mit einem eigenen Stand zu präsentieren. Der Andrang der Bürgerinnen und Bürger, einen Blick hinter die Kulissen der Ministerien in Berlin zu werfen, war wieder sehr groß. Neben der Polizeihundestaffel, den Leistungssportlern oder einer Spree-Tour mit den Booten des THW konnte man sich wie im letzten Jahr aus erster Hand über die nationalen Minderheiten informieren. Die dänische Minderheit nutzte die Chance darüber hinaus in Berlin, Unterschriften gegen die von der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung geplanten Kürzungen beim dänischen Schulwesen in Südschleswig zu sammeln. Hierbei wurde der Vorsitzende des Sydslesvigsk Forening (SSF) und des Gemeinsamen Rates der dänischen Minderheit, Dieter Küssner, sowie der Landesgeschäftsführer des SSW, Martin Lorenzen, engagiert von den Vertretern der anderen nationalen Minderheiten unterstützt. Sommerausflug nach Schleswig
Die Friisk Foriining lädt Mitglieder und Freunde am Sonnabend, 28. August zu einem Sommerausflug nach Schleswig ein. Besucht wird das „neue“ Wikinger Museum Haithabu (www.schloss-gottorf.de/wmh), das in diesem Jahr – nach umfangreicher Renovierung und Umgestaltung – neu eröffnet worden ist. Nach der Besichtigung der Wikingehäuser, einem anschließenden Rundgang durch die Museumshalle und einer Kaffeepause in der Cafeteria des Museums führt der Ausflug weiter zum neuen dänischen Gymnasium in Schleswig, der A. P. Møller Skole. Abfahrt ist um 12.30 Uhr ab Niebüll (Bahnhof), die Rückkehr wird für 18.30 Uhr erwartet. Anmeldungen zum Sommerausflug werden bis 23. August im Vereins-Sekretariat entgegen genommen: Tel.: 04672-77520, Fax: -21, E-Mail: info@friiske.de ”Es ist nie zu spät… Einsprachigkeit ist heilbar“ - unter diesem Motto macht sich vom 17. Juli bis zum 3. August eine Gruppe junger Menschen auf den Weg, um Europa zu bereisen. Doch nicht Urlaub ist angesagt - die Teilnehmer – alle Angehörige der europäischen Minderheiten - wollen auf ihrer Reise vor allem darauf aufmerksam machen, wie mehrsprachig Europa ist.
„Europa ist vielschichtig; es gibt eine enorme sprachliche und kulturelle Vielfalt, auch geprägt durch die kleinen und kleinsten Sprachen in Europa. Davon wissen aber die wenigsten Europäer. Mit unserem Netzwerk RML2future sind wir angetreten, durch öffentlichkeitswirksame Aktionen, diesen Missstand zu beheben und zugleich auf den Wert der Mehrsprachigkeit zu verweisen. Daher macht sich unser junges Team an mehrsprachlichen Minderheitenvertretern auf den Weg und wird aufzeigen, dass es mehr gibt, als „nur“ die großen Staatssprachen in Europa“, erklärt die Projektverantwortliche der FUEV (Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen), Judith Walde. Die Tour - die von dem Projektpartner JEV (Jugend Europäischer Volksgruppen) organisiert wird - beginnt am Sonnabend, den 17. Juli in Ljouwert/Leeuwarden, Niederlande. Der erste Halt wird in Pécs / Fünfkirchen, Ungarn, gemacht, wo die Teilnehmer am Chorprojekt der JEV - dem Voices of Europe teilnehmen. Pécs selbst ist eine multikulturelle Stadt und in diesem Jahr die Europäische Kulturhauptstadt. Danach geht die Reise weiter nach Trieste/Trst in Italien, um dort vor allem der slowenischen Minderheit einen Besuch abzustatten, bevor dann nach Südtirol, Bolzano/Bozen, aufgebrochen wird.Hier werden sich die Tour-Teilnehmer auf dem Marktplatz in das Gespräch mit den Bürgern wagen, um ihre Meinung zur Bedeutung der Mehrsprachigkeit in Europa zu erfahren. An den Bergen entlang, geht es dann in die Schweiz nach Graubünden zu den Rätoromanen und anschließend weiter in die Hauptstadt des Europarates, nach Straßburg. Abschließend wird dann bei der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien halt gemacht, um danach wieder am Ausgangspunkt in Friesland anzukommen. „Die Fahrt wird sicher nicht so anstrengend, wie die Tour de France - aber die Teilnehmer werden in 17 Tagen ca. 4000 Kilometer zurücklegen und unermüdlich über die positive Bedeutung eines mehrsprachigen Europas berichten. Wir hoffen dadurch unseren Teil dazu beizutragen, für ein sprachen-freundliches und vielfältiges Europa zu werben“, so Hester Knol (Westfriesin aus den Niederlanden). | |||||||||
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